Im letzten Saisonspiel zogen die Handballer des TSV Alemannia Freiburg-Zähringen noch einmal alle Register und zeigten eine tolle Vorstellung samt 42:30 Kantersieg gegen den TuS Schutterwald 2. In einem sportlich zwar bedeutungslosen Spiel bestätigte die Alemannia ihre herausragende Rückrundenform und ließ dem Gegner aus der Ortenau keine Chance. So gelang dem Team ein gebührender Abschluss für eine klasse erste Saison in der Verbandsliga, die man letztlich auf Platz 3 abschloss. Zusätzlicher Wermutstropfen war, dass dies erst einmal das letzte Spiel in der Jahnhalle gewesen sein wird. Aufgrund von Renovierungsarbeiten wird die Halle erst wieder nach der Vorbereitung im September bespielbar sein. Viel wichtiger als die temporäre Verabschiedung der Halle fiel natürlich ins Gewicht, dass wie am Ende jeder Saison einige Spieler und im Fall der Herren 1 auch Trainer verabschiedet werden mussten. Während Chefcoach Leif Harting die Mannschaft an Max Wachter übergibt, zieht es die Youngster Georg Blank und Uchenna Obi des Studiums wegen aus Freiburg heraus. John Hötger und Philipp Böhringer reduzieren ihren Einsatz in der Halle und werden der ersten Mannschaft nicht mehr zur Verfügung stehen. Trotz alledem überwog vor, während und nach dem Spiel eine großartige Stimmung in der Jahnhalle, und die Herren 1 hatten aufgrund ihres überzeugenden Auftrittes großen Anteil daran.
Es ging ausgeglichen los in der Zähringer „Jahnhölle“, beide Teams schenkten sich nichts und fingen sehr offensiv ausgerichtet an. Nach sechs Spielminuten stand es schon 5:5, ein Ergebnis des famosen Tempospiels und treffsicherer Wurfquoten beider Teams. Der TuS machte es zu Beginn gut und hebelte die Zähringer Defensive immer wieder durch Übergänge auf zwei Kreisläufer aus. Die Alemannia hingegen spielte die Schutterwäldler Abwehr durch gnadenloses Tempo und lange Rückraumwechsel genauso gut auseinander. Moritz Bretz, der an diesem Abend einen Sahnetag erwischte und gleich acht Mal einnetzte, brachte die erste Führung für die Alemannia zum 8:7 und erhöhte kurze Zeit später auf 10:8. Die starke Zähringer Phase schloss Kapitän Felix Bühler zum 12:8 ab und zwang den TuS somit zur Auszeit. Die Alemannia machte jedoch weiter Druck, die Gäste versuchten nun im 7 gegen 6 sich mit dem zusätzlichen Feldspieler freie Chancen zu erspielen. Doch das ging nach hinten los, Arne Palder im Zähringer Kasten war der Nutznießer und versenkte die Kugel im leeren Tor der Gäste. Luca Schreiner kam auf Seiten des TSV in die Partie und belebte nochmals das Zähringer Angriffsspiel, wodurch die Alemannia mit einem angenehmen Polster von fünf Toren beim Stand von 21:16 in die Kabinen ging.
In Halbzeit zwei knüpfte die Heimmannschaft an die starke Phase der letzten Minuten der ersten Halbzeit an und erhöhte schnell auf 22:16. Während den Gästen zunehmend die Puste ausging, kam bei der Alemannia immer mehr Spielfreude auf. Eine griffige Abwehr war der Grundbaustein für die nächste starke Phase, einen 4:0 Lauf beschloss erneut Arne Palder mit dem nächsten Torpedo in Richtung gegnerisches Gehäuse. Die Gäste blieben ihrem Überzahl-Motto treu und schaufelten sich damit ihr eigenes Grab. Immer wieder gelang es der Alemannia schnelle Treffer zu erzielen und so nach und nach davon zu ziehen. Moritz Bretz traf weiter wie er wollte, und auch Georg Blank auf der Mitte machte ein überragendes Spiel, was er mit sechs Treffern unterstrich. Auch Uchenna Obi sorgte für ein Highlight, als er die gesamte Hintermannschaft des TuS im Wind stehen ließ und eiskalt abschloss. Ruben Wolfarth sorgte für den nächsten freudigen Moment, als er zum wiederholten Male einen Strafwurf in die Maschen warf und so den 40. Zähringer Treffer des Spiels markierte. Zum Schluss war es erneut Uchenna Obi, der auch von der Linie sein Können zeigte und zum 42:30 Endstand einnetzte.
Im Anschluss an das Spiel war dann noch Zeit und Anlass für Ehrungen und Verabschiedungen. Abteilungsleiter Sascha Winkler ergriff das Wort und fand angemessene Worte für alle Helfer und Engagierte. Dann folgte noch der große Auftritt von Zeitnehmer Volker, der seine Ehrungen für die besten Torschützen und Torhüter der aktiven Mannschaften vornahm. Im Anschluss ging dann ein letztes Mal die große Handballer-Party in der Jahnhalle los.