Herren 1: Alemannia verpasst nach großem Kampf das Pokalfinale

Beim letzten Highlight der Saison 25/26 beim diesjährigen Pokal Final 4 reichte es für den TSV Alemannia Freiburg-Zähringen als Ausrichter nicht für den ganz großen Fang. Ebenso wie in der Liga erwies sich die SG Ohlsbach/Elgersweier als Stolperstein im Halbfinale, die Ortenauer konnten später auch den Pokal nach einer ordentlichen Finalleistung gegen die HBL Heitersheim in die Höhe stemmen. Komplettiert hatte das Teilnehmerfeld die SG Freiburg, die im 7-Meter-Werfen um Platz 3 gegen den TSV das Nachsehen hatte.

In der gut gefüllten Wentzinger Halle im Freiburger Stadtteil Betzenhausen spielte Zähringen gegen die SG Ohlsbach/Elgersweier das erste Halbfinale. Die Brisanz an dem Duell lag vor allem darin, dass die SG der Alemannia in der Verbandsliga knapp den zweiten Platz und damit die Berechtigung für die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation wegschnappte, sowie dass beide Teams in der Saison jeweils einen Kantersieg gegen das andere Team landete. Gut in Erinnerung ist auch noch das Pokalhalbfinale des letzten Jahres, in dem die Alemannia nach einem furiosen Auftritt gegen die SG siegreich vom Platz ging. Somit steckte viel Spannung und Feuer in der ersten Halbfinalpartie des Tages. Die Alemannia ging dabei mit einem eher kleinen Kader zu Werke, da einige Spieler auf Urlaubsreise oder anderen Missionen unterwegs waren.

Dennoch gehörte der Anfang dem Zähringer Team. Es entwickelte sich gleich zu Beginn ein harter Schlagabtausch und ein eher zerfahrenes Spiel, in dem sich beide Teams in Gleichzahl schwer taten, klare Torchancen zu erspielen. Die Defensive der Alemannia stand hervorragend und hatte mit Arne Palder einen klasse Rückhalt in seinen Reihen. Vorne zauberte das Team von Leif Harting und Paul Sellentin zwar nicht, zeigte aber mehr Willen im Abschluss und führte somit folgerichtig mit 5:2 nach zehn gespielten Minuten. Die SG Ohlsbach kämpfte sich Stück für Stück zurück und die Alemannia machte sich selbst das Leben schwer durch vermeidbare Zeitstrafen. So kam es zum Zwischenstand von 6:6 nach 17 Minuten, die Alemannia hatte zu diesem Zeitpunkt in acht Minuten nur zwei Tore geworfen. Ausgeglichen ging es dann beim 9:10 für die Gäste zur Halbzeit in die Kabinen.

In Hälfte zwei setzte das Team unter der Leitung von Stefan Räpple dann konsequent auf das Spiel in Überzahl mit dem siebten Feldspieler, eine Paradedisziplin des Teams aus der Ortenau. Immer wieder fand die SG Lösungen über die Außen oder Kreispositionen und setzte so die Alemannia gehörig unter Druck. Das Überzahlspiel barg natürlich auch ein gewisses Risiko, und so konnte die eifrig ackernde Zähringer Defensive immer wieder Ballgewinne und Treffer ins leere Tor verzeichnen und sich die Führung zurückerobern, so beispielsweise beim 13:12 oder 16:15 durch Rechtsaußen Ruben Wolfarth. Es war ein Spiel auf Messers Schneide, die SG legte meist vor und die Alemannia zog nach. Weiterhin zeigten beide Mannschaften keine glänzende Leistung, aber das Spiel war geprägt von einer ordentlichen Härte und hoher Intensität und dadurch einer immensen Spannung bis in die Schlussminuten. Leider fielen die Schiedsrichter immer wieder mit unsicheren und fragwürdigen Pfiffen auf, so auch die letzte Zwei-Minuten-Strafe gegen den Zähringer Felix Bühler nach Moritz Bretz Anschlusstreffer zum 21:22 kurz vor Schluss. Die Alemannia hatte somit eine große Hypothek zu stemmen und zerfiel unter dem Druck. Zwei Fehlwürfe später und nach den letzten Treffern der Gäste durch Rechtsaußen Steffen Sieverding war die Messe gelesen und ein hartes enges Match ging schlussendlich nicht unverdient an Ohlsbach/Elgersweier.

Die Enttäuschung auf Zähringer Seite war groß, aber an diesem Tag lag es an sportlichen Kleinigkeiten, dem letzten Quäntchen Glück und der nötigen Überzeugung, um ins Finale einzuziehen. Im 7-Meter-Werfen um Platz 3 gegen die SG Freiburg behielt der Verbandsligist dann die Oberhand, Torwart John Hötger parierte den letzten Versuch der Freiburger Gegner und die Alemannia gewann das kleine Stadtderby.

Summa Summarum hat die Alemannia insgesamt eine tolle Saison gespielt, ist letztlich aber zweimal unglücklich sowohl in der Liga als auch im Pokal auf Platz 3 gelandet. Nun gilt es, sich zu erholen, die Mannschaftsfahrt zu genießen und dann in der neuen Saison wieder motiviert oben anzugreifen.