Leistungssteigerung am frühen Sonntagmorgen

TSV Alemannia Zähringen III – TUS Oberhausen II 24 : 18

Die Alemannia begann die entscheidende Liga-Phase mit einem Heimspiel gegen die junge Truppe des TUS Oberhausen II (aktuell Tabellen-Dritter). Die Oberhausener Nachwuchshandballer (ja, einer durfte schon Auto fahren) standen alle vor dem Bürgerhaus Zähringen und wunderten sich, dass die Tür verschlossen war. Auf die Frage der Zähringer beim Gegner suchen „habt ihr den noch nie in der Jahn-Halle gespielt“ antworteten viele nein, dies hier kennen wir gar nicht. Dennoch reiste Oberhausen II fast komplett mit doppelt besetzter Position an, so dass es schien, dass die dem Tabellenführer heute gerne ein Bein stellen würden.

Hoch motiviert war auch der gegnerische Trainer, von dem man fast annahm, dass er ein Team in der Südbaden-Liga trainierte und der sehr energisch seine junge Truppe zurecht wies (manchmal, wenn es so etwas im Handball denn gibt, hatte man fast schon Mitleid).

Stupfer`s Marschroute vor dem Spiel lautete, dass wir dieses Spiel in Abwehr und Angriff gewinnen (nein bzw. ja natürlich), er sagte allerdings richtigerweise in Abwehr und mit Erfahrung.

Vor dem Spiel wurde im Anblick des Schiri`s Bauer die Devise ausgegeben, Mund halten und nicht mal an Widerworte denken! Den der erfahrene Schiedsrichter kann eins auf den Tod nicht ausstehen und das ist Meckern. So kam es auch, es blieb lediglich bei einer Gelb-Verwarnung für Martin. Die Oberhausener hatten die gleiche Marschroute oder waren einfach grundsätzlich gut erzogen.

Aus Zähringer Sicht entwickelte sich dann wirklich ein sehr gutes Spiel. Die Abwehr stand sicher, trotz guter spielerischer Anlage fehlte den Oberhausener der durchschlagskräftige Rückraum, so dass lediglich von außen einige Tore erzielt wurden. Die Alemannia zeigte aber zudem, im Gegensatz zu den letzten Spielen, ein strukruiertes Angriffsspiel mit Kreisanspielen, Tempogegenstößen und Zweite-Welle-Angriffen sowie gut verteilten Treffern innerhalb der Mannschaft, da jeder einmal frei war. Erstaunlicherweise wurde dies das gesamte Spiel durchgehalten, ohne Durchhänger kurz nach der Pause, so dass Stupfer Mitte der zweiten Halbzeit auf der Bank sagte :“Wer hätte gedacht, dass dieser Vormittag so geruhsam würde“. Lediglich die Chancenverwertung ließ noch zu wünschen übrig. Hier hätten gut und gerne noch einmal vier bis acht Treffer resultieren können. Herauszuheben waren Wille und Andy. Wille halft uns quasi als Handballrentner aus und schoss prompt vier Tore, ebenso Andy, bei dem der Knoten platzte.

Somit endete ein gutes Spiel mit einem verdienten Sieg. Die Kiebitze von Oberhausen III werden sich sicher ihre Gedanken zu den nächsten entscheidenden Spielen gegen die Alemannia machen, denn hier geht es dann um die Meisterschaft.

Es spielten: Achmed (1), Ebse, Wille (4), Martin (1), Stupfer (3), Ede (9/3), Gwacki (2),
Yannik (2), Mario (1), Andy (4) und Fips im Tor