Herren 3: Sieben minus Eins macht Sieben

Herren 3 HBL Heitersheim 2 30:19

Wie wir alle wissen, werden Männer in bestimmten Situationen zu Kindern (manche im
Angesicht der Ehefrau, einer Spielzeugeisenbahn, ….). Bei Martin ist es das Handball-Spiel.

Schon vor dem Anpfiff wurde sein Ball zum Spielball erkoren, er durfte als Kapitän auflaufen, Achmed war nicht da (dies befreite allerdings auch die gesamte restliche Mannschaft vom Psycho-Druck) und er schoss vier Tore. Somit strahlte er nach dem Spiel wie ein Honigkuchenpferd und wir Anderen empfahlen ihm sobald wie möglich Lotto zu spielen.

Erstmalig spielten, sozusagen als Ersatz für Mario und Achmed, Felix Holm und Andy Lange  mit, die sich, durch zusammen sieben Tore, als echte Bereicherung vorstellten.
Die Heitersheimer kamen mit einer spielerisch guten, aber körperlich eher kleinen Truppe und ohne Auswechselspieler nach Zähringen.
In der etwas holprigen Anfangsphase stand es nach zehn Minuten erst 2 : 2. Der Zähringer Rückraum konnte sich aber auf den guten Heitersheimer Torwart langsam besser einstellen und erhöhte den Vorsprung dann auf 14 : 9. Zehn Minuten vor der Pause verletzte sich der Heitersheimer Torwart. Ede diagnostizierte eine schwere Kniegelenksverletzung, die allerdings nach der Pause ausgeheilt war, so dass der Torwart die zweite Halbzeit wieder spielen konnte (der Simulant).

Als klar war, dass Heitersheim nur zu sechst spielen musste, nahm Zähringen sofort auch einen Feldspieler vom Platze, um die Chancengleichheit wieder herzustellen. Dies übersah ein gegnerischer Feldspieler, der dann etwas unmutig beim Fortgang des Spieles zur Zähringer Bank rief: „Nehmt doch auch einen Spieler vom Platz“. Jetzt kann man sich vorstellen, was dieser Spieler sich alles anhören musste: „Kannst Du nicht rechnen, zähl doch mal nach, hast wohl Mathe studiert!“). Selbst die eigenen Spieler riefen uns zu: „Der ist nicht von hier“.
Somit wurde unter allgemeinem Gelächter das Spiel fortgeführt.

Zum Glück war die Ethikkommission des Handballverbandes Südbaden vor Ort, so dass Zähringen sofort für das Fairplay gelobt wurde. Gelder aus schwarzen Kassen flossen aber leider nicht.

In der zweiten Halbzeit wurde der Vorsprung kontinuierlich ausgebaut und die Heimmannschaft lief nie wirklich Gefahr noch eingeholt zu werden.

Zähringen zeigte zwischenzeitlich sehr gute Spielzüge, die hauptsächlich von Ebse und Stupfer in der Mitte eingeleitet wurden und die die gegnerische Abwehr so stellten, dass immer ein Zähringer frei war. Dies war nach dem schlechten Spiel in Neustadt eigentlich gar nicht so zu erwarten.

Das 30. Tor schoss übrigens in jugendlicher Unbedarftheit Yannik Gwarys. Die Mannschaft beschloss nach dem Spiel einstimmig, dass in diesem Fall die Schuld auf den Vater übertragen wird.

Einen weiteren Kasten Bier muss Felix Holm für seinen Einstand zahlen, so dass man insgesamt von einem äußert gelungenen Sonntagvormittag sprechen konnte.

Es spielten: Ebse, Paco (2), Stupfer (6), Ede (8), Gwacki, Yannik (3), Felix (4/2), Martin (4), Andy (3) und Fips im Tor

Ede