Das Team der Alemannia demonstrierte beim 48:19-Heimsieg gegen den Aufsteiger vom Bodensee seine Stärke und die von Coach Max Wachter berechtigterweise geforderte Reaktion auf den krampfhaft erzwungenen Auswärtssieg gegen die HSG Mimmenhausen/Mühlhofen in der Vorwoche.
Angesichts der klaren Verhältnisse ist das Spiel schnell erzählt: Die Startsieben des TSV begann dominant und bissig in der Abwehr, brachte dadurch den Angriff des TV Pfullendorf immer wieder in Bedrängnis und zwang die Gäste zu zahlreichen technischen Fehlern, die wiederum in schnelle Kontertore umgemünzt wurden. Ein Spielstil, der unserem Flitzebogen Moritz Bretz, der mit insgesamt 12 Treffern erneut zum Toptorschützen des Abends avancierte, offensichtlich zugutekam.
Die starke Anfangsleistung gab TSV-Coach Max Wachter beim ersten Timeout nach sechzehn Minuten die Gelegenheit, auf so gut wie allen Positionen zu wechseln. Dies sollte sich aus Zähringer Sicht auszahlen: Die eingewechselten Spieler machten weiter ordentlich Tempo und bauten die Führung bis zum Halbzeitpfiff auf ein komfortables 23:9 aus. Die zweite Halbzeit war ein nahezu identisches Abbild der ersten Hälfte. Der TV Pfullendorf fand kein Mittel gegen die Alemannia-Defensive und hatte den Hausherren auf der anderen Seite wenig entgegenzusetzen. Dennoch war die Wurfquote der Zähringer herausragend. Neben Moritz Bretz muss außerdem die starke Leistung von Sinan Kantar hervorgehoben werden. Zu gewohnt sicherer Spielleitung und der bereits bekannten Abwehrstärke kam hinzu, dass Kantar aushilfsweise, aber dennoch treffsicher, auch auf der Rechtsaußenposition Verantwortung übernahm. Mit sieben Treffern erzielte er seine bisherige Saisonbestleistung.
Das gesamte Team kann zufrieden mit der Vorstellung sein, muss aber weiter fokussiert bleiben, um auch schwierigere Aufgaben wie die am kommenden Samstag um 19:30 Uhr beim DJK Singen zu lösen.
Während sich das mit reihenweise talentierten Handballern bestückte Herren 1-Flaggschiff des TSV Alemannia Freiburg-Zähringen souverän durch die bisherige Saison manövriert hat und bis dato relativ leichten Wellengang hatte, krachte es in den vergangenen beiden Wochen in einige unerwartet hohe Wellen, die das Schiff zwar ordentlich zum Straucheln, dank des Einsatzes der Crew aber nicht zum Kentern brachten. Beim Topspiel vor zwei Wochen zuhause gegen die HSG Dreiland (09.11.) machte man nach vierzig ausgeglichenen Minuten letztlich alles klar. Vergangenen Samstagabend (16.11.) im Duell “Erster gegen Letzter” gegen die HSG Mimmenhausen/Mühlhofen in Salem am Bodensee musste man dagegen unerwarteterweise bis zur letzten Spielminute zittern und alles reinhauen, um sich den 22:25-Auswärtssieg zu erkämpfen.
Gegen die HSG Dreiland, die sich bis dahin in den top vier der Liga festgesetzt und zuvor einen eindrucksvollen Sieg gegen die SG Köndringen/Teningen eingefahren hatte, konnte das Team von Max Wachter noch in Bestbesetzung antreten. Angeführt von TSV-Goalgetter Felix Bühler, der direkt die ersten drei Treffer beisteuerte, erwischte die Alemannia wie so oft den besseren Start ins Spiel und führte nach einem weiteren Tor von Moritz Bretz mit 4:1. Doch ebenso oft ruht sich die Mannschaft dann auf der Anfangsführung aus, was es dem Gegner ermöglicht, ins Spiel zurückzukommen. So auch der HSG Dreiland. Ab dem 5:5 in der 10. Spielminute entwickelte sich für die nächsten zehn Minuten ein Duell auf Augenhöhe, in dem es keinem der beiden Teams gelang, sich entscheidend abzusetzen. Die abgezockten Gäste zogen die Angriffe lang und schafften es immer wieder, im letzten Moment die richtige Lücke zu attackieren, worauf die Zähringer mit schnellen und erfolgreichen Offensivaktionen antworteten. Mit der Hereinnahme Finn Meermanns, der die gegnerische Abwehr ordentlich durcheinanderzuwirbeln wusste, konnte sich der TSV das erste Mal mit einigen Treffern absetzen. Die HSG allerdings ließ nicht locker und markierte den letzten Treffer der ersten Hälfte zum 17:15 Halbzeitstand. Die richtige Antwort fand das Heimteam zum richtigen Zeitpunkt nach der Pause: Ein bärenstarker 9:2-Lauf zum 29:21 in der 45. Minute ebnete den Weg zum nächsten klaren Heimsieg. Die Zähringer brachten die Führung sicher ins Ziel und gewannen schlussendlich verdient mit 35:26 in heimischer Halle.
Eine Woche später gegen das Tabellenschlusslicht der HSG Mimmenhausen/Mühlhofen sollten die nächsten beiden Punkte eingefahren werden. Neben den Langzeitverletzten Jonas Klosa und Mael Boukhari sowie Torhüter Hendrik Dittmers, den noch immer an einer hartnäckigen Erkältung laborierte, waren auch Kreisläufer Lennart Ludwig und Rückraumspieler Marius Schneider nicht einsatzbereit. Dennoch reiste die Alemannia mit vollem Kader an den Bodensee und wollte unter Beweis stellen, dass man auch vermeintlich leichtere Aufgaben mental präsent und voll konzentriert zu lösen weiß. Die HSG Mimmenhausen/Mühlhofen allerdings entpuppte sich als keinesfalls leichte Aufgabe, eher das Gegenteil war der Fall. Zwar erwischte das Zähringer Team erneut den besseren Beginn und führte nach fünf Minuten mittels Ballgewinnen und schneller Angriffe mit 2:5, danach jedoch geriet der Spielflow ins Stocken. Das Heimteam vom Bodensee zeigte sich giftig und entschlossen in der Abwehr und dynamisch und gefährlich im Angriff. Attribute, die den Gästen aus Freiburg in der ersten Spielhälfte fehlten. So glich Mimmenhausen schnell wieder aus und siehe da, es entwickelte sich ein unerwartetes Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Alemannia ließ im Angriff den Ball entschieden zu wenig laufen und kam deshalb nur selten zu richtigen Abschlüssen. Defensiv wechselten sich starke Phasen und krasse individuelle Fehler ab, sodass die HSG mit einer zu diesem Zeitpunkt völlig verdienten 12:11-Führung in die Pause ging. Eine volle und auf die Sensation brennende Halle sowie möglicherweise etwas zu euphorische Hallensprecher taten ihr Übriges für die hitzige Atmosphäre. Nach einem gehörigen Einlauf von TSV-Chefcoach Max Wachter in der Halbzeitpause und mit neuer taktischer Ausrichtung starteten die Zähringer trotz allem hochmotiviert in die zweite Spielhälfte. Man war entschlossen, den Fans in der Salemer Sporthalle zu zeigen, warum die Alemannia derzeit verlustpunktfrei auf dem ersten Tabellenplatz der Landesliga Süd steht. Doch ähnlich hohe Ziele hatte sich scheinbar auch die Heimmannschaft gesteckt. Angetrieben von der Chance auf die Riesenüberraschung machte sie es den Zähringern weiterhin schwer, einfache Tore zu erzielen. Außerdem hatte Sven Koester im Tor der HSG einen Sahnetag erwischt und verhinderte unzählige Zähringer Treffer. Zum Glück zeigte Torhüter John Hötger in der zweiten Hälfte für die Alemannia eine ähnlich starke Leistung zwischen den Pfosten. Aber zurück zum Spielgeschehen: In der 40. Spielminute zog der TSV beim Spielstand von 15:18 das erste Mal auf drei Treffer davon, doch auch diesen Lauf konterte das Heimteam mit einem eigenen 3:0-Lauf und glich zum 18:18 aus. Mit Felix Bühler und Uchenna Obi neben dem flinken Sinan Kantar hatte die Alemannia aber zwei wurfgewaltige Spieler im Rückraum stehen. Und Obis Hereinnahme sollte sich als wahrer Glücksgriff herausstellen. Der noch A-Jugendliche (!) demonstrierte in der wichtigsten Phase des Spiels sein gesamtes Können und nahm einen Riesenberg an Verantwortung auf sich. Mit drei erfolgreichen Angriffsaktionen innerhalb kürzester Zeit brachte er die Alemannia auf die Siegesstraße – und die Halle damit zum Schweigen. Was will man dazu noch sagen außer “ice in his veins”? Angesichts der fehlenden Zeit und des deshalb steigenden Drucks vertändelte die HSG in der Folge zwei weitere Angriffe, wodurch der nächste Sieg für das Team aus Zähringen endlich Form annahm. Mit einem 22:25-Auswärtssieg verabschiedete sich die Alemannia nach sechzig hart umkämpften Minuten vom Parkett und sorgte so für die nächsten beiden Punkte.
Tief durchatmen hieß es für alle Spieler, Trainer und Fans in der Halle oder am Liveticker zu Hause. Zwar zeigte die Mannschaft insgesamt ein alles andere als gutes Spiel und kann über den knappen Sieg heilfroh sein. Trotzdem ist es schön zu sehen, dass die Zähringer Herren nicht nur zaubern, sondern auch handballerisch arbeiten und kämpfen können. Diese Eigenschaft wird dem Team im Laufe der Saison sicherlich noch zugutekommen. Und als faire Sportsmänner gilt es letztlich auch dem Heimteam der HSG Mimmenhausen/Mühlhofen zu einem starken Spiel, in dem es den Tabellenführer an den Rand der Verzweiflung gebracht hat, zu gratulieren.
Am kommenden Samstagabend (23.11., 20:00, Jahnhalle) wollen sich die Herren 1 vor eigenem Publikum gegen den TV Pfullendorf wieder deutlich steigern. Die Mannschaft freut sich über jedwede Unterstützung und über jeden Fan, der den Weg in die Zähringer Jahnhalle findet.
Die Herren 1 der Alemannia Freiburg Zähringen brauchte beim Auswärtsspiel am Samstagabend in Neuenburg genau 20 Minuten Anlaufzeit, um aus einer wackligen Angelegenheit eine definitiv unwidersprüchlich glasklare Sache zu machen. Vorab: Der Kader war typisch zur Novemberzeit etwas ausgedünnt. Neben den zumindest längerfristig verletzten Gabi und Mael gesellten sich diesmal krankheitsbedingt auch noch Torhüter Hendrik sowie die beiden Rückraumspieler Finn und Julian hinzu. Und was Kreisläufer Lenni einige Tage zuvor mit seinem Finger angestellt hat, bleibt sein Geheimnis. Die Alemannia wäre allerdings nicht die Alemannia, wenn sie diese Ausfälle nicht wegzukompensieren wüsste. Trotz dessen war die Marschroute des Spiels klar: Pure Dominanz ausleben, auch wenn den Zähringern bewusst war, dass die HG Müllheim/Neuenburg eine typische Mannschaft ist, die man gerade zu Hause nicht unterschätzen sollte.
Und das Heimteam zeigte den zahlreichen Zuschauern in der ironischerweise mit dem Namen “Zähringerhalle” versehene Sportstätte anfangs auch sehr genau auf, warum das der Fall war. Eine bissige Abwehr wussten die Zähringer Mannen zu Beginn noch nicht so recht zu knacken, weswegen es nach 5 gespielten Minuten erst 2:2 stand und unglücklicherweise auch noch die erste Zeitstrafe für das Gästeteam aus Freiburg hagelte. Glücklicherweise war die eigene Abwehrarbeit – sich langsam als “Prunkstück” der Zähringer hervortuend – sehr fleißig und die Räume wurden so gut zugeschoben, dass die HG keinen Profit aus der Überzahlsituation schlagen konnte. Im Anschluss daran schien der TSV-Zug an Fahrt aufzunehmen. Erst Marius, dann Moritz und letztlich Bühli erhöhten durch schnelle Attacken auf 2:5. Wer dachte, jetzt ist der Knoten geplatzt und der Abend für die HG Müllheim/Neuenburg gelaufen, der sollte leider Unrecht behalten. Nach einer Auszeit sorgte vor allem der windige Rückraumspieler Philipp Kind mit drei Treffern in Folge dafür, dass die HG wieder Anschluss fand und auf 5:6 verkürzte. Die Zähringer taten sich bis zu diesem Zeitpunkt extrem schwer, genügend Tiefe und Breite in ihren Angriffen zu finden und Außen sowie Kreisläufer in Szene zu setzen. Bis zur 20. Spielminute mühte man sich durch weitere Treffer von Phibs Böhringer und Georg Blank auf ein 5:8. Und während die Zähringer munter durchwechselten und weiter aggressiv in der Abwehr zu Werke gingen, schwanden bei den Müllheimern sichtbar die Kräfte. So legte das Team von Coach Max Wachter auch in der Offensive zwei bis drei Schippen drauf und kam aufgrund besserer Angriffslösungen viel häufiger zu freien Würfen, wodurch man das Ergebnis bis zur Pause auf 7:13 hochschraubte. Wä
hrend in der ersten Hälfte alles noch etwas schwerfälliger von der Hand ging, lief es in Durchgang zwei deutlich flüssiger. Allen voran Felix Bühler in der zweiten und Moritz Bretz in der ersten Welle sorgten für einfache Treffer nach zahlreichen Ballgewinnen. Eben genannter Moritz Bretz machte zusätzlich vorne auf der Spitze in der Abwehr einen derart bärenstarken Job gegen die sich aufreibenden Müllheimer Spieler, dass seine Hintermänner in Absprache mit den Torhütern John und Fabio teilweise leichtes Spiel hatten, die gegnerischen Angriffe zu entschärfen. So ließ man wie in Halbzeit eins nur weitere 7 Gegentreffer zu und rannte die Gegner derart tot, dass man sich letztlich dank einer großen Leistungssteigerung ab der zwanzigsten Minute mit einem 14:33 Auswärtserfolg vom Spielfeld und den zahlreich mitgereisten Zähringer Fans verabschieden konnte.
Wie man so schön sagt: Der Angriff gewinnt Spiele, die Abwehr gewinnt Meisterschaften. Womöglich zieht das Team seine herausragende Motivation zur Abwehr jedoch auch aus dem Lieblingsspruch der Individualtrainerlegende Till: “Unter 25 gibts ne Kiste.” Was letzlich alle Handballerherzen höherschlagen lässt. Und auch wenn die Saison noch jung ist, darf die ebenso junge Zähringer Mannschaft aufgrund der perfekten Bilanz von 6 Siegen aus 6 Spielen und +70 Tordifferenz schonmal träumerisch auf eine Spitzenplatzierung schielen… Die nächsten zwei Punkte gibt es auf jeden Fall nächsten Samstag am 09.11 um 20h in der heimischen Jahnhalle zu holen, wenn es gegen die zweitplatzierte HSG Dreiland geht. Es verspricht ein tolles Duell zu werden, bei dem wir wieder auf die großartige Unterstützung der einmaligen Zähringer Fans bauen.
Die Herren 1 des TSV Alemannia Freiburg Zähringen scheinen derzeit nur ein Gas zu kennen – Vollgas – und nur in eine Richtung zu gehen: voran! Diese Tatsache stellten sie auch beim letzten Heimspiel in der Jahnhölle am Samstagabend gegen den bisher überzeugend aufspielenden Gegner des TuS Steißlingen 2 unter Beweis. Bis auf den kurzfristig erkrankten Youngster Finn Meermann waren alle Zähringer einsatzbereit und auch Julian Rottmair, nun auch spielberechtigt, gab sein Debüt im Dress des TSV.
Somit rein ins Spiel und ab auf die Platte: Trotz ausführlichen Videostudiums und klarer Vorgaben wurde die Zähringer Defensive zu Beginn des Spiels vom Steißlinger Angriffsduo Rihm/Euchner kalt erwischt. Die Zuschauer in der Zähringer Jahnhalle sahen einen klassischen Fehlstart, die Folge war nach intensiven Anfangsminuten ein 2:5-Rückstand aus Zähringer Sicht. Nach Moritz Bretz’ Kontertor zum 3:5 schien ein Ruck durch die Zähringer Mannschaft zu gehen, einem weiteren Treffer von Rückraumspieler Patrick Euchner zum 3:6 folgte eine bärenstarke Defensiv-Phase des Heimteams und ein beispielloser 6:0-Lauf, der die 9:6 Führung für die Alemannia bedeutete. Das Heimteam zeigte sich entschlossener und bissiger in den Zweikämpfen, eroberte Ball um Ball und veredelte die fleißige Defensivarbeit der Steißlinger mittels Durchbrüchen und starken Würfen aus der zweiten Reihe. In seinem ersten Timeout gab Coach Max Wachter seinem Team weitere Anweisungen für die Offensive, wodurch die Führung sukzessive ausgebaut und der letzte Angriff vor der Halbzeit von General Kantar sowohl eingeleitet als auch sicher abgeschlossen werden konnte. Punktlandung.
In der zweiten Halbzeit wollte das Zähringer Team weder Fans noch Gegner daran glauben lassen, dass für die Gäste vom Bodensee in der Jahnhölle an diesem Abend etwas zu holen sei. Insbesondere Goalgetter Felix Bühler schien sich das ganz oben auf die Fahne geschrieben zu haben. Der Zähringer Rückraumshooter jagte in der zweiten Halbzeit Ball um Ball ins Kreuzeck der Steißlinger, dass es nur so krachte. Euphorisiert von dieser regelrechten Machtdemonstration zeigten alle Zähringer Akteure im zweiten Durchgang starke Leistungen, und trugen dadurch zum 35:27-Heimerfolg bei. Emotional dabei war das Debüt-Tor unseres Rückraumspielers Julian Rottmair, der sich mittels eines 7-Meter-Treffers der ganz frechen Art und Weise (durch die Beine des gegnerischen Keepers) in die Torschützenliste eintragen konnte. Außerdem beachtlich war, wie gleich mehrere Schützen beim Stand von 29:20 durch teilweise desaströse Fehlwürfe strategisch das heilige dreißigste Tor verweigerten; wie gewohnt musste Felix Bühler die Dreistigkeiten ausbaden, und mit seinem Treffer vom Punkt holte er sich die gefühlt 24. Kiste der Saison ab (danke Bühli!).
Unterm Strich zeigte die Alemannia, ausgenommen der Anfangsphase, erneut eine souveräne Leistung und grüßt damit mit 10:0 Punkten weiterhin von der Tabellenspitze der Landesliga Süd. Nächsten Samstag, 02.11., 20 Uhr, sollen beim Auswärtsspiel beim Achtplatzierten der HG Müllheim/Neuenburg die nächsten 2 Punkte folgen – eine Mission, die ob der herausragenden Form der Zähringer nicht undenkbar scheint.
Am Samstag, den 12.10., machte sich die erste Herrenmannschaft des TSV Alemannia Freiburg-Zähringen gemeinsam auf den Weg zum ersten richtigen Auswärtsspiel nach Allensbach am Bodensee. In aller Früh um 13:45 Uhr wurden die Koffer gepackt, Proviant, Musikbox und weitere Materialien mitgenommen. Im Vergleich zu den vorherigen Spielen mangelte es aber an spielbereiten Handballrecken. Mit Marius, Jonas und Gabi fielen gleich drei wichtige Spieler krankheitsbedingt aus, Luis war nach dem Umzug auch nicht mehr dabei und die A-Jugend-Asse Mael und Uchenna konnten verletzungsbedingt nicht mitwirken. Dieser Umstand führte jedoch zu den Saisondebüts von Christopher Peters und Finn Meermann, die sich prächtig ins Spielgeschehen eingliedern sollten. Zähringens bisheriger Toptorschütze Felix Bühler war außerdem angeschlagen und der Einsatz von Rückraumallrounder Julian Rottmair scheiterte kurz vor Spielbeginn an Passregularien, wodurch die Zähringer mit einem verhältnismäßig kleinen Kader (12 Spieler) bei der SG Allensbach/Dettingen aufliefen.
Nichtsdestotrotz fand das Zähringer Team einen sehr guten Start ins Spiel. Georg Blank eröffnete mit seinem 7-Meter-Nachwurf zum 0:1 und kurze Zeit später stand es 2:5 für den TSV. Erneut kam den Zähringern die eigene fleißige und bissige Abwehrarbeit zugute, wodurch Tore in der ersten und zweiten Welle fielen wie Zielscheiben beim Schützenverein. Solide Kreisläuferkooperationen und starkes Tempopassspiel im Angriff sorgten für klare Verhältnisse beim 5:12 in der 17. Spielminute. Als im Anschluss das Tempo etwas gedrosselt wurde, riss Debütant Finn Meermann sowohl im Rückraum das Spiel an sich als auch klaffende Lücken in die gegnerische Abwehr, weshalb die Alemannia weiter erhöhen und sich mit einer komfortablen 11:22 Führung in die Halbzeitpause verabschieden konnte. Durch die Bank weg alle Zähringer Spieler konnten in der ersten Hälfte überzeugen und zur hohen Führung beitragen, was angesichts der Kaderlage für freudige Zähringer Gesichter sorgte.
Was jedoch in Halbzeit 2 geschah, bleibt ein Geheimnis. Wer gut rechnen kann merkt, dass die zweite Hälfte nur noch mit 13:14 an die Alemannia ging. Es war fast schon eine Halbzeit zum Vergessen, in der man völlig unter den eigenen Erwartungen und weitaus schlechter als in Halbzeit 1 spielte, weshalb es sich auch fast nicht lohnen würde, diese Leistung weiter zu kommentieren. Doch auch erfreuliche Dinge gab es in Hälfte 2 noch zu beobachten. Da wäre zum einen der Einsatz des unter der Woche angeschlagenen Felix Bühler, der in wenigen Spielminuten wieder 3 Treffer beisteuerte. Zum anderen Sinan Kantars gewaltiger Strahl von rechts unten nach links oben ins Eck, der die ohnehin schon leise Allensbacher Halle endgültig zum Schweigen brachte. Und es wäre nicht zu Ende erzählt, würde keine Ode an Philipp Böhringers rechtes Handgelenk folgen. Der Zähringer Linksaußen vernaschte die gegnerischen Keeper gnadenlos und sorgte für einige Spielhighlights. Letztendlich endete das Spiel in Allensbach mit 24:26, was für die Zähringer weitere zwei Punkte auf der Mission „Aufstieg“ bedeutet. Ausklingen ließ man die Euphorie über den Sieg beim Anfeuern der Zweiten, die am selben Abend mit 22:38 beim TV Todtnau gewann und damit für das nächste 4-Punkte-Wochenende sorgte. Für die Zähringer Erste heißt es nun Abstand zum Spiel gewinnen, gut trainieren und das einzig spielfreie Wochenende in der Hinrunde genießen. Weiter geht es dann am Samstag, den 26.10, um 20 Uhr in der heimischen Jahnhalle mit einem kniffligen Spiel gegen den TuS Steißlingen 2. Das Team hofft auf erneut tatkräftige Unterstützung der Fans von den Rängen.
Das Team der Herren 1 aus Zähringen gestaltet auch das dritte Spiel der noch jungen Saison erfolgreich und gewinnt in heimischer Halle gegen die SG Maulburg/Steinen mit 32:22. Damit festigt die Mannschaft die Tabellenführung und ist nun das einzige Team, das die vollen sechs Punkte aus den ersten drei Spielen mitnehmen konnte.
Ein sehr konzentriertes Spiel der Alemannia in der Offensive wie Defensive war ummantelt von einem schläfrigen Beginn und einem ebenso schläfrigen Ende. Die Gäste münzten die ersten technischen Fehler der Zähringer Jungs gleich zur 0:2-Führung um, erst ab da begann das Team von Coach Max Wachter richtig auf der Platte zu stehen. Philipp Böhringer berichtigte den Spielstand und netzte in der 12. Minute nach einigen Ballgewinnen in der Abwehr zum folgerichtigen 6:3 ein. Die SG aus Maulburg zog die Angriffe lang, um die Zähringer ihr Spiel nicht aufziehen zu lassen. Dies klappte nur bedingt, denn durch eine starke Arbeitsmoral in der Abwehr belohnte sich das Heimteam durch viele Gegenstöße – allen voran rannte Moritz Bretz – und Tore in der zweiten Welle. Bockstark: Den anfänglichen drei schnellen Gegentreffern ließ das Team der Alemannia nur vier(!) weitere folgen, wodurch es mit einem komfortablen 15:7 in die Pause ging.
Nach dem Halbzeitwechsel zermürbten die Zähringer die Gegner weiter und bauten den Vorsprung auf 25:11 aus. Dies gab Coach Max Wachter die Gelegenheit, einige Spieler zum Zug kommen zu lassen, die im Topspiel vergangene Woche gegen die SG Köndringen/Teningen 2 weniger Spielzeit erhielten. Die Jungs machten ihre Sache sauber, allen voran Uchenna Obi glänzte mit starken Treffern und guter Übersicht. Moritz Bretz als abnehmender Einläufer bedankte sich mehrmals mit weiteren Treffern und avancierte mit 9 Treffern zum Toptorschützen des Spiels. Doch so gut es auch lief in der vollen Jahnhalle, so selbstkritisch muss das Team auch mit den letzten Minuten des Spiels sein. Aufgrund einiger unnötiger Zeitstrafen geriet das Team in einen kleinen Schlendrian und ließ plötzlich die nötige Härte und Abgeklärtheit in der Defensive sowie die Zielstrebigkeit im Angriff vermissen. Dies hatte angesichts der hohen Führung zwar keinen nennenswerten Einfluss mehr auf das Spielgeschehen, dennoch muss der Anspruch der Mannschaft auch für die Schlussminuten ein anderer sein. So endete das Spiel mit 32:22 für die Alemannia aus Zähringen. Der nächste Heimsieg konnte bejubelt und die Tabellenführung errungen werden. Auch das Abschiedsspiel unseres Giganten am Kreis, Luis Moser, den es des Studiums wegen gen Norden nach Hamburg zieht, konnte dementsprechend gebührend gestaltet werden. Der Mann des Abends netzte einmal selber und dirigierte die Defensive gewohnt ruhig und sicher, so wie er es in den letzten Jahren immer tat. Gefeiert wurde genauso auf der Platte wie auch nach dem Spiel, wir wünschen Dir alles Gute!
Letztlich gilt es noch aufrichtige Genesungswünsche an Schiedsrichter Martin Jehle der HB Kinzigtal zu richten, der nach souveräner Spielführung mit seinem Gespannspartner Werner Kaufmann etwa in der 45. Minute auf Grund einer schwerwiegenden muskulären Verletzung das Spielfeld verlassen musste. Gute Besserung! Das nächste Spiel gibt den Zähringer Herren die Gelegenheit, die in den Schlussminuten vermisste Konzentrations- und Bissfähigkeit wieder unter Beweis zu stellen. Beim Samstagsnachmittagsspiel am 12.10 auswärts bei der SG Allensbach/Dettingen darf man auch nach zweistündiger Fahrt an den Bodensee nicht müde sein und dem Gegner überhaupt Gelegenheit bieten, an den Sieg zu denken, sondern muss von Anfang an voll da sein.
Die Herren 1 der TSV Alemannia Freiburg Zähringen überzeugen auch beim Derby gegen die SG Köndringen/Teningen 2 und gewinnen völlig verdient mit 26:31 und entscheiden damit das erste wahre Topspiel der Saison gegen einen der ärgsten Konkurrenten um den Aufstieg für sich.
Schon im Vorhinein hatte sich durch zwei denkbar knappe Duelle in der Vorbereitung abgezeichnet, dass der Sieger dieses Aufeinandertreffens kein leichtes Spiel haben würde. In der Zähringer Jahnhalle gewann der TSV nach einem Duell auf Augenhöhe gerade so mit 32:31, während es dann einige Wochen später in der Teninger Ludwig-Jahnhalle ein 30:30 Unentschieden setzte. Außerdem war man sich in Zähringen des Faktes bewusst, dass die beiden Jungspieler der in der Regionalliga agierenden ersten Mannschaft der SG Köndringen/Teningen Andreas Bühler und Emanuel Bello, mit denen man in den Vorbereitungsspielen einige Probleme hatte, auch für das Landesliga-Topspiel am Freitagabend zum Einsatz kommen würden. Gerade wegen dieser gemeinsamen Historie waren die Zähringer hochmotiviert und brannten darauf, zwei Punkte aus Teningen zu entführen und die Halle zum Schweigen zu bringen. Das wäre jedoch gar nicht erst nötig gewesen, denn aufgrund des beeindruckenden Supports der Zähringer Anhänger, die in Hülle und Fülle ihren Weg in die Ludwig-Jahnhalle fanden, wurde das Auswärtsspiel fast schon zu einem echten Heimspiel.
Im Spiel angekommen erwischte Zähringen den besseren Start, Mittelmann Georg Blank konnte nach starker Einzelaktion den Torreigen für sein Zähringer Team beginnen. Nach dem Ausgleich durch Jonas Höfflin fing dann die große Felix Bühler Show an. Unter der Woche noch durch Krankheit angeschlagen und nur ein Training mitmachend tat er auf dem Parkett so als wäre nie etwas gewesen und schraubte ein Ding nach dem anderen in den Winkel, womit es nach 5 elektrisierenden Minuten 1:4 für die Alemannia stand. Doch, und das musste man dem Heimteam aus Teningen das gesamte Spiel über lassen, die Gegner steckten nicht auf und glichen nach einer starken Phase zum 4:4 aus und holten sich sogar die 6:5 Führung. In dieser Phase ließen sich die Zähringer Herren viel zu leicht das Tempo aus dem Spiel nehmen und in Stoppfouls locken, sodass der Ball nicht flüssig genug durch die Reihen lief um sich zwingende Torchancen zu erarbeiten. Nach einer Auszeit, in der Coach Max Wachter genau das thematisierte, fing sich die Alemannia etwas und spielte auch vorne wieder bestimmter, während sich die Abwehr stabilisierte. Der an diesem Tag stark agierende Rückhalt im Zähringer Tor Fabio Remensperger entschärfte zusätzlich zahlreiche Würfe der Teninger Schützen, womit die Zähringer Herren auch einige Unterzahlsituationen relativ unbeschadet überstanden. Somit ging es mit einer 13:17 Halbzeitführung für die Gäste aus Zähringen in die Kabinen.
Nach der Pause erhöhte Marius Schneider sofort durch einen starken Zweikampf auf 13:18 und erzielte damit einen wahren Wirkungstreffer. Die Alemannia konnte den Vorsprung durch eine sehr konzentrierte Leistung einige Zeit lang wahren, ehe eine erneut doppelte Unterzahl nach fragwürdigen Entscheidungen der sonst souverän agierenden Schiedsrichter die Zähringer wieder in Bedrängnis brachte. Die zwangsweise offenen Räume nutzte die SG um in der 40. Spielminute auf 19:22 zu verkürzen. Nach dem nächsten Timeout stabilisierten sich die Zähringer Herren wieder und bauten die Führung wieder auf 6 Tore in der 48. Minute beim Spielstand von 22:28 aus. Auch eine unberechtigte direkte Qualifikation für den Zähringer Mittelmann Sinan Kantar steckte der TSV weg. Als dann Felix Bühler nach weiteren Rückraumkrachern und Durchbrüchen in Manndeckung verteidigt wurde, erfolgte der nächste Reifetest für die junge Zähringer Mannschaft. In dieser Phase nahm erneut Marius Schneider mit einigen Zweikämpfen und gelungenen Aktionen viel Verantwortung auf sich und führte sein Team durch die gefährlichen Gewässer. In den letzten Minuten gelangen der Alemannia nicht mehr viele Treffer im Angriff, doch eine erstaunlich erwachsen und solide geführte Abwehrleistung, angeführt vom Monstermittelblock bestehend aus Luis Moser und Lennart Ludwig, zog der SG komplett den Stecker, um nochmals heranzukommen. So endete das Spiel mit dem verdienten 26:31 Sieg für die Zähringer Herren, der gleichbedeutend mit Platz 1 in der Tabelle und dem vorerst besten Torverhältnis der Liga war. Einig waren sich sowohl die Zähringer Spieler als auch die zahlreich mitgereisten Zähringer Fans, die den Sieg in den letzten Spielminuten mit gebührenden „Alemannia“-Fangrufen besangen, über die Starspieler des Tages. An Felix Bühler, der mit 12 Toren erneut zum Topscorer seines Teams avancierte, führte ebenso kein Weg vorbei wie an Torwart Fabio Remensperger, der laut einigen Zähringer Experten sein vermutlich bestes Spiel über 60 Mintuen für den Freiburger Verein zeigte. Dank einer geschlossenen Teamleistung konnte die TSV Alemannia Freiburg Zähringen das Topspiel also für sich entscheiden.
Nächsten Samstag um 20 Uhr geht es gleich knackig weiter, diesmal wieder zu Hause in der Zähringer Jahnhalle. Zu Gast ist die ebenso bisher unbesiegte SG Maulburg/Steinen, die zuletzt mit einem deutlichen 36:22 Sieg gegen die SG Allensbach/Dettingen aufhorchen ließ. Die Zähringer Fans können sich also wieder auf ein tolles Spiel freuen, in dem die Zähringer Herren alles geben werden, um den dritten Sieg in Folge einzufahren.