Die erste Herrenmannschaft des TSV Alemannia Freiburg-Zähringen hat die schwere Auswärtshürde beim TV Oberkirch unbeschadet überstanden und letztlich einen souveränen 32:41 Auswärtssieg eingefahren. Das Ergebnis fiel zugegebenermaßen wohl etwas zu hoch aus, denn lange Zeit sah es nicht nach einem so deutlichen Sieg aus. Erst in der Schlussviertelstunde schaltete die Alemannia einen Gang höher, während der Heimmannschaft die Kräfte ausgingen. Der vierte Sieg im vierten Spiel bedeutete für die Alemannia nun das Einnehmen der alleinigen Spitzenposition in der Tabelle – unter Hinzunahme der Tordifferenz. Neben der Alemannia ist auch der TuS Helmlingen mit 8:0 Punkten perfekt in die noch junge Saison gestartet. Das Topspiel der beiden Spitzenmannschaften steht schon in 2 Wochen auf dem Programm.
Zu ungewohnter Anwurfzeit am Donnerstagabend um 20 Uhr in der Oberkircher Oberdorfhalle – das Spiel musste aufgrund eines organisatorischen Grundes vom Wochenende auf unter die Woche verlegt werden – startete die Alemannia, gelinde gesagt, schlecht ins Spiel. Die Rückraumreihe um Felix Bühler und Simon Eisenblätter war zu Beginn weit entfernt von der Angriffseffektivität der letzten Wochen. TV-Torhüter Marvin Roche nahm der Alemannia durch starke Paraden schon früh im Spiel Wurf um Wurf weg. Auf der anderen Seite setzte Oberkirch von Beginn an auf den siebten Feldspieler – eine Maßnahme, die langsam zum Trend wird gegen die starke Zähringer 3-2-1-Defensive – und räumte sauber auf Rechtsaußen Regis Matzinger ab, der seine Würfe sicher verwandelte. Moritz Bretz holte sich in der zweiten Abwehrsequenz nach einer schwierigen Situation und fragwürdigen Entscheidung der Schiedsrichter die erste Zeitstrafe ab, Regis Matzinger tat es ihm auf der anderen Seite jedoch gleich. Die Alemannia kam besser ins Spiel, verteidigte gegen einen Mann mehr besser und nutzte einen Zwischenspurt, um das Spiel zum 6:9 in der 15. Minute zu drehen. Sinan Kantar netzte nach einer starken 1-gegen-1-Situation sicher ein. Doch wer gedacht hatte, dass die Alemannia sich ähnlich wie in den vergangenen Wochen gleich weit absetzen würde, hatte weit gefehlt. Die abgezockte Oberkircher Mannschaft fand weiter gute Lösungen über die rechte Angriffsseite, wo durch den zusätzlichen Kreisläufer fast dauerhaft eine Überzahlsituation herrschte. So schaffte der TVO in der 27. Minute den Ausgleich zum 14:14, mit 17:18 für die Alemannia ging es in die Kabinen.
Es war ein Spiel auf Messers Schneide, und das sollte es auch bleiben. Zwar stieß die Alemannia immer wieder voran und gab den Ton an, doch der TVO ließ sich nicht nachhaltig abschütteln. Daraus resultierte eine dauerhafte 2-3 Tore-Führung für die Alemannia, doch man konnte sich zu keinem Zeitpunkt sicher sein, dass dieser Vorsprung bis zum Ende anhalten sollte. Beide Mannschaften verteidigten etwas löchriger und steigerten dafür ihre Leistung im Angriff, sodass das Match sich langsam, aber sicher zu einem sehr torreichen Spiel entwickelte. In der 45. Minute nahm die Oberkircher Bank ihr zweites Time-Out, was sich später jedoch als Bruch im Oberkircher Spiel herausstellen sollte. Der Freiburger Coach Max Wachter schwor seine Jungs vor allem in der Defensive neu ein, was Wirkung zeigen sollte. Die Alemannia ließ sich vom siebten Feldspieler nicht weiter beirren und verteidigte weiter beherzt und diszipliniert, während dem TVO Entschlossenheit und Konzentration abgingen. Zahlreiche Ballgewinne führten zu einfachen, schnellen Kontertoren für die Alemannia. So erhöhte der TSV den Vorsprung in den Schlussminuten schnell auf 5-6 Tore. Der Ex-Teninger und Rechtsaußen Erik Böhle stand sinnbildlich für diese starke Phase der Alemannia, erzielte er doch allein drei Treffer in Folge und sorgte somit für den 30:37 Zwischenstand. Die Vorentscheidung. Oberkirch war gebrochen, die Alemannia erhöhte bis zum Ertönen der Sirene sogar noch auf 32:41.
Die Jungs des TSV belohnten sich damit für eine reife Vorstellung und zogen ihr Spiel trotz eines starken Gegners bis zum Ende durch. Die Belohnung ist damit vorerst der oberste Tabellenplatz der Verbandsliga Staffel 3. Bevor es in 2 Wochen auswärts zum TuS Helmlingen geht, steht ein weiterer Topspielkracher auf dem Programm. Nächsten Sonntagabend um 18 Uhr in der Freiburger Staudingerhalle gastiert die SG Kappelwindeck/Steinbach. Der Gegner aus der Ortenau gehört definitiv zu den Aufstiegsfavoriten, ist taktisch sowie personell stark aufgestellt. Der TSV erwartet ein mitreißendes Handballmatch und freut sich auf viele Zuschauer in der Staudingerhalle!









