Die Handballer des TSV Alemannia Freiburg-Zähringen finden im Derby gegen die SG ERA zurück in die Erfolgsspur und lassen damit den Traum vom Aufstieg in die Oberliga weiter leben. Nach einem souveränen Auftritt der Zähringer stand am Ende ein verdientes 32:24 zu Buche. Einmal mehr war es Ruben Wolfarth, der mit seinen 12 Treffern für mehr als ein Drittel der Zähringer Tore verantwortlich zeigte und damit neben dem hervorragend aufgelegten Torhüter Arne Palder einer der Erfolgsgaranten für sein Team war.
Die größte Kuriosität ereignete sich vor dem Spiel statt: Aufgrund einer temporären Vollsperrung der Autobahn reisten sowohl die Gäste aus Ringsheim als auch das Schiedsrichtergespann zwei Stunden verspätet an. Nach einer kurzen Besprechung der beiden Trainerlager mit den Schiedsrichtern entschied man sich, das Spiel stattfinden zu lassen. So verschob sich der Anpfiff von 18 auf 20 Uhr, was letztlich die sowieso gewohnte Anwurfzeit für beide Mannschaften darstellte.
Die Ausgangslage beider Mannschaften hätte unterschiedlicher nicht sein können. Während die Alemannia immer noch um den zweiten Platz und damit um die Qualifikation zur Aufstiegsrelegation kämpft, befindet sich die SG ERA im Überlebensmodus. Vor allem mit dem BSV Phönix Sinzheim duelliert sich das Team unter der Aufsicht von Trainer Nico Vollmer im Fernduell um den viertletzten und damit zur Abstiegsrelegation qualifizierenden Platz. Für das andere Team geht es auf dem 11. Platz direkt runter in die Landesliga. Entsprechend hoch war die Spannung vor Beginn des Spiels. Dazu kam noch die sowieso bestehende langjährige Rivalität beider Vereine, was das Derby dieses Mal besonders spannend werden ließ.
Beide Mannschaften kamen gut ins Spiel. Es war deutlich, dass die Abwehrreihen beider Teams gut aufgelegt waren. Nach neun gespielten Minuten stand es erst 3:3. Im Anschluss erhöhte die Alemannia etwas das Tempo, Mittelmann Matze Behr stellte dank eines Doppelschlags auf 6:4. In der Folge hatte die Alemannia sichtbar mehr vom Spiel, auch dank zahlreicher starker Paraden Arne Palder im Zähringer Kasten. So konnte der TSV erst auf 10:6 und später kurz vor der Halbzeit nochmal auf 14:10 erhöhen und ein Vier-Tore-Polster mit in die Kabinen nehmen.
Den Beginn der zweiten Hälfte machte Ruben Wolfarth. Einen seiner zahlreichen erfolgreichen 7-Meter schweißte er in den Winkel ein und erhöhte so auf 15:10. Langsam aber sicher glitt den tapfer kämpfenden und giftigen Ringsheimern das Spiel aus der Hand. Daher entschied sich das Trainerteam der Gäste, es mit dem zusätzlichen Feldspieler im 7 gegen 6 als taktisches Mittel zu probieren. Leider erfolgslos. Zwei schwache Abschlüsse der Gäste fischte Arne Palder im Tor erstklassig heraus und zündete dann zwei Raketen über das ganze Spielfeld in den gegnerischen Kasten. Somit glänzte der Zähringer Schlussmann auch als zweifacher Torschütze. Von diesem Zwischenstand von 18:11 für den TSV konnten sich die Gäste nicht mehr erholen. Dank einer sehr konzentrierten Leistung des gesamten Zähringer Teams konnte dieser Vorsprung gehalten und sicher über die Ziellinie getragen werden.
Ruben Wolfarth schraubte dabei sein Torekonto weiter nach oben, während auch Erik Frisch als eiskalter Vollstrecker in Erscheinung trat. Er sorgte für die höchste Zwischenführung zum 25:15 in der 48. Minute. Eine kurze Zähringer Schwächephase, in der der SG ERA ein 3:0-Lauf gelang, nahm das Trainergespann zum Anlass, nochmals die Defensive umzustellen und im Angriff selbst den siebten Feldspieler einzusetzen. Die Alemannia kam so noch einmal zu freien Torchancen und machte den Sack zu.
Da die SG Ohlsbach/Elgersweier als Zweitplatzierter zeitgleich gegen den TuS Schutterwald 2 verlor, trennt die Alemannia zum zweiten Platz nur noch zwei Punkte. Zwar ist man auf eine weitere Niederlage der SGO angewiesen, dennoch wird das Zähringer Team in den zwei verbleibenden Spielen weiterkämpfen und alles dafür geben, die Saison mit zwei Siegen abzuschließen, um die Aufstiegschance aufrecht zu erhalten. Am kommenden Samstag, 25.04., auswärts beim TV Oberkirch braucht es dafür definitiv eine ganz starke Leistung.