02.05.2015 ESV Freiburg – Alem. Zähringen

Mannschaftsgeist, Siegeswille und Kampf verhelfen zum Punktgewinn

von Lisa Deckert

ESV Freiburg Alem. Zähringen 27:27 (11:14)

Am Samstagnachmittag ging es zum Stadtrivalen, den Damen des ESV, in die Wentzingerhalle. Aus dem Hinspiel hatte man noch einiges wieder gut zu machen, denn damals entschieden die ESVlerinnen das Derby etwas zu hoch mit 29:21 für sich. Bei dieser Revanche und vorletztem Spiel diese Saison, wollten die Damen aus Zähringen noch einmal alles geben und zeigen, dass die Alemannia Damen nicht umsonst auf Platz drei der Bezirksliga Tabelle standen.

Zu Beginn der Partie konnte sich keiner der beiden Mannschaften absetzen. Die Zähringerinnen hatten erneut das Pech, viele hundertprozentige Torchancen nicht zu verwandeln. Auch die Abwehr bat vor allem in der Mitte immer wieder zu viel Platz für die Gastgeberinnen, die dieses oftmals mit einem Tor abschlossen. So stand es nach wenigen Minuten 5:3 für die Damen des ESV. Dennoch ließen die Zähringerinnen nicht vorschnell den Kopf hängen. Auch Trainer Torsten, der bereits nach 15 Minuten seine erste Auszeit nahm, motivierte seine Mädels auf ein Neues. So gelang es den Gästen, mit einer bombastisch aufgelegten Torhüterin Nadine Graf, sich über ein 9:7 bis zu einem 11:11 heran zu kämpfen und anschließend durch eine starke Abwehrarbeit und daraus resultierenden Tempogegenstößen sich bis zur Halbzeit einen Drei-Tore-Vorsprung zu erarbeiten. So ging man beim Stand von 14:11 in die Kabine.

Trainer Torsten machte die Zähringerinnen erneut auf die mangelhafte Abwehr der ersten 20 Minuten aufmerksam. Aber auch die diversen Chancen die man in Halbzeit eins unglücklicherweise nicht im Netz der Gegnerinnen unterbringen konnte, wurden zur Sprache gebracht. Es war allen klar, dass das erneut 30 Minuten lang ein harter Kampf, sowohl in der Abwehr als auch im Angriff werden sollte, dennoch waren sich die Alemannia Damen sicher, hier zwei Punkte mit nach Hause nehmen zu wollen.

Dennoch startete man äußerst schlecht in die zweite Halbzeit und so waren die Gastgeberinnen binnen weniger Minuten bereits wieder mit einem Tor, bei einem Stand von 16:15 vorne. So war Trainer Torsten erneut gezwungen nach knappen 12 Minuten der Halbzeit zwei seine Auszeit zu nehmen. Auch hier versuchte er seinen Mädels wertvolle Tipps zu geben und vor allem zu sagen, dass man wieder Ruhe ins Spiel bringen sollte, hauptsächlich im Angriff. Dennoch vergrößerten die ESVlerinnen ihren Vorsprung auf vier Tore zum Stand von 23:19. Zu allem Überfluss stellte der Schiedsrichter, nach 45 Minuten bei der dritten Zweiminutenstrafe gegen Lisa Deckert, diese mit Rot vom Platz. Auch die anschließenden 10 Minuten sollten die Gäste nicht wirklich in ihr Spiel finden. Die Ballverluste der Zähringerinnen in der Abwehr der ESVlerinnen nutzten diese schamlos aus und liefen einen Tempogegenstoß nach dem Anderen. Dennoch konnten diese glücklicherweise oftmals nicht im Tor der Alemannia Damen untergebracht werden. Dennoch stand es in der 56. Minuten 27:24. Auch wenn man in den letzten Spielen bereits unter Beweis gestellt hatte, dass das Spiel 60 Minuten geht und dass noch nicht verloren sei, glaubten doch die wenigsten daran, hier etwas zählbares mit nach Hause nehmen zu können. Aber niemand hatte mit einer solchen willensstarken und kampfreichen Mannschaft wie der Zähringer Damen I gerechnet, die es tatsächlich durch Manndeckung und herausragender Mannschaftsleistung in der Abwehr schafften sich bis zu einem 27:26 heran zu kämpfen. Als dann 30 Sekunden vor Schluss Anika Plötze Opfer eines unnötig harten Fouls und einem Schlag ins Gesicht zu Boden gebracht wurde, entschied der Schiedsrichter, zumindest bei dieser Situation, zu Gunsten der Zähringerinnen und man erhielt einen Siebenmeter, welchen Milena Deckert unter hohem Druck, schlussendlich aber äußerst souverän verwandelte und so den Alemannia Damen ein Unentschieden und einen daraus resultierenden Punkt bescherte. Danke an die so zahlreich erschienen Fans, die die Mädels, wie gewohnt in dieser Saison, lautstark anfeuerten und ihre Mannschaft immer und immer wieder motivierten.

Am nächsten Samstag geht dann die erfolgreiche Saison der Damen I beim nächsten Freiburgderby in der Gerhard-Graf-Halle gegen die HSG III zu Ende. Die Gastgeberinnen der HSG sind schon sicher Bezirksklassenmeister und dennoch wollen die Damen aus Zähringen zum Abschluss noch einmal allen zeigen was in ihnen steckt und alles geben. Natürlich würden sich die Zähringerinnen auch hier über viele Zuschauer freuen.

Es spielten: Nadine Graf, Anne-Sophie Grangé; Katharina Hecht, Melanie Kögel (5), Isabell Winkler (1), Stefanie Moser, Anika Plötze(5), Denise Eiler (1), Stefanie Eichner (7), Karin Marksteiner, Lisa Deckert (5), Mona Krebs, Milena Deckert (3/1).