Damen 1: 2 Spiele, 2 Siege – Saisonauftakt nach Maß

Mit zwei souveränen Siegen starten die Damen 1 in die neue Landesliga-Saison: Mit dem 25:12-Auftaktsieg gegen die Verbandsliga-Absteigerinnen aus Sinzheim und einem 17:29-Auswärtserfolg beim TuS Altenheim gelingt der Mannschaft um Trainer-Trio Lebrecht/Joseph/Hötger ein Saisonauftakt nach Maß, der das Saisonziel, nach der knapp verpassten Aufstiegs-Relegation im Mai auch diese Saison wieder die oberen Tabellenplätze in der Landesliga Staffel 6 anzugreifen, untermauert.

Dabei war aller Anfang schwer. Mit den Absteigerinnen des BSV Phönix Sinzheim empfing die Alemannia im ersten Saisonspiel am 20.09. direkt eine Unbekannte. Dass insbesondere die Duelle gegen die Verbandsliga-Absteigerinnen ein Gradmesser für die Ziele sein würden, die sich das Team nach den beiden vergangen Spielzeiten gesetzt hat, war klar – entsprechend fahrig und verkopft startete die Mannschaft in die Partie. Die erste Halbzeit war ein gegenseitiges Abtasten, ein Spiel alles in allem auf Augenhöhe, auf Zähringer Seite geprägt zwar von vollem Einsatz, genauso aber auch von der ein oder anderen defensiven Ungereimtheit und unglückliche Treffer gegen individuell teils erwartet durchsetzungsstarke Sinzheimerinnen. Eigene Chancen erarbeitete Zähringen sich durchaus genug, mehr als einmal auch in Form gemeinsam provozierter Tempogegenstöße. Der 8:9-Rückstand zur Halbzeit war größtenteils auf unerfreulich viele vergebene Abschlüsse zurückzuführen.

Rückblickend scheint es, als habe die Heimmannschaft die ersten 30 Minuten der noch jungen Saison gebraucht, um vollends in den Wettkampfmodus zu schalten. Nach Wiederanpfiff dann war Zähringen da – und ließ Sinzheim keine Chance mehr. Die Mannschaft zeigte sich den Fans in der Gerhard-Graf-Halle (ja, ihr lest richtig, liebes Handball-Freiburg: Des sich verzögernden Umbaus der Jahnhalle wegen findet die Alemannia derzeit Asyl in der Friedrichstraße 😉 ), so, wie sie es sich seit der Übernahme des Chef-Coach-Postens durch Dirk „Lebo“ Lebrecht, und insbesondere, seit diesem mit Franziska Joseph und John Hötger zwei (ehemalige) Torhüter:innen zur Seite stehen, zur Mission gemacht hat : Defensiv als eine Macht. Leidenschaftliche Abwehrarbeit, herausragende Halbverteidigerinnen, ein schier unüberwindbarer Mittelblock und bestens aufgelegte Torhüterinnen ließen in Halbzeit 2 nicht mehr als 3 Gegentreffer zu. Vom 9:9-Ausgleich durch Hannah Schraivogel kurz nach der Pause über das 13:9 (42. Spielminute), das 23:12 (55. Spielminute) bis zum 25:12-Endstand zog die Alemannia davon. Am Ende demoralisierte Sinzheimerinnen wussten an diesem Sonntag nichts gegen den TSV auszurichten. Nach der intensiven Vorbereitung und unzähligen Einheiten in verschiedensten Freiburger Hallen fühlte sich der deutliche Sieg, ungeachtet der verhaltenen ersten Halbzeit, in jeglicher Hinsicht nach der verdienten Belohnung an.

Eine Woche später, am 27.09., beim ersten Auswärtsspiel gegen die Mannschaft des TuS Altenheim im Ried, war die Mission der Zähringerinnern klar: Den letztlich souveränen Auftaktsieg bestätigen und mit aller Ernsthaftigkeit die nächsten zwei Punkte auf dem eigenen Konto verbuchen.

Gesagt, getan. Obwohl sich die Partie zäher gestaltete, als es sich die Gäste vorgenommen hatten, ließen sie dem TuS zu keinem Zeitpunkt eine Chance. Angeführt von einer überragenden Svenja Friedlin, deren gnadenlos effiziente Verwertung der sehenswerten Kreisanspiele ihrer Mitspielerinnen, insbesondere von Luisa Heilemann und Alina Neff, zu insgesamt 8 Treffern führte, verteidigte Zähringen sensationell. In der Kombination mit erneut zuverlässiger Torhüterleistung ließen die Gäste in der ersten Halbzeit nicht mehr als 6 Gegentreffer zu. Auch an diesem Abend hätte der Halbzeitstand zwar klarer aussehen können, als es beim 6:11 der Fall war. Dass die Alemannia sich nicht aus dem Konzept bringen ließ, sollte sich am Ende aber auszahlen; spätestens beim 13:26 (53. Spielminute) durch eine bestens aufgelegte Lisa Arnold (7 Treffer) war das Spiel entschieden. Daran vermochte auch die sehr offensive Abwehr, fast schon eine Manndeckung, die der TuS über Teile der zweiten Halbzeit spielte, nichts zu ändern, der 17:29-Endstand besiegelte einen verdienten Zähringer Start-Ziel-Sieg.

Weiter geht’s am kommenden Samstag, 03.10., beim zweiten Heimspieltag der Saison 2026/27 in der Gerhard-Graf-Halle. Um 16:00 empfangen die Damen 1 die Mannschaft der HSG Willstätt/Hanauerland.