Herren 1: Alemannia setzt erstes dickes Ausrufezeichen

Der TSV Alemannia Freiburg-Zähringen hat früh in der neuen Saison die erste richtige Duftmarke gesetzt. Mit einem 25:40 wurde der Oberliga-Absteiger des TuS Altenheim in eigener Halle abgefertigt. Die Alemannia spielte sich dabei phasenweise in einen Rausch und ließ der Ortenauer Heimmannschaft keine Chance auf den Sieg. Nach diesem furiosen Sieg teilt man sich nun die Tabellenspitze mit 4:0 Punkten mit dem TuS Helmlingen, der SG Muggensturm/Kuppenheim und dem TuS Schutterwald 2, die alle ebenso perfekt in die noch junge Saison gestartet sind.

Die Zähringer Mannschaft hatte sich in der Trainingswoche zuvor sehr gut auf den Gegner aus Altenheim vorbereitet. Mit einer harten, offensiven Abwehr über 60 Minuten wollte man das spielstarke Heimteam rund um Mittelmann und Lenker Jannis Waldmann vor eine große Herausforderung stellen sowie die gegnerische 6:0-Abwehr durch sauberes Passspiel und lange Kreuzungen auseinanderziehen. Dieses Vorhaben musste zwar ohne Mittelmann Sinan Kantar stattfinden, der arbeitsbedingt verhindert war, doch kam dort wieder die große Zähringer Stärke – die starke Kaderbreite – zum Tragen, sodass der Ausfall über verschiedene Rückraumkonstellationen erfolgreich aufgefangen werden konnte. Ebenso war Chefcoach Max Wachter nicht an Board. Er wurde vertreten durch den sportlichen Leiter Phillip Vogt, während Paul Sellentin die spielerischen Geschicke leitete.

Das Spiel begann mit viel Tempo auf beiden Seiten. Arne Palder im Tor der Freiburger, der später ein herausragendes Spiel zeigen sollte, meldete sich gleich in der zweiten Spielminute mit der ersten 7-Meter-Parade an. Die beiden Teams schenkten sich nichts und zeigten zu Beginn eine hohe Angriffseffektivität, nach fünf Minuten stand es bereits 4:4. Die Alemannia schaltete noch einen Gang höher, Arne Palder glänzte von Beginn an mit zahlreichen Paraden und im Angriff spielte das Zähringer Ensemble fast fehlerfrei, kam immer wieder über verschiedene Positionen zum freien Abschluss. Lennart Ludwig, Julian Auflinger und Felix Bühler erhöhten für die Zähringer Farben auf 4:7. Der TuS Altenheim konnte schon früh im Spiel die hohe Intensität des Freiburger Teams nicht mehr mitgehen. Jannis Waldmann riss zwar gelegentlich Lücken in die Zähringer Defensive, jedoch konnten seine Mitspieler diese nicht nutzen oder es unterliefen dem Team aus der Ortenau technische Fehler noch während der Aktion. Und funktionierte der Durchbruch dann doch, war immer wieder Arne Palder im Zähringer Tor zur Stelle. Auch Moritz Bretz mit seiner unnachahmlichen Härte in der Abwehr trieb die Altenheimer Rückraumakteure nahezu in den Wahnsinn. Jeder Fehler der Heimmannschaft wurde vom TSV gnadenlos ausgenutzt, über die zweite Welle trieb man den Ball unaufhaltsam voran und erzielte Tor um Tor. Auch über den Positionsangriff fand die Alemannia immer wieder zu sehr guten Lösungen im Angriff, der TuS hatte kaum ein Mittel in der Abwehr gegen die sich stark präsentierenden Zähringer. Beim 9:16 in der 23. Spielminute durch Luca Schreiner war TuS-Coach Robin Haller bereits zu seiner zweiten Auszeit gezwungen, was bereits Bände sprach. Die wildeste und mit Abstand schlechteste Phase des sonst sehr konzentriert agierenden Zähringer Teams ereignete sich zwei Minuten vor Ende der ersten Halbzeit. In ungewohnter Hektik wurde im Angriff praktisch drei Mal der Ball weggeworfen, sodass der TuS bis zur Halbzeitpause noch von 9:18 auf 12:18 verkürzen konnte. Ein kleiner Dämpfer im sonst fast perfekten Zähringer Kosmos zu diesem Zeitpunkt.

Doch nach der Pause wischte der TSV alle Zweifel an einem Sieg gleich wieder weg. Felix Bühler traf dreimal für die Alemannia in Folge und Rechtsaußen Ruben Wolfarth vollendete den Zähringer 5:0-Lauf zum 12:23, sodass auf der Anzeigetafel schnell wieder ein weitaus angenehmeres Ergebnis aus Zähringer Sicht zu sehen war. Die Alemannia ließ nicht locker, wechselte munter durch und hielt die Qualität weit oben, während beim TuS ob der hohen Anstrengung und wenig Wechselmöglichkeiten so langsam Auflösungserscheinungen zu sehen waren. Der Versuch, die Alemannia mit einer offensiven 3:3-Abwehr vor Probleme zu stellen, scheiterte krachend. Die starken 1g1-Angreifer Felix Bühler, Erik Frisch und Marius Schneider spazierten geradezu durch die löchrige TuS-Defensive. Auch der Versuch, im Angriff mit zwei Kreisläufern zu agieren trug keine Früchte, TSV-Torwart Arne Palder netzte zwei Mal mit Würfen über das gesamte Spielfeld ins gegnerische, leere Gehäuse. Einzig und allein der dynamische und schwer zu fassende Rückraumakteur des TuS Luis Waldmann konnte mit guten Einzelaktionen dagegenhalten und etwas Ergebniskosmetik betreiben. Nichtsdestotrotz stürmte die Alemannia bis zum Ende unaufhaltsam voran und konnte dank des 30. und 40. Tores jeweils durch Felix Bühler zwei Kisten für das eigene Konto verbuchen. Mit einem Endstand von 25:40 beendete die Alemannia das Spiel und ließ sich zurecht von den mitgereisten Freiburger Fans frenetisch feiern, während beim TuS Altenheim Verdruss und Ratlosigkeit angesagt war.

Mit diesem krachenden Sieg unterstrich das Team aus dem Freiburger Norden seine diesjährigen Ambitionen und machte den perfekten Saisonstart mit zwei Siegen aus zwei Spielen perfekt. Gleich nächsten Samstag zu Hause in Freiburg in der Gerhard-Graf-Halle um 20 Uhr gegen den Aufsteiger des ASV Ottenhöfen präsentiert sich die nächste Gelegenheit für zwei weitere Punkte. Wir freuen uns über viel Unterstützung von den Rängen!