Die erste Herrenmannschaft des TSV Alemannia Freiburg-Zähringen trat am Samstag, den 22.08., als eine von vier Mannschaften bei einem von der HSG Willstätt veranstalteten Vorbereitungsturnier an. Neben dem Regionalligisten aus der Ortenau trat mit der SG Köndringen/Teningen ein weiterer Regionalligist aus der Region sowie mit der zweiten Mannschaft des französischen Erstligisten Selestat Alsace Handball eine Mannschaft aus der dritten französischen Liga an. Die Alemannia war also klarer Underdog und wollte das Turnier zum Kräftemessen mit stärkeren Mannschaften und zur Gewöhnung neuer Spielabläufe nutzen. Gespielt wurde in einem „Jeder gegen jeden“ Modus, sodass alle Mannschaften über den Turniertag verteilt drei Spiele zu absolvieren hatten über eine Dauer von jeweils 35 Minuten.
Die Alemannia, deren Kader aufgrund von Urlaubsabwesenheiten und kleineren Verletzungen/Krankheiten noch etwas zusammengestaucht war, hatte im ersten Spiel mit der SG Köndringen/Teningen gleich den schätzungsweisen größten Brocken vor der Nase. Der Absteiger aus der dritten Liga trat mit einem ähnlichen Kader wie beim Testspiel der beiden Mannschaften vor einigen Wochen an und zeigte gleich mal klar, wo es langgehen sollte. Die Alemannia schaffte es dank einer beherzt zulangenden Abwehr, es dem Favoriten im aufgebauten Angriff lange sehr schwer zu machen und einfache Abschlüsse zu verhindern. Im Angriff konnten sich zwar immer wieder gute Torchancen herausgespielt werden, doch SG-Keeper Clément Gaudin avancierte zur unüberwindbaren Macht. Dem ersten Treffer der Alemannia folgten 8(!) Paraden des Torhüters am Stück, sodass es in der ersten Hälfte bei dem einen Treffer blieb. Glücklicherweise konnte sich das Freiburger Team in der zweiten Halbzeit im Abschluss steigern und erzielte weitere Treffer. Diese große Hypothek zu Beginn des Spiels erwies sich allerdings als zu schwerwiegend, als dass man dem Favoriten aus Teningen nochmal hätte gefährlich werden können. Verdient ging das erste Spiel des Turniers mit 16:6 verloren.
Im zweiten Spiel ging es gegen den nächsten Regionalligisten und Gastgeber der HSG Willstätt, die zu diesem Zeitpunkt auch schon ein Spiel in den Knochen hatte. Die Alemannia zeigte sich erstaunlich frisch und hielt auf Augenhöhe mit dem zwei Ligen höher spielenden Gegner mit. Angeführt vom Zähringer Urgestein und Rückraumakteur Marius Schneider, der ein herausragendes Turnier spielte, zeigte die Alemannia eine starke Leistung. Ganz gereicht zur Sensation hat es leider nicht, am Ende zeigte die Anzeigentafel ein 12:15 aus Zähringer Sicht an, und dennoch konnte man mit der Leistung sehr zufrieden sein.
Zum Abschluss des Turniertages stand das spannende Spiel gegen die auffällig junge und talentierte Drittligavertretung des französischen Erstligisten Selestat Alsace Handball an. Beide Teams gaben Vollgas und feuerten aus allen Rohren. Entgegen den Erwartungen entwickelte sich das letzte Spiel des Tages zu einem offenen und offensiven Schlagaustausch, das den verbliebenen Zuschauern nochmal einiges an Unterhaltung bot. Letztlich konnte die Alemannia das Spiel sogar mit 20:19 für sich entscheiden, nachdem der letzte Gewaltwurf der Gäste eine Sekunde zu spät im Zähringer Gehäuse einschlug.
Mit dem Sieg im letzten Spiel und den allgemein guten Leistungen gegen die höher spielenden Gegner konnte der TSV – ausgenommen der mageren Wurfquote im ersten Spiel – mehr als zufrieden sein und empfahl sich laut Aussagen der Ausrichter für die nächsten Jahre erneut als Gast beim Willstätter Vorbereitungsturnier. Nach dem Turnier und einer kurzen dreitägigen Trainingspause steht für die Alemannia nun der letzte Teil der Vorbereitung mit Testspielen gegen den TuS Schutterwald und den TV Knielingen auf dem Programm, mit denen sich die Mannschaft bestmöglich auf die kommende Saison in der Verbandsliga vorbereiten will.