Die erste Mannschaft des TSV Alemannia Freiburg-Zähringen hat nach den herausragenden Leistungen der letzten Wochen mal wieder eine eher durchwachsene Vorstellung gezeigt, ging aber dank eines längeren Atems und einer ordentlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit trotzdem souverän mit 35:27 gegen den BSV Phönix Sinzheim als Sieger vom Feld. In der Jahnhalle führte einmal mehr der unermüdliche Kapitän und Rückraumschütze Felix Bühler sein Team mit 9 Treffern zum 9. Sieg in Folge.
Der Alemannia war zu Beginn der Partie ein wenig die Überheblichkeit resultierend aus den Erfolgen der letzten Spiele sowie damit verbunden eine träge Nachlässigkeit anzumerken. Die sich im Abstiegskampf befindenden Phönixe aus Sinzheim bespielten die offensive Abwehr der Heimmannschaft gnadenlos effizient und fanden immer wieder blitzsaubere Lösungen über Einläufer oder den Kreisläufer. Zusätzlich produzierten die Gäste kaum technische Fehler. Die Alemannia-Defensive entfachte aber auch überhaupt keinen Druck, um diese potenziellen Fehler zu erzwingen. So sahen die Fans in der Jahnhalle ein paradoxes Bild, wenn man die Tabellensituation – Dritter gegen Elften – mit dem Spielgeschehen verglich. Zwar fand die Alemannia gute Lösungen im Angriff, allerdings zog sich eine ungewohnte Abschlussschwäche durch das ganze Team zu Beginn des Spiels. Auch die Zähringer Torhüter erwischten in dieser Anfangsphase nicht ihren besten Tag. So kam das Gesamtbild zusammen, dass die Alemannia einfach nicht auf der Höhe des Spielgeschehens war. Die Folge war ein ständiges Hinterherlaufen, alle Änderungen brachten nix und so ging es mit einem zu diesem Zeitpunkt völlig berechtigten 14:18 für die Gäste in die Kabinen.
Mund abputzen, weiter machen – es war klar, dass nach den Wochen des Höhenfluges mal wieder eine schwächere Leistung folgen musste, doch die Mannschaft war gewillt, das Ergebnis in der zweiten Halbzeit durch eine ordentliche Leistungssteigerung zu drehen. Mit der Umstellung auf eine 5+1-Abwehr kam der Erfolg zurück. Die hintere Reihe stand nun deutlich kompakter und vorne auf der Spitze nervte Matze Behr die Sinzheimer Rückraumakteure im Aufbau. So erzielte die Alemannia viel mehr Ballgewinne als zuvor und kam so Stück für Stück durch schnelle Angriffe wieder näher heran. Eine Überzahlsituation in der 43. Spielminute nutzte die Alemannia als Initiator für einen entscheidenden 6:0-Lauf, von dem sich die Gäste nicht mehr erholten. Das Spiel war gedreht und der TSV konnte nun befreiter aufspielen und trieb so das Ergebnis weiter in die Höhe, während die Kräfte der Gäste, die größtenteils mit dem gleichen Kern durchspielten, zunehmend schwanden. Mittelmann Georg Blank erzielte die letzten beiden Treffer für seine blau-schwarzen Farben zum 35:27 Endstand. Auch wenn letztlich ein Erfolg zu Buche stand, sollte dieser Spielverlauf den Zähringern als Wachmacher dienen. Gerade in den nächsten zwei Spielen gegen zwei weitere Kellerkinder mit der SG Scutro und der SG Köndringen/Teningen 2 sollte man sich solche Schwächephasen nicht leisten, um die Gegner gar nicht erst ins Spiel kommen zu lassen. Anpfiff ist nächsten Samstag um 20 Uhr in der Riedhalle in Neuried-Ichenheim