Herren 2: Sich selbst endlich wieder gerecht geworden

Endlich: Im Heimspiel gegen den HTV Meißenheim 2 (15.03., 18:00, Jahnhalle) beweisen die Herren 2 Moral und werden sich selbst endlich wieder gerecht. Mit dem verdienten 43:18-Kantersieg gegen den Tabellenfünften beendet das Team um Trainergespann Schnepf/El-Ghussein, das nun zwischenzeitlich auf Platz 8 der Tabelle steht, die Negativserie der letzten Wochen und holt sich Selbstvertrauen für den Saisonschlussspurt.

Der Druck war hoch vor Anpfiff am vergangenen Sonntag in der Jahnhalle. Fünf Spiele in Folge war es vor allem die Abschlussschwäche gewesen, die die Mannschaft, die so souverän in die diesjährige Landesligasaison gestartet war, wertvolle Punkte gekostet hatte. Ein Sieg musste her, kann doch angesichts der insgesamt engen Tabellensituation jeder Punkt, jedes Tor am Ende über den Ligaverbleib entscheiden.

Und tatsächlich: Mit einer geradezu perfekten Anfangsphase startete Zähringen ins Spiel. Mit beherzter, kollektiv starker Abwehrleistung und einem bestens aufgelegten Fabian Krepper im Tor, der von Beginn an mehrfach spektakulär parierte und damit die Basis bildete für das Zähringer Tempospiel, erarbeitete sich die Mannschaft bis zur 10. Spielminute einen verdienten 7:1-Vorsprung. Neben einem abwehrstarken und gewohnt schnellen Moritz Bretz (10 Treffer) prägte insbesondere der Zähringer Rückraum den Beginn des Spiels. Mit viel Überzeugung und Druck auf die gemeinsam erspielten Lücken in der Meißenheimer Abwehr zwangen u. a. die Leistung von Lennart Bilger und ein überragender Mark Jaeger (9 Treffer) die Gäste zur frühen Auszeit.

Ohne Effekt: Zähringen ließ nicht nach, im Gegenteil. Defensive und Torhüter hielten Meißenheim trotz ihrer körperlichen Überlegenheit bis zur Halbzeit bei nicht mehr als 8 Gegentoren. Im Angriff trugen nun auch Marius Schneider, nach Verletzungsbeschwerden wieder mit an Bord und an diesem Abend in Topform, und Nico Kretschmar, der bei seinem Einstand für Zähringen auf der Rechtsaußenposition voll und ganz überzeugte und gleich 5 Treffer beisteuerte, ihren Teil dazu bei, dass Zähringen bis zum Ende des ersten Durchgangs auf 11 Tore davonzog (19:8-Halbzeitstand).

Auch nach Wiederanpfiff ließ der TSV keine Zweifel daran aufkommen, wer die beiden Punkte verbuchen würde. John Hötger zwischen den Zähringer Pfosten startete stark ins Spiel, vorne traf Vincent Idstein, dessen erster Einsatz nach längerer Verletzungspause die Mannschaft wie erwartet direkt verstärkte, auf Anhieb doppelt zum 20:9 und 21:10 (33. Minute). Mit Tempohandball zog Zähringen bis zur 54. Minute auf 20 Tore davon (37:17 durch Marius Schneider) und behielt auch dann einen kühlen Kopf, als die Gemüter frust- und schiedsrichterentscheidungsbedingt hochzukochen drohten (Disqualifikation für Cedric Huber, 52. Minute).

Mit Ernsthaftigkeit, bis zum Schluss starker Defensivarbeit (kurz vor Schluss blockte Sascha Winkler doppelt gegen den Meißenheimer Rückraum) und souveräner Torhüterleistung, vor allem aber endlich wieder mit der nötigen Konsequenz im Abschluss erspielt sich Zähringen letztlich einen verdienten 43:18-Heimsieg gegen den HTV Meißenheim, der genau zum richtigen Zeitpunkt kommt: Im Saisonschlussspurt geht es in den letzten drei Spielen um alles. Zum Auftakt des Schlussprogramms trifft der TSV am kommenden Samstag (28.03.) auswärts im Derby auf die SG Waldkirch/Denzlingen (20:00, Sporthalle Denzlingen). Zwei Punkte gegen einen altbekannten Gegner, der im Moment auf Platz 11 der Tabelle steht, sind Pflicht – angesichts der Leistung des vergangenen Wochenendes und der Qualitäten der Mannschaft aber auch ein absolut realistisches Ziel.