
Nach der ernüchternden 26:22-Niederlage im ersten Stadtderby binnen einer Woche gegen das Team der SFE sichern sich die Damen 1 nur wenige Tage später gegen die HSG Freiburg 3 zwei wichtige Punkte. Am Freitag, den 16.01., gewinnt das Team um Trainergespann Lebrecht/Joseph nach einer defensiv starken ersten Halbzeit mit 21:24. Damit hält sich die Mannschaft vorerst weiter unten den Top 3 der diesjährigen Landesliga Staffel 6.
Nicht mal eine Woche nach der Niederlage gegen die SFE, gleichermaßen verdient wie selbstverschuldet, bot sich den Damen 1 die Chance auf Wiedergutmachung, oder zumindest auf Triumph, in Form des ersten Stadtderbysiegs der Saison gegen die HSG Freiburg 3. Die geforderte Reaktion blieb trotz wenig idealer Bedingungen (Ausfälle und angeschlagene Spielerinnen, Freitagabend, „auswärts“ in der Wentzingerhalle – insgesamt mehr Trainings- als Ligaspiel-Flair) nicht aus: In der ersten Halbzeit stand das Zähringer Abwehrbollwerk bombenfest. Der Mittelblock um Nia Lebrecht hatte HSG-Spielmacherin Laura Keller vollends im Griff. Hinzu kam die gewohnt starke Defensivleistung von Svenja Friedlin und Lisa Arnold auf den Halbpositionen, die der Offensive der Heimmannschaft ein Durchkommen über weite Strecken der ersten Halbzeit nahezu unmöglich machte. Treffer aus dem Rückraum, wie der von Mona Nixdorf zum 2:2 in der 6. Spielminute, hatten Seltenheitswert; über das 2:7 durch Svenja Friedlin (13. Minute), 5:9 durch eine treffsichere und auch defensiv bestens aufgelegte Jana Knupfer (22. Minute) hielt Zähringen die HSG konstant auf Abstand. Der 8:13-Halbzeitstand spricht für sich, könnte man meinen – wäre da nicht die Chancenauswertung gewesen. Zähringen eroberte den Ball, erstickte Angriff um Angriff der HSG im Keim, parierte in der ersten Hälfte mehrfach souverän, wenn die Hausherrinnen ihre Außenspielerinnen doch in Wurfposition brachten, nur, um vor dem gegnerischen Tor so oft zu scheitern, dass der 5-Tore-Vorsprung zur Halbzeit fast schon peinlich war.
Das Problem: Die HSG bringt mit einigen technisch gut ausgebildeten Spielerinnen trotz ihrer derzeitigen Position im Tabellenkeller genug Qualität mit, um ein Spiel, in dem die Gegnerinnen Chancen so sporadisch nutzen, zu drehen. Entsprechend schleppend verlief der Beginn der zweiten Hälfte aus Zähringer Sicht. Insbesondere Rückraumrechts Hannah Mandery, verletzungspausenbedingt zum Wiedereinstieg an diesem Abend im Aufgebot der dritten Mannschaft, wenn auch sonst Stammspielerin im Regionalliga-Team der HSG, machte von der 30. bis zu 45. Minute den Unterschied: Ihrer 1:1-Stärke wegen lag der Defensivfokus der Zähringerinnen ganz auf der Halbposition, Mandery gelang es aber wieder und wieder, Rechtsaußen Alina Haikala in Szene zu setzen. Allein zwischen der 35. und der 45. Minute erzielte Haikala 6 ihrer insgesamt 8 Treffer. Dass Zähringen in der ersten Hälfte nicht davongezogen war, rächte sich: In der 45. Minute beim Stand von 17:16 für die HSG drohte das Spiel den Gästen zu entgleiten. Umso mehr ist der Kampf wert, den das Team von Lebrecht/Joseph in der Crunchtime trotz des Einbruchs lieferte. Lena Rimpf, insbesondere offensiv im gesamten Spiel überzeugend, traf nach einem 5:0-Lauf der Zähringerinnen in der 54. Minute zum 17:21, zwei weitere Wurfversuche der HSG aus guter Position über Rechtsaußen scheiterten. Auch chaotische Schlussminuten inklusive roter Karte nach Gesichtstreffer für die Zähringerinnen konnten dem TSV den Sieg nicht mehr nehmen. Am Ende gilt: Zwei Punkte sind zwei Punkte – und im Stadtderby fühlen sie sich manchmal an wie vier.
Die Chance, sich im Abschluss souveräner zu präsentieren, bietet sich den Damen 1 schon am kommenden Samstag, 24.01.: Im direkten Rückspiel gastiert die HSG 3 in der Jahnhalle (Anpfiff 20:00).
Es spielten für den TSV: Pauline Harder, Sarah Seemann; Lisa Arnold (6), Jule Büssing, Paulina Calma, Svenja Friedlin (2), Luisa Heilemann (2), Klara Hoffmann (1), Anna Hofmann, Jana Knupfer (5), Tina Kwenzer, Nia Lebrecht, Sofia Lösch (4), Mia Petrinic, Lena Rimpf (4), Hannah Schraivogel.









