Der TSV Alemannia Freiburg-Zähringen erfährt die dritte Niederlage am Stück und findet sich nach nun fünf Spieltagen mit 3:7 Punkten auf dem 11. Tabellenplatz wieder. Beim Heimspiel gegen den Mitaufsteiger des TVS 1907 Baden-Baden 2 präsentierte sich vor allem die Defensive als nicht sattelfest genug, um zwei Punkte für das eigene Konto zu besorgen. Überschattet wurde das Spiel durch eine schwere Kopfverletzung eines Spielers der Gästemannschaft aus Baden-Baden.
Wie nun schon zu oft in der Vergangenheit verschliefen die Zähringer die Anfangsphase komplett. Nach dem 2:2 in der vierten Spielminute durch Ruben Wohlfarth entglitt dem TSV das Spiel aus der Hand, der Sieben-Tore-Lauf der Gäste wurde einzig und allein durch eine Einzelaktion von Luca Schreiner unterbrochen, sodass die Alemannia früh einem hohen Rückstand hinterherlief als die Anzeige nach einer knappen Viertelstunde ein katastrophales 4:10 aus Zähringer Sicht anzeigte. In der Abwehr ließ man die Gäste wallten wie sie wollten und im Angriff reihte sich Fehler an Fehler oder es versagten die Nerven vor dem Tor. Mit der Herkulesaufgabe vor der Brust, diesen Rückstand zu egalisieren, stieg der Druck auf die Zähringer Akteure, jede Aktion erfolgreich zu beenden. Zwar kämpfte sich das Team heran und spielte die Angriffe nun wieder besser heraus, doch es sollte nicht wirklich gelingen, die Angriffe der Baden-Badener Gäste zu vereiteln. Immer wieder ließ die Zähringer Defensive Lücken zu, die die Gäste aus Sandweiher ausnutzten. So kam man im Verlauf der ersten Halbzeit im besten Moment nach Luca Schreiners erfolgreich verwandeltem Strafwurf auf vier Tore heran, musste dann aber aufgrund einer weiteren Schläfrigkeit in der Abwehr mit minus 5 in die Halbzeit beim Stand von 12:17.
Die zweite Hälfte begann mit dem üblichen Bild: Einen glockenfreien Wurf fischte Gästetorhüter Marc Jurack aus dem Eck, sein Team erhöhte im Gegenzug auf 13:18. Die Alemannia spielte zerfahren, ließ eine gute Struktur vermissen und kam so nicht richtig zu einer Aufholjagd. Der TVS zog erneut auf sieben Tore Vorsprung davon, die Alemannia konnte jedoch wieder auf 18:22 verkürzen. Nach Mael Boukharis schönem Anschlusstreffer zum 19:24 passierte dann das große Unglück: Der Gästelinksaußen rauschte durch eine beherzte Zähringer Abwehraktion mit dem Kopf gegen die Wand und zog sich dabei eine Platzwunde am Hinterkopf zu. Unter Heraneilen einiger Mitspieler, Gegenspieler und Zuschauer mit medizinischen Kenntnissen wurde er notfallmäßig versorgt und nach einer mehr als halbstündigen Spielunterbrechung in stabilem und bewusstem Zustand und unter Applaus aller Anwesenden in der Halle ins Krankenhaus geliefert. An dieser Stelle wünscht die TSV Alemannia Freiburg-Zähringen dem betroffenen Spieler alles Gute und eine schnelle Rückkehr aufs Feld.
Nach der gemeinsamen Entscheidung beider Teams sowie der Schiedsrichter, das Spiel fortzuführen, ging es munter weiter. Der Zähringer Uchenna Obi, der in der zweiten Hälfte ein starkes Spiel machte, tankte sich durch zum 20:24. Der TVS hatte jedoch stets eine Antwort parat. Auch lange Verteidigungssequenzen konnte die Alemannia nicht belohnen, da der Ball auch unter Zeitspiel seinen Weg ins Tor fand. Die offensive Manndeckung musste her, um Baden-Baden unter Druck zu setzen. Und tatsächlich verkürzte Moritz Bretz durch einen Doppelschlag nochmal auf 31:33, doch für mehr sollte es nicht reichen, denn die Zeit lief davon und der TVS spielte seinen letzten Angriff klug aus.
Die Alemannia kommt damit im knallharten Geschäft der Verbandsliga an und muss nun zusehen, die eigene Leistung schleunigst zu verbessern, um nicht langfristig in den Abstiegskampf verwickelt zu werden, sondern in der Mittelfeldregion oder noch weiter oben mitmischen zu können. Nächsten Samstag um 20 Uhr wartet mit dem Auswärtsspiel beim derzeitigen Tabellenführer des TSV Rintheim eine ganz schwere Aufgabe auf das Zähringer Team, welches jedoch alles daran setzen wird, einen oder zwei Punkte mit nach Hause zu nehmen.