Die Handballer des TSV Alemannia Freiburg-Zähringen bleiben das Team der Stunde in der Verbandsliga und holen auch daheim gegen den TSV Rintheim die nächsten zwei Punkte und schließt damit zur Spitzengruppe der Tabelle auf. Auch zwei kurze Schwächephasen kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit sowie Mitte der zweiten Halbzeit können das Freiburger Team nicht zum Einsturz bringen, am Ende gelingt ein souveräner 37:30 Erfolg gegen das Team aus dem Karlsruher Umland. Ein alles überragender Felix Bühler wirft sein Team mit 10 Treffern zum Sieg, während hinten Arne Palder zum in den letzten Wochen gewohnt starken Rückhalt avancierte. Wettbewerbsübergreifend stellt dies nun den sechsten Sieg in Folge für das Freiburger Team dar, welches sich zunehmend wieder fast auf dem Niveau von letztem Jahr bewegt, als man verlustpunktfrei Meister der Landesliga wurde. Das Hinspiel war allen Zähringern noch lebhaft in Erinnerung. Friedrich Krüger traf damals per direktem Freiwurf nach Ablauf der Spielzeit zum 31:30 Endstand für die Karlsruher und die Freiburger damals mitten ins Herz. Dementsprechend war Wiedergutmachung angesagt. Die Alemannia ging nach fünf aufeinanderfolgenden Siegen in Liga und Pokal mit breiter Brust ins Spiel, während dem TSV Rintheim nach drei Niederlagen in Folge das fehlende Selbstvertrauen anzumerken war.
Der Plan, von Anfang an Druck zu machen, ging voll auf: Zwei Ballgewinne der Zähringer Defensive führten zu den ersten beiden schnellen Treffern durch Lennart Ludwig und Linus Herzog. Diese frühe Führung konnte Moritz Bretz nach fünf Minuten auf 5:2 erhöhen, das Heimteam zeigte sich griffig in der Abwehr und allgemein sehr fokussiert und motiviert. Arne „die Spinne“ Palder hielt in dieser Phase nicht nur den ersten Strafwurf von Friedrich Krüger, sondern zog auch den Außenschützen der Gäste früh im Spiel mit spektakulären Paraden den Zahn. Das Team des TSV Rintheim steht allerdings nicht umsonst nach einer herausragenden Hinrunde unter den Top 3 der Liga und zeigte im Anschluss, dass es auch Handball spielen konnte. Allen voran Anton Feirabend wirbelte auf Halbrechts die Zähringer Defensive gehörig durcheinander und ermöglichte seinem Team gute Wurfchancen oder schloss selbst ab. Das war jedoch nicht genug für die völlig präsenten Zähringer. Mit einem unwiderstehlichen Tempospiel immer wieder über die linke Seite kam die Alemannia zum Torerfolg und führte – ehe man es sich versah – mit 10:4. Die Alemannia spielte teilweise schon früh in der Partie wie aus einem Guss und betonte die starke Form der letzten Spiele mit einer herausragenden Angriffsqualität. So erhöhte das Freiburger Team die Führung auf 11 Tore beim Spielstand von 18:7 in der 23. Spielminute und hätte locker auf 25 Tore erhöhen können, hätten Simon Eisenblätter und Philipp Böhringer nicht kurz vor der Halbzeit einen Pakt mit dem Gästetorhüter abgeschlossen, das gegnerische Tor nicht mehr zu treffen. Rintheim nutzte angestachelt durch ihren starken Torhüter die Chance, um noch einmal zu verkürzen, dennoch ging es mit einer komfortablen 20:13 Führung für den TSV aus Zähringen in die Kabinen.
Klar war jedoch, dass in einem weiterhin intensiven Spiel gegen schnelle und fitte Rintheimer nicht nachgelassen werden durfte. Das gelang der Alemannia erst vorzüglich, wodurch der Vorsprung verwaltet und stückweise nochmal auf 9 Tore ausgebaut werden konnte. Der hohe Kraftverschleiß machte sich jedoch so langsam auf beiden Seiten bemerkbar, immer wieder zogen beide Teams durch starke 1g1-Aktionen Zeitstrafen für das gegnerische Team heraus, 14 Hinausstellungen sollte es insgesamt gleichmäßig verteilt auf beide Teams geben. Eine dieser Unterzahlphasen des Heimteams nutzten die Gäste durch konsequentes Überzahlspiel, um erneut zu verkürzen. Rintheim machte jetzt ordentlich dampf, während die Alemannen im Angriff nicht mehr konsequent genug waren oder das Tor verfehlten. Ein vergebener Strafwurf des sonst so starken Felix Bühlers passte in dieser Phase ins Bild. Eine Viertelstunde vor Schluss war der Vorsprung auf vier Treffer davongeschmolzen. Es stellte sich die Frage, ob die Zähringer nochmal nervös werden und das Spiel tatsächlich aus der Hand geben sollten. Doch dem war nicht so. Linksaußen Linus Herzog war es, der seinen motivierenden Worten im Time-Out auch Taten folgen lassen sollte. Er erzielte die nächsten beiden Treffer für seine Farben und baute so wieder ein angenehmeres Polster auf. Ein kollektives Aufbäumen der Alemannia mit einer wiedererstarkten Abwehr verhinderte einen weiteren Lauf der Gäste. Hallensprecher Günther Wortmann fand beim 35:29 drei Minuten vor Schluss die richtigen Worte, der Drops war gelutscht, die Stecknadel war gefallen, der TSV Alemannia Freiburg-Zähringen holte den nächsten überzeugenden Sieg und sorgte somit für viele zufriedene Gesichter in der Jahnhalle in Zähringen.
Gleich nächsten Samstag zur gleichen Stunde um 20 Uhr lädt die Alemannia zum nächsten Heimspielkracher gegen die SG Muggensturm/Kuppenheim, bei welchem die Siegesserie fortgesetzt werden soll.