
Es war das erwartet zähe Spiel gegen die HSG Willstätt/Hanauerland, das die Zuschauer in der Jahnhalle am vergangenen Samstag, 21.02., zu sehen bekamen. Die Leistung im Hinspiel, die retrospektiv nur mit einem Zähringer Kollektivausfall erklärt werden kann, sollte wiedergutgemacht werden, koste es, was es wolle; am Ende steht ein 31:27-Arbeitssieg auf der Anzeigetafel. Zähringen erfüllt damit seine Pflicht und hält mit 18:6 Punkten nach 12 Spielen weiter den Anschluss an die Tabellenspitze der diesjährigen Frauen-Landesliga Staffel 6.
Gegen vergleichsweise dünn besetzte Willstätterinnen zeichnete sich von Anfang an ein ähnliches Bild, wie es bereits in einigen Spielen zuvor der Fall gewesen war: Zähringen verteidigte mit Hingabe und Präzision. Svenja Friedlin legte die linke Angriffsseite der Gäste mit überragender Defensivarbeit weitestgehend lahm, der Mittelblock um Luisa Heilemann, Nia Lebrecht und Jana Knupfer verdichtete das Zentrum über weite Strecken des Spiels konsequent und zwang die HSG zu langen, kräftezehrenden Angriffen – sofern vorher gemeinsam generierte Ballgewinne und daraus resultierende Gegenstoßtreffer, beides mehrfach versursacht von einer gewohnt schnellen und bestens aufgelegten Lisa Arnold (insgesamt 7 Treffer), die ansonsten oft langen Angriffe der Gäste nicht ohnehin im Keim erstickten.
Offensiv glänzte Lena Rimpf auf Rückraum Mitte mit Übersicht, Spielwitz und starken 1:1-Situationen und steuerte insgesamt 8 Treffer bei, hinzu kamen, insbesondere in der zweiten Hälfte, einige sehenswerte und enorm wichtige Treffer aus dem Rückraum von Luisa Heilemann (insgesamt 5 Treffer).
Das Problem: Insgesamt war die Chancenauswertung nicht konsequent genug, um sich von Beginn an auf mehr als sechs Tore abzusetzen (Halbzeitstand 16:11; 19:13, 35. Minute) und das Ergebnis so klar zu gestalten, wie die Dynamik des Spiels es eigentlich verdient gehabt hätte.
In Kombination mit mehr als einem unglücklichen Gegentreffer aus Situationen, die aus Zähringer Perspektive kaum als Wurfchance erkennbar waren, und dem Beinahe-Einbruch zwischen der 37. und der 42. Spielminute (19:15, 37. Minute; 20:17, 38. Minute; 22:20, 41. Minute) war der Weg zum dennoch verdienten Heimsieg an diesem Abend schwerer als erhofft und letztlich ein Resultat puren Willens und unermüdlichen Kampfgeists.
Das 31:27-Endergebnis spiegelt den Verlauf der Partie vielleicht nicht ganz wider; am Ende aber zählt der Sieg, mit dem sich das Team um Trainergespann Lebrecht/Joseph für das Hinspiel revanchiert.
Weiter geht es bereits am kommenden Sonntag, 01.03., um 18:00 gegen den TuS Schutterwald 2 (Jahnhalle). Im fünftletzten Spiel der Saison geht es für die Damen 1 um wichtige Punkte, will man den Platz an der Tabellenspitze doch so lang wie möglich halten und sich für eine bis hierher souveräne Saison belohnen.
Es spielten für den TSV: Pauline Harder, Lucija Tomic; Lisa Arnold (7), Jule Büssing, Paulina Calma, Svenja Friedlin (2), Luisa Heilemann (5), Klara Hoffmann, Anna Hofmann (1), Jana Knupfer (4), Tina Kwenzer (1), Nia Lebrecht (3), Michelle Merkt, Lena Rimpf (8).