Nach dem extrem knappen und hart umkämpften Sieg in letzter Sekunde samt „Buzzerbeater“-Tor vergangenen Samstag bei der SG Kappelwindeck/Steinbach gelang dem TSV Alemannia Freiburg-Zähringen im darauffolgenden Heimspiel gegen die SG Ohlsbach/Elgersweiher ein wahres Husarenstück. Das junge Freiburger Team fegte den Tabellenzweiten dank einer herausragenden Teamleistung und viel Spielfreude nur so vom Parkett und gewann völlig verdient auch in der Höhe mit 40:26 und zeigte dabei die mit Abstand beste Vorstellung der Saison. Die Alemannia spielte sich phasenweise in einen Rausch und verpasste der SG nach der Hinspielniederlage eine saftige Abreibung. Ruben Wolfarth bestätigte dabei seine herausragende Form und netzte ganze 11x, auch Matze Behr zeigte sich mit 7 Treffern torhungrig. Letztlich war aber das gesamte Team zu jederzeit voll präsent auf der Platte und jeder Spieler trug zu diesem Handballfest in der Jahnhölle bei.
Zu Beginn war noch die SG aus Ohlsbach das aktivere Team. Anführer Christopher Räpple dirigierte sein Team stimmig und riss durch tödliche Pirouetten Lücken in die Zähringer Defensive, die seine Mitspieler auszunutzen wussten. Nach fünf Minuten sah sich das Zähringer Team mit 2:4 im Hintertreffen. Die Alemannia drehte das Blatt jedoch prompt und sorgte durch einen frühen 6:0 Lauf – einzig unterbrochen von einer Zwei-Minuten-Strafe für den gegnerischen Kreisläufer und der darauffolgenden Auszeit von Elgersweiher – für ein angenehmes Vier-Tore-Polster. Schon hier zu Beginn ließ die Alemannia ihre spielerische Klasse aufblitzen, immer wieder lief der Ball gut durch die eigenen Reihen bis zum freien Mann und auch die Wurfquote war deutlich besser als noch in den Spielen zuvor, sodass man dem gegnerischen Goalie kaum eine Chance ließ. Das Gästeteam hatte dem enormen Tempo der Hausherren kaum etwas entgegenzusetzen, hielt aber offensiv selbst gut mit, sodass es mit einem 20:15 nach Felix Bühlers 7-Meter-treffer mit der Sirene in die Halbzeitpause ging.
In Hälfte zwei begann erneut die SG mit dem Tore werfen, Chris Räpple erzielte für seine Mannen den Anschlusstreffer, musste dann nach einem etwas zu beherzten Eingreifen in der zweiten Welle gegen Matze Behr aber folgerichtig Platz auf der Bank nehmen. Die Alemannia nutzte die Überzahl für drei weitere Treffer, diesmal über die Außen Moritz Bretz und Philipp Böhringer. Von da an merkte man, dass die Partie gelaufen war. Die SG kam nicht mehr mit, vertändelte wiederholte Male den Ball und lud den TSV zu einfachen Treffern ein. Die Alemannia zeigte sich erbarmungslos, machte wenig Fehler und bestrafte die des Gegners konsequent. So spielte sich das junge Team vor den Augen zahlreicher Fans in einen offensiven Rausch und schraubte das Ergebnis in die Höhe, Moritz Bretz gelang letztlich der goldene Treffer zum 40:26 Endstand.
Die Alemannia schöpfte ihr volles Potential aus und gewann somit hochverdient gegen eines der Spitzenteams der Liga und zeigt sich nun weiter hungrig nach Punkten.