Herren 1

Spielberichte Herren 1
06.05.2012, Landesliga Süd Herren
Alem. Zähringen - TV Gottmadingen 27:26 (12:12)
Ein Sieg zum Abschluss
von Johannes Brokhausen

Vergangenes Wochenende stand für uns das Endspiel gegen den TV Gottmadingen an. Aufgrund des Sieges des TV Sandweier am Vorabend war der Klassenerhalt jedoch gesichert, denn nun sollten nur noch zwei Mannschaften direkt absteigen und der Drittletzte in die Relegation gehen. Nichtsdestotrotz wollten wir natürlich die Saison versöhnlich und mit einem Sieg abschließen. Dies waren wir nicht nur den Zuschauern, die während der ganzen durchwachsenen Saison zu uns gehalten haben, sondern auch den Spielern und dem Trainer, die den Verein verlassen, schuldig. Von fehlender Motivation konnte daher nicht ausgegangen werden, wenngleich dennoch erkennbar war, dass die Luft zumindest ein wenig raus war.
Vollzählig saßen wir dementsprechend auf der Bank und erwarteten den Anpfiff. Traditionell verschliefen wir die Anfangsphase und ehe die Zuschauer sich versahen, stand es auch schon 2:6. Ungenaue Würfe, kreisab und Ähnliches machten uns das Spiel erneut schwer. Und auch beim 6:10 hatte sich daran nicht viel geändert, denn in der Abwehr fingen wir uns zu viele Schlagwurftore aus dem Rückraum. Dann schien die Mannschaft jedoch zu erwachen, denn der Abstand schrumpfte zusammen. Über 10:12 konnten wir dann mit einem 12:12-Unentschieden in die Kabine gehen. Wirklich zufrieden mit der Leistung war bis dato natürlich niemand. Das was wir uns vorgenommen hatten wurde leider noch nicht konsequent umgesetzt, aber andererseits hatten wir gegen Ende der ersten Hälfte den Rückstand eliminiert und vielleicht würden wir ja in der zweiten Halbzeit direkt weitermachen.
Nach dem zwischenzeitlichen 14:14 gelang uns dies dann auch erst einmal. Beim 18:15 hatten wir uns einen kleinen Vorsprung erarbeitet, der auch beim 21:18 noch Bestand hatte. Im weiteren Verlauf schlossen wir zwar im Angriff nicht immer sicher ab, doch im Zweifel holte sich nun die Abwehr die Bälle zurück. Gottmadingen kam daher nicht mehr besser ins Spiel, welches mehr oder weniger vor sich hin dümpelte. Man merkte langsam schon, dass es für beide Mannschaften nicht mehr wirklich um etwas ging. Während der TVG bereits als Absteiger feststand, konnten wir wie bereits gesagt auch nicht mehr auf den Relegationsplatz abrutschen. Über 24:21 und 27:24 kurz vor Schluss war die Partie damit eigentlich gelaufen, doch plötzlich, etwa 45 Sekunden vor Schluss, zeigte die Anzeigetafel nur noch ein 27:26 für uns an. Nach einer kurzen Auszeit war klar: Dieses Spiel sollte nicht so enden wie die Partie in Herbolzheim, als wir bei einem solchen Spielstand die Begegnung sogar noch verloren. Wir spielten also auf Zeit und die Sekunden tickten elendig langsam von der Uhr. Schließlich zeigten die Schiedsrichter Zeitspiel an und wir produzierten auch noch einen Schrittfehler. Zum Glück ertönte noch während dem langen Pass des gegnerischen Torwarts die Schlusssirene und der knappe Vorsprung wurde über die Zeit gerettet. Mit diesem Atemzug endete für uns die Landesligasaison 2011/2012.
Es war eine Saison mit wenigen Lichtblicken, aber leider viel Schatten. Nicht nur aufgrund mancher gezeigten Leistung, sondern auch persönlich, schließlich wurden viele Spieler bereits zu Rundenbeginn durch teilweise schwere Verletzungen geplagt. In einen richtigen Lauf kamen wir daher die ganze Runde über nicht mehr. Achtungserfolge konnten wir lediglich im Pokal durch Siege gegen die Eintracht, die HSG oder auch den Tabellenzweiten, die SG Waldkirch/Denzlingen einfahren. Im Saisonverlauf stechen dagegen sicherlich die Auswärtspartie in Herbolzheim, der Heimsieg gegen die SG Schramberg/Sulgen oder auch das Unentschieden gegen die Eintracht in der Hinrunde hervor. Viele Spieler wurden in die Mannschaft eingebunden, bspw. die beiden Vogt-Zwillinge, die insgesamt eine gute erste Saison im Herrenbereich absolvierten, oder kamen fortan auf anderen Positionen zum Einsatz. Diese Arbeit gilt es nun fortzuführen. Nicht mehr dabei sein wird Chris Müller, den es zurück in die Heimat zur HG Müllheim/Neuenburg zieht. Wir danken dir für die vergangenen Jahre und hoffen, dass du die Müllheimer durch deine Tore zurück in die Landesliga führen kannst. Weiterhin verzichten müssen wir fortan auf Matti Werner, der immer im Angriff auf der Halbrechten Position zum Einsatz kam und gerade in der Abwehr eine wichtige Stütze war. Er wird in Zukunft sportlich gänzlich kürzer treten und die Halle nun lediglich als Zuschauer betreten. Wir danken natürlich auch dir für deinen Einsatz und die Jahre in Zähringen, in denen du die jeweiligen Mannschaften immer mitgeprägt hast. Zuletzt möchten wir uns von Martin Vossler, unserem Coach in den vergangenen zwei Jahren verabschieden. Nach dem ganz gut verlaufenen ersten Jahr, hatte er diese Saison die undankbare Aufgabe, ein halbes Jahr lang ein Handballlazarett verwalten zu dürfen. Die Mannschaft kam im Zuge darauf nie richtig in Tritt und auch all sein Einsatz vermochte daran nichts ändern zu können. In Erinnerung bleibt dennoch eine gute Zeit, denn gerade im letzten Jahr stand ein großer Umbruch im Herrenbereich an, bei dem viele Spieler den Verein gewechselt hatten und wiederum zahlreiche neue Spieler neu eingebunden werden mussten. Dies gelang Dir, und dafür möchten wir uns auch ganz herzlich bedanken. Wir hoffen, dass es bei Dir in der Zukunft in Kenzingen erfolgreich weitergeht. Als neues Trainergespann stehen bereits Dominic Ruh und Leif Harting in den Startlöchern und man darf gespannt sein, wie die folgende Saison verlaufen wird. Wir bedanken uns bei all den Zuschauern, die regelmäßig den Weg zu unseren Spielen gefunden haben und trotz der teilweise ernüchternden Ergebnissen stets zu uns gehalten haben. Persönlich möchte ich mich auch bei allen bedanken, die sich die Zeit genommen haben, die Spielberichte immer mal wieder zu lesen. Vielen Dank und bis zur kommenden Saison.

Torschützen: Fabien Stoeffler 6, Kasten 5/3, Winkler 4, Brokhausen 4, Greven 2, Müller 2, Nico Stoeffler 2, Werner 1, Tsoulfas 1.
    
    
29.04.2012, Landesliga Süd Herren
SF Eintr. Freiburg - Alem. Zähringen 25:18 (10:5)
Derbyniederlage
von Johannes Brokhausen

Am vergangenen Sonntag mussten wir zum letzten Auswärtsspiel der Saison reisen. Doch so weit auswärts lag die Partie nicht, für einige war der Weg zur Sporthalle sogar kürzer als nach Zähringen, da es zum Derby gegen die Freiburger Eintracht in die Wentzingerhalle ging. Die Vorzeichen waren klar, schließlich spielte der Tabellendritte gegen den Neunten. Und dass dies kein Leckerbissen für Offensivbegeisterte Zuschauer werden würde, war auch klar, spielte doch die beste gegen die drittbeste Abwehr der Landesliga. Des weiteren sind beide Mannschaften nicht gerade für ihre Angriffsbemühungen bekannt, sondern stehen im Gegenteil bei den geschossenen Toren am untersten Tabellenrand. Es sollte also ein torarmes Spiel werden.
An den wenigen Gegentreffern wollte diesmal auch Bene seinen Anteil haben, der nach langer Verletzungspause endlich wieder ins Spielgeschehen eingriff und am Ende gar durchspielte. Verzichten mussten wir lediglich auf Alexis. Die Partie startete für uns jedoch nicht gut. Früh gerieten wir mit 3:1 in Rückstand, denn im Angriff kam nicht viel zu Stande. Die Würfe waren zu oft leichte Beute für den gegnerischen Keeper Eggert, der seinerseits auf gegnerischer Seite die komplette Begegnung durchspielte. Doch noch nicht genug, im weiteren Verlauf gerieten wir mit 6:2 in Rückstand und fanden kein geeignetes Mittel gegen die kompakte Abwehr. Bekamen wir einmal einen Siebenmeter zugesprochen, so konnten wir ihn nicht verwandeln. Mit zunehmender Dauer stand die Abwehr zwar ganz gut, und die Eintracht konnte nicht zu einfachen Toren kommen, doch ohne im Angriff zu punkten, konnten wir den Abstand auch nicht verringern. Nach dem zwischenzeitlichen 8:3 ging es daher mit einem 5-Tore- Rückstand in die Halbzeitpause (10:5). Wie erwartet wurden die Fehler, vor allem im Angriff, besprochen, wovon uns aber einige bereits klar waren. Dass wir diese Sachen nicht wie zuvor besprochen umsetzen konnten, lässt sich nicht erklären, waren die Vorgaben vor der Begegnung doch eigentlich ganz klar. Die Abwehr hingegen stand solide, lediglich kleinere Feinheiten wurden angemerkt.
Zum Start der zweiten Hälfte konnten wir dann auch zunächst verkürzen und den Abstand beim 13:10 auf drei Treffer verringern. Doch ab da stagnierte der Angriff für den Rest des Spiels. Die Eintracht erarbeitete sich Siebenmeter, lief Gegenstöße oder fand so die Lücke in der Abwehr. Kontinuierlich bauten sie ihren Vorsprung aus und beim 18:12 lagen wir erstmals mit sechs Treffern hinten. Die Auszeit, die zuvor besprochenen Spielzüge, die Wurfauswahl, alles wurde leider mehr oder weniger nicht wie gewünscht eingehalten. Die Siebenmeter gingen nach wie vor nicht rein, wobei wir Glück bei den jeweiligen Abprallern hatten und diese verwandelten. Dennoch stand es in der Folge 23:16 und mit einem Siebenmeter zum 25:18 ertönte die Sirene und die Partie fand ihr Ende. Leider hatten wir es nicht geschafft die Vorgaben adäquat umzusetzen. Erklärungen hierfür stehen noch aus, doch wird unter der Woche sicherlich noch eine kurze Besprechung erfolgen.
Am kommenden Wochenende steht uns jetzt jedenfalls ein echtes Endspiel ins Haus, wenn der TV Gottmadingen in unsere Jahnhalle kommt. Ein Sieg hierbei ist Pflicht, anderenfalls rutschen wir auf den Relegationsplatz ab. Es gilt daher für diese letzte Partie noch einmal alle verbleibenden Kräfte zu mobilisieren und 150 % zu geben, damit der Klassenverbleib gesichert werden kann.

Torschützen: Fabien Stoeffler 5/1, Nico Stoeffler 4, Werner 4, Müller 2, Greven 2, Brokhausen 1.
    
    
21.04.2012, Landesliga Süd Herren
Alem. Zähringen - TV St. Georgen 22:26 (12:13)
Zweite Niederlage in Folge
von Johannes Brokhausen

Nach dem Debakel in Waldkirch, welches keiner Erwähnung in Form eines Berichtes wert war, erwarteten wir zum vorletzten Heimspiel den TV St. Georgen. Ein Sieg in diesem Spiel würde uns den Klassenerhalt sichern, während eine Niederlage den Abstand auf den Relegationsplatz auf einen Punkt zusammenschrumpfen lassen würde. Die Vorzeichen waren also klar, wir mussten gewinnen. Mit von der Partie war nach langer Verletzungspause auch wieder Bene, so dass wir vollzählig in die Partie starten konnten.
Von Beginn an war zu spüren, dass dies eine enge Partie werden würde, die nicht gerade von einer Vielzahl an Toren geprägt sein würde. Die Gäste nutzten die sich ergebenden Chancen konsequent, während es bei uns etwas haperte. Dennoch blieb die Begegnung lange Zeit ausgeglichen. Über 4:4 und 8:8 lief die Partie vor sich hin, und auch beim 10:10 hatte sich keine Mannschaft absetzen können. Knappe 10 Sekunden vor dem Pausenpfiff kassierten wir noch ein unglückliches Tor, welches uns mit einem 12:13-Rückstand in die Kabine gehen ließ. Diskutiert wurden hier wieder die üblichen Probleme: Die Abschlussschwäche im Angriff und die Unkonzentriertheiten in Angriff wie Abwehr. Vor allem kamen wir nicht ins Tempospiel und mussten uns jedes Tor über den Positionsangriff erkämpfen.
Wirkung zeigte dies Anfang der zweiten Hälfte jedoch nicht. Die Zeitstrafen fingen an sich zu häufen und im Handumdrehen lagen wir mit 13:17 hinten. Bis zum 16:19 hatte sich hieran nichts geändert, nach wie vor haderten wir unnötigerweise zu viel mit dem Schiedsrichtergespann, anstatt unsere Torchancen sicher auszunutzen. Befanden wir uns ausnahmsweise mal in einer Überzahlsituation, so gelang es uns erneut nicht diese adäquat zu nutzen. Doch plötzlich konnten wir wieder Selbstvertrauen tanken, die Abwehr fing an sicherer zu stehen und für eine kurze Phase schlossen wir auch konsequent und konzentriert ab. Das 20:19, die erste Führung seit langer Zeit, war die Folge. Doch dies hatte viel Kraft gekostet. Scheinbar zu viel, um dem Gegner weiter Paroli bieten zu können. St. Georgen erzielte fünf Treffer in Folge und der 4-Tore-Rückstand war wiederhergestellt (20:24). In der verbleibenden Spielzeit schwächten wir uns weiterhin selbst und konnten an dem Resultat nichts mehr ändern. Mit 22:26 ging die Partie daher leider verloren.
Nach dieser Niederlage stecken wir mehr denn je im Abstiegskampf, lediglich ein mageres Pünktchen trennt uns momentan vom Relegationsplatz und am kommenden Wochenende müssen wir auch noch ausgerechnet zum Tabellendritten Eintracht Freiburg, gegen die wir uns immer schwer getan haben. Es stehen somit zwei heiße letzte Wochen bevor, in denen es um Alles oder Nichts gehen wird. Wir hoffen, dass Sie uns trotz der vergangenen Resultate die Treue halten, damit wir mit Ihnen im Rücken den Klassenerhalt schaffen können, und Sie auch in der kommenden Saison Landesligahandball in der Zähringer Jahnhalle anschauen können.

Torschützen: Brokhausen 5, Kasten 4/4, Philipp Vogt 4, Fabien Stoeffler 4, Nico Stoeffler 3/1, Winkler 2.
    
    
14.04.2012, Landesliga Süd Herren
SG Waldk./Denzl. - Alem. Zähringen 40:22 (18:11)
Ohne Kommentar
von Johannes Brokhausen

Eine derart schwache Leistung, wie am vergangenen Wochenende, ward wohl schon lange nicht mehr gesehen. Die Tormaschine aus Waldkirch überrollte uns ohne Probleme, es war kaum zu merken, dass beide Mannschaften in der gleichen Klasse spielen. Auf nähere Einzelheiten soll hier auch direkt verzichtet werden, ein klärendes Gespräch unter der Woche sollte Aufschluss über die Ursachen des Spielausgangs geben.

Torschützen: Kasten 9/5, Winkler 3, Nico Stoeffler 3, Fabien Stoeffler 2, Philipp Vogt 2, Felix Vogt 1, Brokhausen 1, Müller 1.
    
    
24.03.2012, Landesliga Süd Herren
Alem. Zähringen - SG Schramberg 1858 29:27 (15:16)
Heimsieg gegen den Tabellenzweiten
von Johannes Brokhausen

Nach der Heimniederlage gegen HSG Konstanz 2 erwarteten wir zu einem weiteren Heimspiel die Gäste aus Schramberg. Dass dies kein einfaches Spiel werden würde zeigte bereits die Tabelle, spielte doch der Zweite gegen den Achten. Besonderes Augenmerk wollten wir auf Martin Füchter legen, dem torgefährlichsten Angreifer der Gäste. Zudem sollte das schnelle Spiel der Schramberger im Keim gestoppt und die zweite Welle unterbunden werden. Mit von der Partie war diesmal wieder Alexis, der auch unter der Woche gut mit trainieren konnte. Dennoch sollte seine Einsatzzeit möglichst gering gehalten werden, damit die Nachwirkungen der OP noch weiter verheilen können. Auch Chris war mit von der Partie, so dass wir lediglich auf Bene verzichten mussten. Gecoacht wurden wir von Leif und Mattex, die ihre Sache sehr gut machten und immer wieder für Ruhe sorgten oder uns in ihren Ansprachen motivierten. Martin hat nun seine Strafe abgesessen, so dass er dann im kommenden Spiel wieder auf der Bank Platz nehmen kann.
Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase (3:3) konnten wir durch vier Tore in Folge auf 7:3 davonziehen. Dann kassierte Füchter durch einen Stoß in den Rücken von Fabien bei einem Gegenstoß eine völlig unnötige, aber berechtigte Rote Karte. Schramberg schien dies zu beflügeln, die Spieler waren auf einmal mehr angespornt. Plötzlich war die Partie wieder ausgeglichen (8:8; 12:12), doch damit nicht genug, bis zur Pause fingen wir uns nicht mehr richtig. Mit einem marginalen Rückstand von 15:16 ging es dann in die Kabine. Die diesmal etwas unruhigere Atmosphäre wurde letztlich durch die Ansprachen von Mattex und Leif wieder geordnet und wir kehrten hochmotiviert zurück auf das Spielfeld.
Die zweite Hälfte war daraufhin gekennzeichnet von einer Wiederholung des immer gleichen Musters. Wir konnten auf wenige Treffer davonziehen, ehe Schramberg auf kurz oder lang wieder ausglich. Führten wir zunächst mit 19:17, so stand es kurze Zeit später wieder 19:19. Kurz darauf zogen wir auf 24:21 davon, doch beim 25:25 ging das Spiel wieder von vorne los. Unsere Leistung schwankte zwischenzeitlich zu stark, um für klare Verhältnisse sorgen zu können. Doch die Abwehr konnte im entscheidenden Moment immer wieder zupacken und Schramberg von weiteren Torerfolgen abhalten. Nun schafften wir es zwei Treffer in Folge zu erzielen und auf 27:25 vorzulegen. Die letzten fünf Minuten standen unmittelbar bevor. Doch diesmal schafften wir es die notwendige Konzentration beizubehalten und lange Angriffe zu spielen. Eine halbe Minute vor Schluss wurde dann von den Schiedsrichtern Zeitspiel angezeigt, doch über einen Freiwurf kamen wir zum Torerfolg und legten auf 29:27 vor. Schramberg konnte die verbleibende Zeit nicht mehr nutzen und somit stellte dies auch den Endstand dar.
Ü berglücklich feierten wir im Anschluss gemeinsam mit den Zuschauern das gute Spiel und die tolle Atmosphäre. Nun heißt es für uns erst einmal regenerieren, steht doch das nächste Spiel erst Mitte April an. Doch dies findet bei dem torreichsten Angriff der Liga bei der SG Waldkirch/Denzlingen statt. Dort gilt es die Kreise des Top-Torschützen Fabian Strübin einzugrenzen und mit der offensiven 3:3-Abwehr klarzukommen. Wir werden versuchen die Fehler aus unserem Hinrundenspiel auszumerzen und die positiven Aspekte aus unserem Pokalerfolg mitzunehmen. Und vielleicht schaffen wir es ja einen wichtigen Punkt gegen den Abstieg einzufahren.

Torschützen: Fabien Stoeffler 8, Brokhausen 6, Nico Stoeffler 5, Philipp Vogt 4, Werner 3, Greven 2, Tsoulfas 1.
    
    
17.03.2012, Landesliga Süd Herren
Alem. Zähringen - HSG Konstanz 2 27:31 (14:13)
Ärgerliche Niederlage
von Johannes Brokhausen

Nach dem Auswärtssieg in Müllheim erwarteten wir am vergangenen Wochenende die Reserve der Konstanzer Drittligamannschaft in der Jahnhalle. Konstanz 2 hatte in dieser Saison schon viele knappe Ergebnisse, gewann jedoch am ersten Spieltag gegen Herbolzheim und schlug auch uns in der Partie am Bodensee recht deutlich. Wir hatten somit Wiedergutmachung zu betreiben. Abhängig würde dies sicherlich auch davon sein, inwiefern bei den Gästen Spieler aus der A-Jugend Bundesligamannschaft aushelfen würden. Bei uns fehlte nach wie vor Alexis, der aber mittlerweile wieder ins Training eingestiegen ist und gute Fortschritte macht. Ihn spielen zu lassen wäre momentan aber zu fahrlässig, sollte doch eine erneute Verletzung nicht riskiert werden, sondern das vollständige Auskurieren im Vordergrund stehen. Selbiges gilt für Benne, der zwar auch fleißig mit trainiert, aber ebenso nach wie vor Schmerzen hat und diese Saison, wie auch bereits unmittelbar nach Erleiden der Verletzung festgestellt, nicht mehr ins Spielgeschehen eingreifen wird. Chris wiederum war wieder einsatzbereit, wird aber auch noch geschont, damit auch seine Verletzung vernünftig verheilen kann. Ansonsten konnten wir auf den vollen Kader zurückgreifen und in die Begegnung starten.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten und einem 4:2-Rückstand fanden wir in der Folge besser in die Partie. Beim 6:4 schienen wir auf einem guten Weg zu sein, die Abwehr stand gegen den Konstanzer Rückraum sehr gut, kassierte allerdings den einen oder anderen Treffer über den Kreis. Nach einigen Fehlversuchen im Angriff drehte sich das Spiel wieder, und wir lagen erneut mit zwei Toren im Hintertreffen (10:12). Bis zur Halbzeit schafften wir es jedoch uns zu fangen. Das 14:13 zum Pausenpfiff war die verdiente Folge.
In der Kabine wurde an unsere Angriffsbemühungen appelliert. Zahlreiche vergebene Gegenstöße oder freie Würfe hatten ein besseres Resultat verhindert, während die Abwehr Schwerstarbeit zu verrichten hatte. Es galt also dieses Ungleichgewicht auszugleichen und unsere eigenen Bestrebungen auch zu belohnen.
Die zweite Halbzeit war dann hart umkämpft, das Spielgeschehen wogte hin und her und Konstanz ließ sich nicht beirren. Nach einer 18:16-Führung lagen wir plötzlich mit 18:19 hinten. Dann konnten wir allerdings erneut vorlegen, ein 2-Tore-Vorsprung stand beim 23:21 zu Buche. Besonders der gegnerische Mittelmann bereitete uns in dieser Phase große Probleme. Wenngleich nicht groß gewachsen, so schenkte er uns dennoch einen Schlagwurf nach dem anderen ein. Knackpunkt der Begegnung war dann vielleicht das 24:24. Die Gäste kassierten eine Zeitstrafe, doch uns gelang es nicht, dies auszunutzen, im Gegenteil: Die HSG erzielte drei Treffer in Folge und wir lagen plötzlich mit 27:24 hinten. Auf mehr als zwei Treffer kamen wir in der Folge nicht mehr heran. Konstanz erzielte beim 29:27 noch einmal zwei Treffer während unserer Manndeckung und gewann letztlich mit 27:31.
Wir zeigten über weite Strecken eine akzeptable Abwehrleistung, doch die Chancenauswertung im Angriff war einfach nicht genug. Dies galt diesmal für jeden Spieler, die Fehler wurden in der Summe einfach zu zahlreich. Mehrere Gegenstöße wurden vergeben, zahlreiche Würfe landeten am Pfosten. Wir konnten uns daher leider nicht selbst belohnen, sondern mussten in die Niederlage fügen. Gerade in dieser Phase des Abstiegskampfes erwartet uns nun am kommenden Wochenende ausgerechnet die SG Schramberg 1858. Der Tabellendritte bezwang uns nicht nur in der vergangenen Saison in beiden Spielen, sondern gewann auch die Hinrundenpartie. Wir müssen somit auf einen spielstarken und ambitionierten Gegner gefasst sein, dem wir hochkonzentriert entgegentreten müssen, um einen Punktgewinn erzielen zu können.

Torschützen: Fabien Stoeffler 12, Nico Stoeffler 5/2, Brokhausen 4, Müller 3/1, Greven 2, Philipp Vogt 1.
    
    
10.03.2012, Landesliga Süd Herren
HG Müllh./Neuenb. - Alem. Zähringen 20:24 (9:9)
Abwehr als Schlüssel zum Erfolg
von Johannes Brokhausen

Am 20. Spieltag mussten wir zur HG Müllheim/Neuenburg reisen. Letzte Saison mussten wir hier eine bittere 29:26-Niederlage einstecken und in der Hinrunde verloren wir zu Hause mit 23:27. Es war also Wiedergutmachung angesagt. Erfreulicherweise konnte Chris auch wieder auf der Bank Platz nehmen, auch wenn er letztlich nicht zum Einsatz kommen sollte. Die Langzeitverletzten Alexis und Benne fehlten allerdings weiterhin, ebenso wie Gideon. David plagt sich weiterhin mit seiner Handverletzung, konnte aber dank der Hilfe von Bernard am Spielgeschehen teilnehmen. Schlüssel an diesem Wochenende sollte wieder die Abwehrarbeit sein, während wir im Angriff ruhiger spielen sollten. Die Angriffe sollten konzentriert und sicher aufgebaut werden, überhastete Abschlüsse vermieden werden.
Von Beginn an kamen wir sehr gut in die Partie. Blitzschnell führten wir durch drei Treffer von Fabien mit 3:0, unsere zweite Phase funktionierte gut. Doch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit wurden wir wieder nachlässiger und Müllheim konnte Tor um Tor verkürzen. Beim 8:7 gerieten wir sogar in Rückstand und bis zur Pause konnten wir uns nur ein 9:9 erarbeiten. Dies konnte uns natürlich nicht zufriedenstellen und die Knackpunkte, an denen das Spiel bis dato haperte, wurden in der Kabine besprochen.
Hochmotiviert kamen wir aus der Kabine zurück. Wir konnten den Gastgebern gleich den Schneid abkaufen und erneut auf drei Treffer davonziehen (11:14). Doch diesmal blieben wir auch in der Folge überwiegend konzentriert. Beim Stand von 16:18 starteten wir erneut eine kleine Serie und beim 16:21 war die Partie fast schon gelaufen. Müllheim reagierte allerdings noch einmal, nahm zwei Spieler in Manndeckung und hoffte auf diese Weise das Spiel wieder enger gestalten zu können. Doch wir spielten endlich in dieser Saison einmal ruhig weiter, spielten die Angriffe lange aus und schlossen einigermaßen gut ab. Am Ende konnten wi durch den 24:20-Sieg zwei enorm wichtige Auswärtszähler einfahren.
Ein schönes Spiel war es auch diesmal nicht, erneut orientierten wir uns zu sehr am Spiel des Gegners. Doch aufgrund der starken Abwehr und den konzentrierten Abschlüssen im Angriff konnten wir verdient gewinnen. Ein herzliches Dankeschön auch an dieser Stelle wieder für die zahlreich erschienenen Fans, die uns trotz der bis dato wenig erfolgreichen Saison nach wie vor die Treue halten. Wir werden weiterhin versuchen gute Ergebnisse zu erzielen und das Beste aus den verbleibenden Spielen herauszuholen.

Torschützen: Fabien Stoeffler 7, Nico Stoeffler 5, Brokhausen 3, Werner 3, Kasten 3/2, Philipp Vogt 2, Winkler 1.
    
    
03.03.2012, Landesliga Süd Herren
Alem. Zähringen - TV Pfullendorf 26:20 (9:10)
Wichtiger Heimsieg
von Johannes Brokhausen

Am ersten Märzwochenende erwarteten wir den TV Pfullendorf zum Heimspiel. Die Gästemannschaft konnte bislang auswärts noch keinen Punkt gewinnen, doch waren einige Ergebnisse mehr als knapp. Ungeachtet dessen war für uns jedoch ein Sieg so oder so Pflicht, im Abstiegskampf benötigen wir alle greifbaren Zähler. Mit Chris Müller konnte auch endlich wieder einer der bereits länger verletzten Spieler wieder auf der Bank Platz nehmen, Alexis, Benne und Gideon fehlten allerdings weiterhin. Martin wird uns zudem für vier Wochen bei den Spielen nicht coachen dürfen, seinen Platz übernimmt Dominic. Auch Dominic streifte sich wieder einmal für den Notfall das Zähringer Trikot über.
Nach dem, bis auf die letzte Minute, sehr guten Spiel in Herbolzheim gingen wir hochmotiviert in die Partie, doch verlief der Start schleppend. Über lange Zeit lagen wir mit einem Treffer hinten (3:4; 5:6) und schafften es auch nicht, bis zur Halbzeit eine Führung herauszuspielen. Zu viele Unkonzentriertheiten und ungenaue Abschlüsse im Angriff verhinderten dies. Die Abwehr stand aber immerhin ganz gut, so dass wir mit einem 9:10 zur Pause leben mussten. Zufrieden konnte damit natürlich niemand sein, dementsprechend verlief dann auch die Pausenansprache.
Zum Glück schafften wir es dann auch direkt zu Beginn der zweiten Hälfte konzentrierter zu agieren. Beim 12:12 hatten wir die Partie wieder ausgeglichen, dann erzielten wir drei Tore in Folge und konnten auf 15:12 vorlegen. Doch schön war die Partie wahrlich nicht. Pfullendorf lief immer wieder an, stach immer wieder in die Deckung rein, ohne dass große spielerische Feinheiten zu sehen waren. Wir passten uns dem aber leider an. Die Zuschauer sahen dadurch ein umkämpftes Spiel, das aber für Taktiker nichts zu bieten hatte. Zu all dem Überdruss war die Partie beim 18:17 auch plötzlich wieder vollkommen offen. Doch wir konnten den Drang der Gäste unterbrechen und beim 21:18 erneut auf drei Treffer davonziehen. Pfullendorf wurde nun merklich offensiver, nahm zunächst einen Spieler in Manndeckung, stellte in der Folge aber auf eine komplette Manndeckung um. Wir konnten die sich nun ergebenden Freiräume allerdings mehr oder weniger gut ausnutzen und am Ende mit 26:20 gewinnen. Das Ergebnis täuscht allerdings über den Verlauf, die Partie war lange Zeit deutlich enger, der Endstand bildete gar die größte Führung des Spiels. Schön war das nicht, effektiv auch nicht unbedingt. Aber es sprang ein Sieg für uns heraus, und das ist es schließlich, was am Ende zählt.
Nichtsdestotrotz müssen wir am kommenden Wochenende in Müllheim selbstverständlich anders auftreten. Aufgrund der Niederlage in der Hinrunde haben wir hier ohnehin noch Wiedergutmachung zu betreiben. Wir werden uns also unter der Woche darauf konzentrieren, die Fehler aus dem Pfullendorf-Spiel abzustellen und uns gut auf Müllheim vorzubereiten. Wir werden alles daran setzen auch aus diesem Spiel zwei Punkte mitzunehmen.

Torschützen: Fabien Stoeffler 4, Nico Stoeffler 4/1, Greven 4, Kasten 4/4, Philipp Vogt 3, Brokhausen 3, Werner 2, Winkler 1, Müller 1.
    
    
25.02.2012, Landesliga Süd Herren
TV Herbolzheim - Alem. Zähringen 22:21 (8:7)
Unverdiente Niederlage
von Johannes Brokhausen

Ausgerechnet in dieser wichtigen Phase des Abstiegskampfes mussten wir zum Klassenprimus nach Herbolzheim fahren. Die Duelle mit dem TVH boten in der Vergangenheit immer höchste Brisanz und waren unabhängig von den jeweiligen Tabellenpositionen auch immer hart umkämpft. Nachdem die Herbolzheimer zuletzt gegen die SG Waldkirch/Denzlingen einen Punkt liegen ließen, und wir uns nach wie vor im Tabellenkeller befinden, wurde die Brisanz noch einmal verschärft. Außerdem trafen zwei der besten Abwehrreihen der Liga aufeinander (zweit- und drittbeste Abwehr). Mit Erik Ziehler stand zudem der beste Ligatorschütze in Reihen der Herbolzheimer. Verletzungsbedingt fehlten uns weiterhin Bene, Alexis, Chris und Gideon. David konnte hingegen, wenn auch gehandicapt, wieder ins Spielgeschehen eingreifen.
Dementsprechend angespannt begann auch die Partie, wobei speziell der TVH zunächst etwas gelähmt agierte. Nach einer anfänglichen 2:1-Führung konnten wir uns auf 5:2 absetzen; Herbolzheim reagierte prompt und nahm die erste Auszeit. Diese zeigte dann auch unmittelbare Wirkung und beim 6:6 ging das Spiel von Neuem los. Zwar zog sich diese Aufholjagd über einen langen Zeitraum hin, es waren nunmehr bereits 23 Minuten gespielt, doch wir kamen nicht mehr so gut zum Torerfolg. Unsere Abwehr stand dennoch bärenstark und so gelangen dem TVH keine einfachen Tore. Mit einem knappen 8:7-Vorsprung für die Gastgeber ging es dann in die Kabine, die Vorzeichen, dass es eine Abwehrschlacht werden würde, bewahrheiteten sich schon jetzt.
Für uns galt es die Konzentration zu behalten und weiter clever zu agieren. Wir nahmen uns vor allem vor, nicht überhastet abschließen sondern geduldig auf unsere Chancen zu warten. Im Angriff wurden einige Fehler besprochen und Feinjustierungen vorgenommen.
Doch zu Beginn der zweiten Hälfte waren es zunächst die Gastgeber, die auf 12:10 vorlegen konnten. Doch auch dies brachte uns nicht aus dem Konzept, im Gegenteil. Beim 15:16 lagen wieder wir in Front, ehe beim 19:18 die Vorzeichen sich wieder umgekehrt hatten. Bereits jetzt waren die Nerven der Zuschauer, ungeachtet dessen, was noch passieren würde, bis zum Bersten angespannt. Im Angriff sorgten nun Fabien, Nico, David und Matti mit ganz starken, aufopferungsvollen Aktionen zunächst für den Ausgleich, im weiteren Verlauf sogar für die Führung, die dann noch um ein weiteres Tor ausgebaut werden konnte. Drei Treffer in Folge führten eine Minute vor dem Spielende für die 21:20-Führung. Alexis, Rawi, der mittlerweile mit einer Roten Karte bedachte Sascha und die mitgereisten Fans feierten bereits. Doch dann geschah das Unglaubliche. Zunächst verkürzte der TVH auf 20:21. Dann unterlief uns ein Stürmerfoul und die Gastgeber liefen einen Gegenstoß und glichen aus. Anschließend versuchten wir, warum weiß im Nachhinein keiner mehr, eine schnelle Mitte, bei der wir den Ball verloren. Der TVH warf von der Mittellinie auf das nahezu leere Tor, Olli war heraus geeilt. Der Ball landete zwar nicht im Tor, aber genau so an der Latte, dass er Richtung Sechsmeter-Kreis zurücksprang und in den Händen des TVH landete. David konnte zwar noch foulen, doch bei einer Spielzeit von 59:58 Minuten gab es noch einmal Strafwurf. Diesen verwandelte Boris Hüglin, doch die Schiedsrichter hatten die Spielzeit zunächst runter laufen lassen wollen, so dass der Strafwurf wiederholt werden musste. Doch auch im zweiten Anlauf wurde sicher verwandelt und wir blieben fassungslos zurück, hatten wir doch einen Sieg unglaublich leichtfertig aus den Händen gegeben, und nicht einmal das Unentschieden gesichert. Letzteres wäre aber sicherlich mehr als verdient gewesen, der TVH hätte sich weder über ein Unentschieden, noch über eine Niederlage, bedenkt man die Führung unmittelbar vor Schluss, beklagen können.
Ein weiterer bitterer Beigeschmack hinterläßt die drohende Sperre von Trainer Martin Vossler. Nichtsdestotrotz zeigte die Mannschaft ihre bis dato wohl beste Saisonleistung. 59 Minuten lang spielten wir sehr guten Handball und eine wahnsinnig starke Abwehr. Fabien vollstreckte souverän, Matti entwickelte enormen Druck, David entwickelte einen starken Offensivdrang und schloss sehr clever ab, Nico zog gekonnt die Fäden im Angriff und riss Lücken für die Nebenleute oder warf sich selbst ins Getümmel, Sascha leistete eine Bärenabwehrarbeit gegen Jochen Reymann und Philipp Vogt glänzte durch eine gute Übersicht und Konzentration beim Torwurf. Es gilt nun, dies mitzunehmen und die letzte Spielminute irgendwie aus den Köpfen zu streichen, um sich unter der Woche auf das Spiel gegen Pfullendorf am kommenden Wochenende vorzubereiten. Ein Sieg wäre enorm wichtig, sind wir in der Tabelle doch erneut nac unten abgerutscht. Wir würden uns über eine volle Halle und viel Unterstützung freuen, denn gerade diese Unterstützung war in Herbolzheim wieder ausgezeichnet und hat vermutlich auch seinen Teil zu unserer guten Leistung beigetragen.

Torschützen: Fabien Stoeffler 5, Kasten 5/3, Philipp Vogt 4, Werner 4, Nico Stoeffler 2, Brokhausen 1.
    
    
11.02.2012, Landesliga Süd Herren
Alem. Zähringen - ESV Weil 26:22 (11:7)
Zäher aber wichtiger Heimsieg
von Johannes Brokhausen

Zum vierten Rückrundenspiel erwarteten wir den ESV Weil in der Jahnhalle. Die Mannschaft um Topscorer Markus Schönmüller trat in dieser Saison bisher äußerst heimstark auf, während bei den Auswärtsspielen deutliche Schwankungen auftraten. Mit einem um sechs Punkte besseren Punktekonto waren die Vorzeichen jedoch klar. Dennoch galt für uns die Devise: Zwei Punkte sind im Kampf gegen den Abstieg Pflicht. Verletzt fehlte uns nach wie vor Alexis, dessen Knie nach wie vor den Umfang von mindestens zwei, eher mehr, Knien hat. Bene fehlte natürlich auch weiterhin verletzt, ebenso wie Gideon, der sich im Pokalspiel der zweiten Mannschaft unter der Woche einen Nasenbeinbruch zugezogen hatte. Währenddessen könnte David zumindest für die Siebenmeter erneut Platz auf der Bank nehmen. Auch Dominic stellte sich, trotz der zahlreichen Beschwerden, erneut in den Dienst der Mannschaft und stand für den Notfall zur Verfügung.
Vom Start weg fanden wir gut in die Partie und konnten durch unsere zweite Phase zu schnellen Treffern kommen und auf 3:1 vorlegen. Bis zum 7:5 blieb es bei dieser knappen Führung, doch durch zwei Treffer in Folge konnten wir eine 4-Tore-Führung herauswerfen. Besonders die Abwehr stand in dieser Phase sehr gut, Matti und Sascha leisteten eine Bombenabwehr gegen den gegnerischen Kreisläufer. Außerdem konnte Nico die Kreise von Markus Schönmüller deutlich eingrenzen und ging immer wieder energisch dazwischen. Kam dennoch mal ein Wurf aufs Tor, stand dort immer noch Olli, den es zu bezwingen galt. Bis zur Halbzeit konnten wir die Führung dann in der Höhe halten. Während der letzte Wurf am Innenpfosten landete und den Weg nicht mehr ins Tor fand, ging es mit einer 11:7-Führung in die Pause. Auch wenn der Angriff nicht so sauber und flüssig wie erhofft lief, elf Treffer sind ja nun wahrlich nicht viel, so war doch wenigstens die Abwehr sehr zufriedenstellend. Dies besprachen wir dann auch in der Kabine: weiterhin solide Abwehrarbeit leisten, nie zurückgehen sondern den Gegner immer herausschieben, und im Angriff diverse Spielzüge immer und wieder abspulen. Dies galt es umzusetzen.
Kaum kamen wir aus der Kabine, begannen wir auch schon damit. Weil hatte uns in dieser Phase nichts entgegenzusetzen und wir konnten auf 16:8 davonziehen. Diese Führung konnten wir dann bis zum 20:12 auch behaupten, ehe die Luft aus dem Spiel etwas zu entweichen schien. Leichte Unkonzentriertheiten schlichen sich ein und Weil konnte den Abstand verkürzen. Über 22:16 und 25:19 waren es beim 25:21 nur noch vier Treffer Differenz. Doch es liefen auch bereits die letzten zwei bis drei Minuten. Weil deckte zwar noch einmal offensiv, ging zu einer Manndeckung über, doch wir konnten souverän die Zeit herunterspielen und ließen trotz zweifacher Unterzahl nichts mehr anbrennen. Am Ende zeigte die Ergebnistafel einen 26:22-Heimsieg für uns an und wir alle waren froh, dass dieses nicht ganz einfache Spiel endlich zu Ende ging und wir verdientermaßen als Sieger vom Platz gehen konnten. Eine starke Abwehrleistung, sowie ein verbesserter Angriff in Hälfte zwei waren diesmal die Schlüsselpunkte für den Sieg. Wir schafften es endlich wieder ein ruhiges, konzentriertes Angriffsspiel aufzuziehen, hatte uns doch unsere Hektik in jüngster Zeit die Niederlagen eingebrockt.
Diese Einstellung und Arbeit gilt es nun aber beizubehalten. Zwar haben wir am kommenden Wochenende spielfrei, doch eine Woche später geht es dann zum Auswärtsspiel beim Ligaprimus, dem TV Herbolzheim. Wir gehen zwar als klarer Außenseiter in die Partie, doch wollen wir den TVH so lange wie möglich ärgern, und vielleicht gelingt uns ja mit etwas Glück sogar ein Punktgewinn.

Torschützen: Fabien Stoeffler 6, Brokhausen 6, Nico Stoeffler 4, Werner 3, Winkler 2, Philipp Vogt 2, Felix Vogt 1, Ruh 1/1, Kasten 1/1 .
    
    
05.02.2012, Landesliga Süd Herren
TV Brombach - Alem. Zähringen 29:27 (15:14)
Katastrophale Leistung
von Johannes Brokhausen

Am vergangenen Wochenende traten wir zum nächsten wichtigen Spiel beim Tabellenvorletzten, dem TV Brombach, an. Die Zielvorgabe war klar: Zwei Punkte mussten her, ein Sieg war also Pflicht. Den Auftrieb aus den Partien gegen Singen und Ringsheim wollten wir mit in die Partie nehmen und ein schnelles Angriffsspiel aufziehen. Doch gerade dies gelang uns, im Gegensatz zu den Brombachern, nicht. Doch dazu gleich. Weiterhin mit stark lädiertem Knie saß Alexis mit auf der Bank. David fehlte zudem ebenso wie Bene, ansonsten konnten wir vollzählig antreten. Auch Dominic Ruh setzte sich erneut mit auf die Bank.
Von Beginn an war die Partie dann ausgeglichen und wenn jemand von einem Selbstläufer ausgegangen sein sollte, so merkte er schnell, dass dem heute nicht so sein würde. Über 4:4 konnte Brombach auf 10:8 vorlegen. Dann gelangen uns jedoch drei Treffer in Folge und wir konnten etwas Oberwasser gewinnen. Die Partie in den Griff bekamen wir ungeachtet dessen allerdings nicht. Bis zur Halbzeit führten zahlreiche Fehler und daraus resultierende schnelle Gegenstöße zu einer 15:14-Pausenführung der Gastgeber. Hauptkritikpunkte waren natürlich die vielen technischen Fehler, vor allem aber die Wurfeffizienz. Eine unglaublich hohe Zahl an Fehlversuchen stand bereits jetzt bei uns zu Buche. Diese hätte allein aus Halbzeit eins fast für zwei Spiele gereicht.
Die Marschrichtung für die zweite Halbzeit war jedenfalls klar: Konzentriertes, schnelles Spiel, keine leichten Anspiele an den Kreis zulassen, und vor allem keine halbherzigen Chancen suchen. Über 20:18 war die Partie dann beim 21:21 erneut auf der Kippe. Wir hatten in dieser kurzen Phase konsequent durchgespielt, bis sich die Lücke ergab und hätten eigentlich merken müssen, dass wir nur so zum Erfolg kommen können. Als Brombach dann aber innerhalb von zwei Minuten durch drei Gegenstöße zum Erfolg kommen konnten, uns somit einfach überrannten, war das Maß voll und wir nahmen unsere Auszeit. Doch eine Reaktion blieb aus und Brombach erhöhte auf 27:22. Es herrschte nun eine unglaubliche Hektik in unserem Spiel, die Fehlwürfe wurden dadurch mehr und mehr. Wir konnten zwar noch einmal auf zwei Treffer verkürzen, doch mehr ergab sich nicht mehr. Mit einer 29:27-Niederlage mussten wir die Heimreise antreten.
Das Genick brach uns die fehlende Aufmerksamkeit. Allein ca. zehn Fehlwürfe gingen dabei auf mein Konto, sechs davon allein in Halbzeit eins. Dies steckte wohl den einen oder anderen Spieler auch an, jedenfalls standen am Ende 20 bis 30 Fehlwürfe für uns zu Buche, die Hälfte davon freistehend vor dem Tor. Mit einer solchen Leistung ist ein Sieg nicht zu realisieren. Doch nutzt es wiederum jetzt auch nichts, sich an der Partie herunterzuziehen. Denn was dies bewirkt, haben wir in der Hinrunde nach unserer ähnlich schlechten Leistung in Ringsheim auch gemerkt. Wir müssen den Blick jedenfalls nach vorne richten und bei unserem Heimspiel gegen den ESV Weil wieder gefasst und geschlossen als Kollektiv auftreten. Ein Sieg wäre in diesem Vier-Punkte-Spiel enorm wichtig, so dass wir alles daran setzten werden, dieses Ziel zu verwirklichen.

Torschützen: Ruh 6/4, Greven 5, Fabien Stoeffler 4, Nico Stoeffler 3, Tsoulfas 3/1, Werner 2, Philipp Vogt 2, Brokhausen 1, Felix Vogt 1.
    
    
28.01.2012, Landesliga Süd Herren
Alem. Zähringen - TuS Ringsheim 30:24 (17:12)
Gelungener Rückrundenstart
von Gideon Goerdt

Nach dem über weite Strecken ordentlichen Auftritt gegen Singen ging es an diesem Wochenende gegen Ringsheim. Aufgrund der Tabellensituation ein durchaus richtungsweisendes 4-Punkte Spiel gegen einen direkten Konkurrenten. Außerdem galt es eine schmerzliche Niederlage aus dem Hinspiel vergessen zu machen.
Mit einem, durch die Ausfälle von Johannes, David und Chris vor allem im Rückraum dünn besetzten Kader gingen wir in das Spiel. In dieser Situation umso erfreulicher war, dass Alexis nach längerer Verletzungspause endlich sein Comeback im Zähringer Trikot feiern konnte. Wir starteten gut in das Spiel und konnten uns früh mit 3:1 absetzen. Allerdings agierten wir gegen die quirligen Ringsheimer Spieler mehrmals zu passiv in der Abwehr, so dass sich über die Spielstände 4:3, 5:5 und 7:6 ein offenes Spiel entwickelte. In der Folgezeit konnten wir uns dann eine 11:7-Führung erspielen. In dieser Phase stand unsere Abwehr deutlich besser als in den Anfangsminuten und allen voran Fabien bestrafte jeden Fehler unseres Gegners per Tempogegenstoß oder mithilfe der Zweiten Welle. Diesen Vorsprung konnten wir dann beim Stand von 17:12 mit in die Halbzeitpause nehmen.
Wir nahmen uns vor weiter so konsequent zu sein und die Ringsheimer nicht nochmal ins Spiel kommen zu lassen. Dies funktionierte aber nur in den Anfangsminuten in denen wir unseren Vorsprung verteidigen konnten. Mitte der zweiten Halbzeit nahmen wir uns eine kurze Auszeit, nutzten unsere Chancen nicht und waren immer wieder einen Schritt langsamer als unser Gegner, so dass Ringsheim von 22:16 auf 23:20 verkürzen konnte. Endlich stemmten wir uns aber mit aller Kraft gegen den Spielverlauf und konnten angeführt von Alexis, dem der einzige Rückraumtreffer des Abends gelang, sechs Tore in Folge erzielen und einen beruhigenden Vorsprung wieder herstellen. Auch unseren Torhütern gelang es sich in dieser Phase auszuzeichnen und Ringsheim konnte an diesem Abend nur vier seiner neun Siebenmeter an ihnen vorbeibringen. Die letzten Minuten des Spiels verliefen eher unspektakulär und wir konnten einen souveränen 30:24-Sieg einfahren und damit auch an Ringsheim in der Tabelle vorbeiziehen.
Wir werden nun alles daran setzen diese ansprechende Leistung auch am nächsten Wochenende in Brombach abzurufen um den nächsten Erfolg feiern zu können.

Torschützen: Fabien Stoeffler 10, Tsoulfas 6/5, Nico Stoeffler 5, Philipp Vogt 4/1, Winkler 2, Greven 2, Werner 1.
    
    
21.01.2012, Landesliga Süd Herren
DJK Singen - Alem. Zähringen 19:32 (8:12)
Endlich mal ein Sieg in Singen
von Johannes Brokhausen

Nach einer vierwöchigen Pause traten wir am vergangenen Wochenende bei DJK Singen an. Diese Mannschaft steht zwar nach wie vor auf dem letzten Tabellenplatz, doch hatten sie durch einen Sieg gegen Müllheim und eine knappe Niederlage gegen Konstanz aufhorchen lassen. Außerdem hatten wir die letzten Jahre in Singen immer verloren, während wir zu Hause gewannen. So auch letzte Saison, als die Negativserie ihren Lauf nahm. Wir nahmen uns also vor, den Fluch "Auswärtsspiel in Singen" endlich zu brechen, zumal derzeit jeder Punkt wichtig im Kampf gegen die Abstiegsplätze ist. Verzichten mussten wir nur auf Alexis und Benedikt, ansonsten waren wir vollzählig.
Von Beginn an konnten wir konzentriert auftreten und schnell hatten wir uns eine 4:1-Führung erspielt. Die Abwehr stand gut und wir konnten den einen oder anderen Ball abfangen, so dass Fabien durch schnelle Gegenstöße mehrfach einnetzen konnte. Zwischendurch agierten wir zwar etwas unkonzentriert im Aufbauspiel, doch dies konnte Singen nicht nutzen und die Führung bewegte sich konsequent in einem Rahmen zwischen drei und fünf Treffern. Über 10:5 ging es mit einem 4-Tore-Vorsprung in die Kabine.
Diskutiert wurden vornehmlich die mangelnde Konzentration beim Torwurf, während es in der Abwehr nur Kleinigkeiten zu bemängeln gab. Mit klaren Vorgaben für die zweite Hälfte starteten wir nun wieder voll engagiert durch. Dies zahlte sich auch prompt aus. Wir konnten Tor um Tor vorlegen und gerade die zweite Phase stellte Singen vor große Probleme. Zahlreiche Male kam Fabien von Außen unmittelbar zum Abschluss und konnte sein Torekonto ausbauen. Ansonsten fand David immer wieder die Lücke in der Abwehr und netzte am Ende, ebenso wie Fabien, zehn Mal ein. Beim 18:10 führten wir dementsprechend bereits deutlich, beim 23:13 führten wir erstmals mit zehn Treffern. Kurz vor dem Ende erzielte David dann das zwischenzeitliche 17:30 und sorgte durch den 30. Treffer für Begeisterung auf der Bank, ehe er es realisierte. Schlussendlich endete die Partie durch einen direkten Wurf von der Mittelinie, der noch einmal bei uns einschlug, mit 32:19.
Über weite Strecken überzeugten wir in Angriff und Abwehr. Es gab zwar nach wie vor kleinere Fehler, doch zumindest agierten wir nun auch endlich einmal in der zweiten Halbzeit konzentriert, und gewannen auch endlich mal in Singen. Wir ließen uns trotz der Führung auch kaum zu Einzelaktionen verleiten, sondern spielten souverän die Spielzüge, die zum Erfolg führten, wieder und wieder. Wir hoffen nun diesen Schwung und Erfolg unter der Woche mitnehmen zu können und genauso am kommenden Samstag gegen Ringsheim auftreten werden.

Torschützen: Fabien Stoeffler 10, Kasten 10/3, Brokhausen 6, Nico Stoeffler 2, Müller 1, Werner 1, Goerdt 1, Philipp Vogt 1.
    
    
17.12.2011, Landesliga Süd Herren
Alem. Zähringen - TV Herbolzheim 20:23 (9:11)
Mehr war nicht drin
von Johannes Brokhausen

Zum letzten Spiel des Kalenderjahres 2011 gastierte mit dem TV Herbolzheim der wohl schwerste Brocken in unserer Jahnhalle. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Brandstaeter hatte in der vergangenen Saison nicht nur den Aufstieg um Haaresbreite verpasst, sondern der Kader wurde vor der Saison noch einmal aufgestockt. Linkshänder Sascha Ehrler aus der Regionalligamannschaft von SG Köndringen/Teningen als Linkshänder sei hier nur als Beispiel angeführt. Nach wie vor in einer blendenden Form präsentiert sich auch der ehemalige Zähringer Jugendspieler Eric Ziehler, der erneut die Torschützenliste der Liga anführt, ohne auch nur einen Siebenmeter geworfen zu haben. Doch da die Duelle mit dem TVH in der Vergangenheit, vor allem in der letzten Spielzeit, immer knapp waren, wollten wir hochmotiviert in die Partie gehen. Alexis, Benne und Olli fehlten uns hierbei nach wie vor, ansonsten konnten wir, abgesehen von den üblichen Blessuren, vollzählig und fit antreten.
Von Beginn an wurde klar, dass dies eine sehr intensive Begegnung werden würde. Nicht nur erhielten wir direkt zu Beginn eine# Zeitstrafe, der Herbolzheimer Hüglin handelte sich sogar bereits in der 11. Minute eine Rote Karte wegen einer Undiszipliniertheit ein. Aber auch die Spielstände zeugen von einem engen Kampf. Zunächst lagen wir mit 2:0 in Führung, danach Herbolzheim mit 5:6, eher wir nach drei Treffern in Folge erneut mit 8:6 vorlegen konnten. Nun drehten wieder die Gäste auf und erzielten vier Treffer auf Reihe, so dass wir uns einem 2-Tore-Rückstand gegenübersahen (8:10). Der letzte Wurf vor der Pausensirene konnte dann vom Ex-Zähringer Hagen Feth mit etwas Glück pariert werden und mit einem 9:11 Rückstand ging es in die Kabine.
Dieses Spiel sollte noch nicht entschieden sein, wir konnten uns zwar über Einzelheiten aufregen, doch insgesamt boten wir bis dato eine ansprechende Leistung. In der Kabine wurden dann noch die Feinheiten ausgearbeitet und wir nahmen uns für die zweite Hälfte vor, nicht locker zu lassen, sondern so lange wie möglich mitzuhalten und zu schauen, ob nicht gar ein Punktgewinn im Rahmen des Möglichen sein würde. Der TVH spielte in der zweiten Hälfte jedoch nun noch cleverer. Den herausgespielten 3-Tore-Vorsprung konnten sie trotz unseren Bemühungen stets halten (11:14; 15:18; 17:20). Nach weiteren zwei Treffern und einem 5-Tore-Rückstand beim 17:22 schien die Partie gelaufen zu sein. Wir warfen zwar noch einmal alles in die Waagschale, doch zu mehr als einem 20:23 reichte es nicht mehr. Kleinere Unkonzentriertheiten und vor allem die erneut hohe Siebenmeteranzahl auf Seiten der Gäste verhinderten einen möglichen Punktgewinn.
Nichtsdestotrotz können wir mit der Leistung zufrieden sein. Wir haben alles gegeben und den Favoriten lange Zeit auf Augenhöhe gehalten. Auch den zahlreichen Zuschauern in unserer gut gefüllten Halle dürfte es Spaß bereitet haben, bei dieser Partie zugeschaut zu haben. An dieser Stelle möchte ich Ihnen allen im Namen der Mannschaft ein frohes Weihnachtsfest und besinnliche Feiertage wünschen. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns auch im folgenden Kalenderjahr 2012 die Treue halten und unsere Spiele besuchen.

Torschützen: Greven 4, Fabien Stoeffler 4, Brokhausen 4, Winkler 3, Nico Stoeffler 2, Kasten 2, Werner 1.
    
    
10.12.2011, Landesliga Süd Herren
TV Gottmadingen - Alem. Zähringen 25:27 (13:13)
Zäher Kampf wird belohnt
von Johannes Brokhausen

Das letzte Auswärtsspiel des Jahres führte uns zum Tabellennachbarn TV Gottmadingen. Die bisherigen Ergebnisse des Aufsteigers ließen sich im Vorfeld nicht recht einschätzen. Neben den einzelnen Niederlagen gab es u.a. auch einen Sieg in Konstanz. Insgesamt sollte uns dies jedoch auch gleichgültig sein, galt es doch um jeden Preis zu gewinnen, um endlich wieder näher Richtung Tabellenmitte zu rutschen. Wir fuhren also gespannt und bis in die Haarspitzen motiviert gen Bodensee. Fehlen sollte weiterhin Alexis, der kürzlich am Knie operiert wurde und noch weitere Wochen Pause benötigt. Hinzu kam, dass Matti absagen musste, während Chris nach wie vor nicht fit ist und an Rückenschmerzen laboriert. Zu dem Langzeitverletzten Benne gesellte sich auch Olli hinzu, der zurzeit Probleme mit seinem Fuß hat. Zum Glück konnte uns hier Philipp Simon aus der A-Jugend im Tor aushelfen, damit nicht Fabian Krepper erneut alleine durchhalten musste. Da auch Gideon an diesem Wochenende fehlte, war es dem Aushelfen von Dominic Ruh letztlich zu verdanken, dass wir mit immerhin zehn Feldspielern auftreten konnten.
Von Beginn an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, der sich durch die ganze Partie ziehen sollte. Während wir anfangs noch von diversen Positionen zum Abschluss kamen, zeigte Gottmadingen, dass man auch ein ganzes Spiel ausschließlich über den Kreis, bzw. über Einläufer spielen kann und erwischte uns damit oftmals auf dem falschen Fuß. Zu oft jedenfalls, als dass wir uns hätten absetzen können. Wir legten zwar in der Regel ein Tor vor, doch lediglich drei magere 2-Tore-Führungen sprangen in der gesamten ersten Hälfte heraus. Über 5:5 und 10:10 ging es dementsprechend mit 13:13 in die Kabine.
Angesprochen wurden dort natürlich die Abstimmungsprobleme in der Abwehr, sowie die häufig fehlende Konzentration bei den Abschlüssen im Angriff. Es würde außerdem enorm wichtig sein, endlich einmal ein Polster von einigen Toren zwischen uns und den TVG zu bringen. Doch Letzteres wollte einfach nicht so recht gelingen. Als wir beim 19:17 endlich wieder einmal eine 2-Tore-Führung erzielt hatten, erhielten wir prompt eine Zeitstrafe und schlossen daraufhin viel zu früh ab. Gottmadingen konnte nun nicht nur ausgleichen, sondern zum ersten Mal im Spiel selbst zwei Treffer vorlegen (21:19). Das Spiel drohte zu kippen und nun musste Nico auch noch am Fuß behandelt werden, konnte jedoch glücklicherweise ein paar Minuten später wieder ins Spielgeschehen eingreifen. Ganz wichtig waren nun die vielen Einzelaktionen von Fabien, der in der Schlussphase Tor um Tor erzielte und sich immer wieder in den Zweikämpfen mit seinem Gegenspieler durchsetzen konnte. Und auch David drehte nun noch einmal auf und fand die Lücken in der Abwehr oder aber den freistehenden Einläufer. Kurz vor Schluss stellte Gottmadingen dann noch auf eine Manndeckung um, doch bei passivem Warnzeichen gelang es Sascha auf Fabien abzulegen und wir gingen mit 27:25 in Führung. Die Partie war damit gelaufen und wir nahmen überglücklich endlich mal wieder zwei Punkte mit nach Hause.
Am kommenden Wochenende erwarten wir mit dem TV Herbolzheim den unumstrittenen Tabellenführer. Wir werden sehen, was sich in diesem Spiel noch ergeben wird.

Torschützen: Fabien Stoeffler 8, Kasten 7/4, Nico Stoeffler 4, Greven 3, Brokhausen 3, Philipp Vogt 1, Müller 1.
    
    
03.12.2011, Landesliga Süd Herren
Alem. Zähringen - SF Eintr. Freiburg 23:23 (12:9)
Erneutes Unentschieden
von Johannes Brokhausen

Am vergangenen Samstag war wieder Derby-Time in der Jahnhalle. Die Freiburger Eintracht gastierte in unserer heimischen Halle. Nach dem starken Auftritt gegen Herbolzheim, bei dem das Spiel erst in den letzten zehn Minuten entschieden wurde, traten die Gäste mit breiter Brust bei uns. Wir hingegen waren gewarnt vor dem gegnerischen Auftreten. Auch die tabellarischen Vorzeichen standen klar zu Gunsten der SFE, standen wir doch auf dem vorletzten und die Eintracht auf dem 4. Tabellenplatz. Zudem stellten die Gäste die zweitbeste Abwehr der Liga, so dass es für unseren Angriff besonders schwer werden würde. Dass wir jedoch nicht chancenlos sein würden war vor allem unter dem Gesichtspunkt des Duells in der ersten Pokalrunde klar. Dort konnten wir mit 23:15 gewinnen und die Eintracht bei nur vier Gegentreffern in der ersten Hälfte halten. Zweifelsohne würde es aber nicht erneut so laufen. Fraglich war erneut der Einsatz von Chris, der sich zwar warmmachte, im Endeffekt aber nicht zum Einsatz kam. Zudem fiel Alexis weiterhin verletzt aus, sein Knie macht weiterhin Probleme.
Ungeachtet dessen starteten wir hochkonzentriert in die Partie. Von Beginn an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Keine der beiden Mannschaften konnte sich absetzen und die Abwehrreihen prägten bereits jetzt das Spiel. Über 3:3 und 7:7 blieb das Spiel offen, ehe es uns gelang nach drei Treffern in Folge uns auf 10:7 abzusetzen. Diesen Vorsprung konnten wir dann auch bis zur Pause behaupten. Beim Pausenpfiff zeigte die Anzeigetafel ein 12:9 für uns an. Dementsprechend motiviert waren wir in der Kabine bei der Ansprache. Diskutiert wurde vor allem die Abwehr gegen Torsten Wissler, der an diesem Tag nicht zu bändigen schien und immer wieder Siebenmeter herausholte. Allein in der ersten Hälfte erhielten die Gäste fünf Strafwürfe. Doch ein überragend aufgelegter Fabian Krepper konnte diese allesamt entschärfen und bot auch sonst eine sehr starke Leistung. Wichtig würde es jedenfalls nun werden, die nächste Viertelstunde gut zu überstehen und konzentriert bei der Sache zu bleiben und im Anschluss daran die Eintracht zu zermürben.
Dies gelang uns nicht unbedingt. Nach dem 13:10 erzielte die Eintracht drei Treffer auf Reihe und das Spiel war wieder ausgeglichen. Nach dem zwischenzeitlichen 15:15 konnten wir uns dann aber erneut absetzen. Eine starke Phase in Abwehr und Angriff bescherte uns eine 19:15-Führung. Doch beim 20:18 war die Partie wieder auf der Kippe, die Gäste ließen nicht locker. Vor allem der in der zweiten Hälfte auf Halblinks eingewechselte Claudio Ebner bereitete uns große Probleme. Nicht nur verwandelte er alle sechs gegebenen Strafwürfe sicher, die weiterhin von Torsten Wissler regelmäßig herausgeholt wurden, sondern erzielte zudem drei Schlagwurftore. Am Ende sollte er neun von den 14 Eintracht Toren aus Hälfte zwei erzielt haben. Jedenfalls lagen wir kurz vor Schluss noch mit 22:20 vorne. Doch unsere Abschlüsse im Angriff fanden immer wieder ihren Meister im gegnerischen Torwart und beim 22:22 war Spannung pur geboten. Dominic Ruh übernahm nun immer mehr Verantwortung für uns und erzielte den so wichtigen Führungstreffer. Doch sieben Sekunden vor Schluss holten die Gäste erneut einen Siebenmeter heraus, den Claudio Ebner sicher verwandelte. Unsere Grüne Karte wurde vom Schiedsgericht nicht mehr gepfiffen und die Zeit war heruntergelaufen. Auch der Freiwurf wurde nicht mehr gegeben, wenngleich dieser eh nichts mehr bewirkt hätte, da das Foul bei rund 16 Meter verübt wurde. Im Endeffekt stand damit eine Punkteteilung zu Buche. Die Eintracht kann hiermit sicherlich gut leben, doch auch wir sind über diesen Punktgewinn froh. Auch wenn es zwischenzeitlich besser aussah, so können wir zumindest nicht unzufrieden sein.
Diesen Schwung gilt es jetzt mitzunehmen, wartet doch am Donnerstag die SG Waldkirch/Denzlingen in der dritten Pokalrunde auf uns. Hier gilt es wieder die besondere Angriffsstärke abzufangen. Wir würden uns auf Ihr zahlreiches Erscheinen freuen und wünschen Ihnen viel Spaß bei der Begegnung.

Torschützen: Greven 8, Kasten 5/3, Brokhausen 4, Fabien Stoeffler 2, Nico Stoeffler 2, Ruh 1, Winkler 1.
    
    
26.11.2011, Landesliga Süd Herren
TV St. Georgen - Alem. Zähringen 26:26 (9:13)
Unverdientes Unentschieden
von Johannes Brokhausen

Vergangenen Samstag traten wir beim TV St. Georgen/Schwarzwald an. Während an diesem Spieltag die Topmannschaften der Liga aufeinander trafen (Waldkirch gewann in Schramberg, Herbolzheim bei der Freiburger Eintracht) handelte es sich bei uns um ein Kellerspiel. Wenngleich die vergangenen Ergebnisse Mut machten, stand dennoch St. Georgen besser in der Tabelle da. Umso wichtiger war dieses Spiel für uns, da wir bei einer Niederlage den Anschluss noch mehr verlieren würden, bei einem Sieg jedoch zwei enorm wichtige Punkte auf unser Konto gutschreiben und in der Tabelle fast aufschließen würden. Außerdem galt es für uns von Beginn an wach zu sein und nicht wieder unmittelbar in Rückstand zu geraten, während St. Georgens Probleme den Ergebnissen nach eher in der zweiten Spielhälfte entstanden, was durch die Halbzeitführungen gegen Müllheim und vor allem Herbolzheim ersichtlich war. Unser Unterfangen klappte auch, die 1:0-Führung für die Gastgeber sollte die letzte der gesamten Partie bleiben. Nach vier Treffern in Folge führten wir mit 4:1 und diesen Vorsprung bauten wir kontinuierlich aus. Über 7:4 konnten wir beim 11:4 unsere höchste Führung des Spiels herauswerfen, alles lief nach Plan. Die Abwehr packte ordentlich zu, Fabian Krepper hielt alles was aufs Tor kam und im Angriff schlossen wir konzentriert und mit Übersicht ab. Dann erhielten wir wieder innerhalb von anderthalb Minuten zwei Zeitstrafen und vergaben unsere Chancen im Angriff und der Vorsprung schrumpfte auf vier Tore zusammen (11:7). Dieser hatte jedoch bis zum Pausenpfiff Bestand. Unnötig, dass wir St. Georgen so herankommen ließen, doch war diese Führung ja nun nichts Schlechtes.
Umso gelassener dann diesmal auch die Pausenansprache. Die bis dato kleineren Fehler wurden angesprochen und Verbesserungen ausgemacht, ansonsten musste das Hauptaugenmerk auf der Konzentration liegen. Würden wir weiterhin gut decken und konsequent abschließen, so müsste St. Georgen auf kurz oder lang auch die Kraft fehlen. Bis Mitte der zweiten Hälfte hielten wir dann auch eine 5-Tore-Führung (17:12; 22:17). Doch dann leisteten wir uns einige Abschlussschwächen und Fehlpässe, die die Gastgeber konsequent nutzen konnten. Dadurch kam auch die Halle wieder zu Leben und das Spiel wurde wieder richtig eng. Beim 24:22 war die Partie wieder nahezu ausgeglichen. Konnten wir treffen, so konnte St. Georgen im Gegenzug nachlegen. Trafen wir nicht, konnte Krepper im Tor zum Glück auch wieder parieren. Beim 25:24 führten wir dann aber nur noch hauchdünn und just in diesem Moment erhielt David für eine lehrbuchartige, vorbildliche Abwehrarbeit eine Zeitstrafe. Diese Überzahl nutzten die Gastgeber dann zum Ausgleich. Wir legten postwendend erneut vor und fingen den nächsten Angriff ab. Als bei uns im Anschluss Zeitspiel im Angriff angezeigt wurde, fand der Freiwurf leider nicht seinen Weg ins Tor, während St. Georgen einen Tempogegenstoß mit einem Tor inklusive einer Roten Karte gegen uns erzwingen konnte. Ein siebenmeterwürdiges Foul an Nico wurde dann bei unserem letzten Angriff mit einem Freiwurf von Linksaußen belohnt. Dies führte jedoch natürlich zu nichts mehr.
Auch wenn wir erneut zu viele Chancen vergab, so war dies sicherlich nicht allein ausschlaggebend genug. Dennoch müssen wir uns aufgrund einer zwischenzeitlichen 7-Tore-Führung an die eigene Nase fassen. Letztlich müssen wir uns außerdem über diesen einen Punkt freuen, denn im Moment zählt jeder Punkt für uns doppelt. Zu den Schiedsrichtern habe ich mich bisher nie geäußert, was ich an dieser Stelle gerne beibehalten würde. Auf ein Neues am kommenden Wochenende.

Torschützen: Brokhausen 6, Nico Stoeffler 5, Fabien Stoeffler 4, Kasten 4/3, Greven 3, Winkler 2, Ruh 1, Philipp Vogt 1.
    
    
19.11.2011, Landesliga Süd Herren
Alem. Zähringen - SG Waldk./Denzl. 25:27 (8:13)
Bittere Niederlage
von Johannes Brokhausen

Vergangenes Wochenende war die SG Waldkirch/Denzlingen bei uns zu Gast. Mit 37 Toren pro Spiel stellt die SG derzeit den mit Abstand besten Angriff der Liga. Aus den vorherigen Berichten der Waldkircher ließ sich entnehmen, dass uns eine sehr offensive Deckung bevorstehen würde, vermutlich eine offensive 3:3-Variante. Dementsprechend stellten wir uns darauf ein viel in Bewegung zu sein und nicht statisch zu agieren. Außerdem galt es die schnellen Gegenstöße zu unterbinden, die Waldkirch durch die Deckungsweise provozieren wollte.
Doch die Gäste starteten nicht so offensiv wie erwartet. Wir konnten unsere Chancen herauszuspielen, scheiterten jedoch gerade in dieser Anfangsphase zu oft am gegnerischen Torwart. Waldkirch/Denzlingen ging deshalb mit 5:1 in Führung. Doch in der Folge konnten wir unsere Torausbeute verbessern und beim Spielstand von 7:7 begann das Spiel von neuem. Könnte man zumindest denken. Doch drei Zeitstrafen innerhalb von anderthalb Minuten und eine doppelte Unterzahl waren zu diesem Zeitpunkt höchst ungünstig. Selbst in dieser dreifachen Unterzahl hatten wir noch Chancen, die wir jedoch nicht nutzen konnten. Die SG hingegen nutzte die freien Räume und konnte auf fünf Treffer davonziehen. Kurz darauf ertönte der Pausenpfiff und wir mussten mit dieser Tordifferenz in die Kabine gehen. Die Ansprache in der Kabine behandelte die gleichen Kritikpunkte wie immer: Unkonzentriertheiten, die zu einer mangelnden Chancenauswertung führten. Leider zeigen wir zurzeit in jedem Spiel diese Symptome, es war also für uns nichts Neues. Und dennoch nahmen wir uns natürlich vor anders abzuschließen, wir hatten ja nach dem anfänglichen Rückstand auch bereits gezeigt, dass wir diesen wieder wettmachen können. Die Partie war also noch keineswegs entschieden.
Auch wenn der Abstand in der ersten Hälfte der zweiten Halbzeit nicht zu schrumpfen schien (10:15; 15:21) gaben wir nicht auf. Dann konnten wir vier Treffer auf Reihe erzielen und plötzlich stand es 19:21. Gerade Gideon erzielte in dieser Phase mehrere Treffer von außen, wo manch anderer, egal ob links oder rechts, zuvor noch den Keeper warmgeschossen hatte. Die Partie war also erneut offen. Waldkirch behielt fortan das nun seit 20 bis 25 Minuten praktizierte 3:3-System bei und nutzte die Chancen im Angriff mehr oder weniger konsequent. Wir wiederum ließen immer mal wieder Chancen liegen und konnten dadurch keinen Ausgleich mehr erzielen. 23:26 stand es nun, aber es war kaum noch Zeit übrig auf der Anzeigetafel. Die zuvor einfache Manndeckung auf der Mitte wurde nun auf eine komplette Manndeckung umformiert, doch es half nichts mehr. Am Ende mussten wir eine bittere 25:27-Niederlage hinnehmen.
Ungünstig war gegen Ende der ersten Halbzeit die dreifache Unterzahl, direkt im Anschluss an die erfolgte Aufholjagd. Dementsprechend mussten wir in der zweiten Halbzeit wieder einem Rückstand hinterherlaufen, den wir nie ganz aufholen konnten. Letztlich liegt die Schuld aber natürlich unzweifelhaft bei uns selbst, da wir die sich uns bietenden Chancen nicht konsequent genug genutzt haben. Es bleibt zwar nach wie vor ein Aufwärtstrend aus den Partien gegen Schramberg und Waldkirch zu erkennen, doch müssen bis zur Weihnachtspause unbedingt noch Punkte her. Wir hoffen diesem Ziel am kommenden Wochenende beim TV St. Georgen einen Schritt näher zu kommen und endlich wieder etwas Zählbares zu Stande zu bringen.

Torschützen: Nico Stoeffler 5, Tsoulfas 4/1, Fabien Stoeffler 4, Goerdt 4, Müller 3, Greven 2, Brokhausen 2, Kasten 1/1.
    
    
12.11.2011, Landesliga Süd Herren
HSG Schramberg/Sulgen - Alem. Zähringen 30:27 (18:16)
Da wäre mehr drin gewesen
von Johannes Brokhausen

Nach der Niederlage in Konstanz traten wir bei Tabellenführer Schramberg an. Die Vorzeichen hätten daher kaum anders sein können: Während Schramberg sich weiter an dem Thema Aufstieg und Meisterschaft beteiligt, stecken wir momentan mitten im Abstiegskampf. Ein elfter Tabellenplatz, der unseren Ansprüchen nicht entspricht, steht derzeit zu Buche. Immerhin konnten wir vollzählig antreten, die einzelnen kleineren Blessuren schlugen nicht mehr ins Gewicht. Zudem hatten wir aufgrund des Spiels in Konstanz unter der Woche ine Krisensitzung einberufen und diskutiert, worauf das aktuelle, mangelhafte Punktekonto zurückzuführen sei. Mit viel Tatendrang und neuem Elan wollten wir also nun in die Partie gehen, wobei das Augenmerk in der Abwehr auf dem Toptorschützen Füchter zu liegen hatte, während wir im Angriff gegen die offensive Deckung der Schramberger geduldig agieren wollten. Auch war es wichtig nicht, wie bisher in nahezu jedem Spiel, den Start zu verschlafen, sondern direkt konzentriert bei der Sache zu sein.
Während der ersten Minuten wurde bereits klar, um was für ein schweres Spiel es sich handeln würde. Schramberg setzte unseren Angriff durch die offensive Deckungsweise unmittelbar unter Druck, während ihre Halben im Angriff ebenso druckvoll agierten. Nach dem 3:2 lagen wir relativ schnell mit drei Treffern im Rückstand (5:2), da die Gastgeber unsere Abspielfehler konsequent ausnutzten. In der Folge gelang es ihnen sogar, den Vorsprung kontinuierlich zu erhöhen (8:4; 11:6) und in der 20. Minute stand immer noch ein 4-Tore-Polster auf der Anzeigetafel (14:10). Wir mühten uns nach Kräften und endlich konnten wir den Abstand Tor um Tor verringern. Wir standen in der Abwehr sicherer, warteten im Angriff noch etwas geduldiger auf den besser postierten Nebenmann und dementsprechend war die Partie beim 15:14 wieder vollkommen offen. Durch einen mit der Schlusssirene der ersten Halbzeit verwandelten Wurf von Karl ging es mit einem 18:16 Rückstand dann in die Kabine.
Wir waren motiviert, merkten dass wir Schramberg nicht nur Paroli bieten konnten, sondern dass bei konzentriertem Auftreten auch mehr drin sein konnte. Würden wir noch sicherer im Angriff abschließen und in der Abwehr noch besser auf den Kreis achten, so würden sich unsere Chancen noch bieten. Doch auch die Gastgeber kamen motiviert aus der Kabine und konnten uns schnell wieder einen 4-Tore Rückstand aufzwängen. Dieser hatte bis zum 24:20 Bestand, doch dann konnten wir drei Treffer in Folge erzielen und die Begegnung stand erneut auf der Kippe. Ob es an der mangelnden Erfahrung liegt, oder ob andere Gründe vorliegen, ist nicht klar, klar ist dagegen, dass uns dann wieder die alten Fehler unterliefen. Halbherzige Würfe, Schrittfehler und eine Zeitstrafe ließen uns erneut ins Hintertreffen geraten. Schramberg nutzte diese Schwächen eiskalt und zog wieder davon (27:24). Wir kämpften weiterhin, stellten in der Abwehr für die letzten Minuten auf eine Manndeckung um, doch es half nichts mehr. Schlussendlich zeigte die Anzeigetafel einen 30:27 Heimsieg für Schramberg an und wir mussten den vergeben Chancen hinterher trauern.
Insgesamt ist der Sieg für die HSG sicherlich nicht unverdient, doch wäre für uns auch mehr drin gewesen. Der Einsatz stimmte, das Bemühen war deutlich sichtbar, aber die Chancenauswertung machte diesem letztendlich wieder einen Strich durch die Rechnung. Bedanken möchten wir uns aber dennoch für die mitgereisten Fans, die uns weiterhin so tatkräftig unterstützen. Und auch die Halle, wenngleich natürlich zu 90 Prozent mit gegnerischen Fans besetzt, sorgte insgesamt für eine großartige Stimmung, was eine tolle Spielatmosphäre bewirkte.

Torschützen: Brokhausen 6, Greven 5, Tsoulfas 5/3, Fabien Stoeffler 4, Winkler 3, Nico Stoeffler 2, Kasten 1, Goerdt 1.
    
    
05.11.2011, Landesliga Süd Herren
HSG Konstanz 2 - Alem. Zähringen 26:22 (12:8)
Erneute Auswärtsniederlage
von Johannes Brokhausen

Am sieben Spieltag reisten wir zum Auswärtsspiel nach Konstanz, wo uns die Bundesligareserve der HSG erwartete. Dass es sich hier um keinen leichten Gegner handeln würde, war nicht nur aufgrund der Tatsache bekannt, dass Herbolzheim direkt am ersten Spieltag eine Niederlage in Konstanz einstecken musste. Auch insgesamt scheint es bei unserem Gegner vor allem in eigener Halle sehr gut zu laufen, denn alle Spiele in heimischer Halle wurden gewonnen. Im Gegensatz dazu liest sich unsere Auswärtsbilanz mit einem negativen Punktekonto schlechter. Wir wussten also zumindest halbwegs, was uns erwartet, da nie ganz sicher ist, wer denn diesmal bei Konstanz aufläuft. An diesem Samstag schien jedenfalls diejenige Truppe aufzulaufen, die uns enorme Schwierigkeiten besorgen sollte. Im Handumdrehen lagen wir früh deutlich mit 6:1 zurück. Zu allem Überfluss verletzte sich Nico sehr früh, und konnte in der Folge nicht mehr eingesetzt werden. Doch Alexis übernahm seinen Part und wurde am Ende zu unserem besten Spieler, doch dazu später. Nach dem 6:1 konnten wir zum 7:5 das Spiel wieder offengestalten, einige konzentrierte Angriffsaktionen sorgten für den Anschluss, doch die Abwehr wackelte nach wie vor zu stark. Einfache Tore, häufige Kreisanspiele sowie der sehr bewegliche Rückraum machten uns zu schaffen. Konstanz warf sich nun ein vier Tore Polster heraus, dass den Rest der ersten Hälfte Bestand hatte. Über 10:6 ging es dann beim 12:8 in die Pause. Bereits an diesem Torekonto lässt sich erkennen, dass im Angriff einfach zu wenig zusammenlief, magere acht Tore können unserem Anspruch, können wohl niemandes Anspruch Genüge tun. Unbegreiflich die Fehlpässe, Unaufmerksamkeiten und vor allem, erneut stark herausstechend, die undisziplinierte Art und Wiese der Spielzugsgestaltung. Spielzüge wurden entweder komplett weggelassen oder aber behäbig und ungenau ausgeführt.
Natürlich wurden gerade diese Aspekte in der Kabine genau thematisiert, doch änderte sich Anfang der zweiten Hälfte erst einmal nichts. Konstanz konnte in den ersten 15 Minuten den Vorsprung bei fünf Treffern halten (13:8; 15:10; 20:15) ehe wir erneut einbrachen. Kein einziges Tor fiel von der rechten Seite, auf der Karl in Abwehr und Angriff auch schmerzlich vermisst wurde. Auf der linken Seite, vornehmlich im Rückraum, war die Wurfquote erneut zu schwach. Als der Gastgeber dann erstmals auf sieben Tore davongezogen war (24:17) schien sich eine Schmach anzubahnen. Gerade jetzt zeigte Alexis aber seine große Stärke und tankte sich ein ums andere Mal durch die gegnerische Abwehr oder suchte Sascha am Kreis. Ihm ist es wohl letztlich zu verdanken, dass die Niederlage mit 26:22 noch im Rahmen ausgefallen ist. Bei nahezu dem Rest der Mannschaft fehlte jedoch scheinbar der unbedingte Wille, was wir unter der Woche unbedingt besprechen müssen. Denn am nächsten Spieltag geht es nach Schramberg und mit einer solchen Leistung würden wir dort untergehen.

Torschützen: Tsoulfas 8/2, Fabien Stoeffler 5, Brokhausen 4, Winkler 3, Kasten 2/1.
    
    
29.10.2011, Landesliga Süd Herren
Alem. Zähringen - HG Müllh./Neuenburg 23:27 (10:15)
Unnötige Heimniederlage
von Johannes Brokhausen

Wir trafen auf diese Mannschaft zuletzt auf deren eigenem Vorbereitungsturnier, doch seit diesem Zeitpunkt schien sich einiges getan zu haben. Müllheim stand bis dato mit nur einer Niederlage in der Tabelle sehr gut da. Vor allem die zahlreiche Anzahl an Toren, die Wurfgewalt war anhand der Statistik zu erkennen. Doch nach unserem Sieg in Pfullendorf traten wir mit breiter Brust an und waren zuversichtlich, das Spiel trotzdem gewinnen zu können.
Von Beginn an agierten wir druckvoll und aggressiv. Dies hatte auch direkt eine Führung für uns zur Folge und wir hatten das Spiel zunächst fest im Griff. Über 4:2 konnten wir auf 7:4 erhöhen. Einige überhastete Abschlüsse sorgten in der Folge jedoch dafür, dass Müllheim langsam aber sicher näher kommen konnte. Beim 9:8 führten wir noch mit einem Tor, dass dies die letzte Führung von uns für den Rest des Spiels sein würde, war in keinster Weise absehbar. Doch vier Treffer in Folge verschafften Müllheim eine 9:12 Führung. Und danach waren wir vollkommen von der Rolle, nichts gelang mehr. Während wir im Angriff inkonsequent bei der Chancenverwertung waren, kassierten wir in der Abwehr zu viele einfache Tore oder Gegenstöße. Bis zur Halbzeitpause schaffte Müllheim es den Vorsprung auf fünf Tore auszubauen (11:16). Völlig unerklärlich war für uns dieser Bruch im Spiel. Nachdem wir die Partie vom Start weg eigentlich im Griff gehabt hatten, ließen wir nun die Köpfe hängen, die Körperspannung fehlte. So konnte es jedenfalls nicht weitergehen und wir nahmen uns vor aggressiv und wieder konzentrierter in die zweite Hälfte zu starten. Auch ein 5- Tore-Rückstand ist für eine Halbzeit keineswegs unmöglich.
Das Vorgenommene konnten wir dann auch gleich umsetzen. Beim 17:18 war das Spiel wieder offen und die ganze Halle stand hinter uns. Auch eine kurze Schwächephase (18:21) konnte uns nicht bremsen, und so konnten wir den Abstand erneut auf ein Tor reduzieren (22:23). Dennoch wurde langsam die Zeit knapp und unter diesem Druck schlichen sich wieder die vorherigen Fehler ein. Wir schlossen überhastet ab und Müllheim nutzte dies konsequent aus. Dies hatte letztlich die Folge, dass wir in eine Niederlage einwilligen mussten, die mit 23:27 aber vielleicht noch etwas zu groß am Ende ausgefallen ist. Knackpunkt dieses Spiels war sicherlich das Ende der ersten Halbzeit, auch wenn wir in der zweiten Spielhälfte die Partie wieder offen gestalten konnten. Zum Schluss fehlte wohl einfach die Kraft und auch ein wenig die Cleverness, während Müllheim routiniert die sich bietenden Chancen nutzte und immer wieder den richtigen Wurf zum Torerfolg fand. Wir zeigten Einsatz und kämpften auch, so dass dieser Aspekt wenigstens stimmte. Dennoch ist dieses Ergebnis natürlich zunächst einmal enttäuschend und wir werden unter der Woche Ursachenforschung betreiben müssen, damit wir am kommenden Wochenende in Konstanz besser abschneiden werden.

Torschützen: Fabien Stoeffler 5, Nico Stoeffler 5, Brokhausen 4, Müller 3, Greven 3, Philipp Vogt 1, Kasten 1/1, Tsoulfas 1.
    
    
22.10.2011, Landesliga Süd Herren
TV Pfullendorf - Alem. Zähringen 21:27 (9:14)
Endlich ein Auswärtssieg
von Johannes Brokhausen

Nach einer harzfreien Trainingswoche traten wir beim TV Pfullendorf an. Unser letztes Spiel bestritten wir zwei Wochen zuvor, da das Wochenende des 15./16. Oktober für uns spielfrei war. Doch gerade dieses Spiel sollte uns Auftrieb für die Saison geben, hatten wir doch die höherklassige HSG Freiburg im Pokal geschlagen und endlich einmal wieder gute Abwehrarbeit geleistet. Gerade die Abwehr würde in Pfullendorf entscheidend werden, da mit dem harzfreien Spielgerät die Torezahl üblicherweise bei uns reduziert wird. Nach eben dieser harzfreien Trainingswoche reisten wir am Samstag rund dreieinhalb Stunden vor Spielbeginn ab. Auch diese lange Anreise kann manchmal zu einer Tortur werden, lief aber diesmal reibungslos ab und sorgte nur für vereinzelte Müdigkeitserscheinungen. Dennoch waren wir von Beginn an hellwach. Bis zum 3:3 konnte Pfullendorf das Spiel offen gestalten, dann packte unsere Abwehr fester zu und wir fanden noch besser in die Partie. Im Angriff spielten wir geduldig und warteten auf die sich bietenden Chancen, was sich mehrfach auszahlte. Nach fünf Treffern in Folge führten wir mit 3:8. Über 6:10 schaffte es der Gastgeber dann wieder auf zwei Tore heranzukommen (8:10), wir hatten im Angriff einige unkonzentrierte Würfe genommen und es dem Gegner dadurch leicht gemacht. Doch von einem dauerhaften Leistungseinbruch fehlte jede Spur. Im Gegenteil, wir konnten wieder konzentrierter agieren, Olli vernagelte sein Tor und wir konnten das ein oder andere Offensivfoul ziehen oder einen Schrittfehler provozieren. Folgerichtig führten wir zur Halbzeit mit 9:14. In der Kabine wurde dann noch einmal die Abwehrarbeit hervorgehoben. Diese stellte den Schlüssel zum Erfolg dar. Könnten wir Pfullendorf unter 25 Treffern halten, so hätten wir gute Erfolgsaussichten. Im Angriff sollten wir einfach weiterhin geduldig auftreten und lange genug warten, bis sich die Lücken auftun würden und wir zu verhältnismäßig einfachen Toren kommen könnten.
Genau dies verwirklichten wir dann auch. Die Abwehr stand nach wie vor sicher, was dennoch aufs Tor kam wurde von Olli pariert. Im Angriff sorgten unsere Abschlüsse dafür, dass wir uns Tor um Tor absetzen konnten. Über 12:18 und 14:19 schafften wir es auf neun Tore davonzuziehen (14:23), die Vorentscheidung war gefallen. Nun war es wichtig, weiterhin voll bei der Sache zu bleiben, aber auch kein Risiko mehr einzugehen, oder uns womöglich noch zu verletzen. Leider passierte genau dies. Bei einem Gegenstoß erwischte der gegnerische Spieler beim Eindringen in den 6m-Kreis Olli so unglücklich, dass dieser nicht mehr spielen konnte. Des Weiteren kassierte Philipp bei dieser Aktion eine Rote Karte. Doch den fälligen 7m konnte der nun ins Spiel gekommen Jörg entschärfen. Letztlich sorgten einige voreilige Abschlüsse, die Manndeckung von Pfullendorf und weitere Kleinigkeiten dazu, dass Pfullendorf noch Ergebniskosmetik betreiben konnte, am Ausgang des Spiels änderte dies freilich nichts mehr. Mit 21:27 konnten wir den ersten Auswärtssieg in dieser Saison einfahren, einen Tabellennachbarn bezwingen und zudem der harzfreien Zone trotzen. Ein insgesamt sehr zufriedenstellender Abend der Mut macht, dass auch die weiteren Spiele wieder positiver als die vorangegangenen Saisonspiele absolviert werden.


Torschützen: Fabien Stoeffler 7, Müller 5/2, Greven 4, Nico Stoeffler 3, Philipp Vogt 3, Brokhausen 2, Winkler 1, Werner 1, Tsoulfas 1/1.
    
    

13.10.2011, 2. Runde SHV-Pokal 2011/2012

Alem. Zähringen - HSG Freiburg 24:19 (11:12)
Pokalsensation
von Johannes Brokhausen

Nach dem starken Pokalauftritt in der ersten Runde gegen die Freiburger Eintracht erwarteten wir nun die HSG Freiburg. Ein weiteres Derby also. Dass die HSG als deutlicher Favorit in die Partie ging, war von vornherein klar, schließlich spielen sie eine Liga höher in der Südbadenliga. Zwar war dort der Abgang vom Toptorschützen Riedel zu verkraften, dennoch stand die HSG mit 4:4 Punkten besser da als wir es zurzeit in unserer Liga tun. Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge (in Ringsheim, gegen Brombach und in Weil) war dieser Gegner jedoch vielleicht genau das Richtige für uns, hatten wir doch nichts zu verlieren.
Diese Unbefangenheit konnten wir ungeachtet dessen nicht von Beginn an mit in die Partie nehmen, nach ca. zehn gespielten Minuten lagen wir 3:6 zurück. Dann ging jedoch ein Ruck durch die Mannschaft. Die Abwehr stand immer kompakter, Olli konnte den einen oder anderen Ball abwehren und beim 7:7 war das Spiel wieder vollkommen ausgeglichen. In der Folge vergaben wir allerdings unsere sich bietenden Chancen im Angriff, und im Handumdrehen lagen wir wieder mit drei Toren im Hintertreffen (8:11). Bis zur Halbzeit schafften wir es dann nochmal unsere Angriffe konsequenter zu Ende zu spielen während die Abwehr nach wie vor gut stand. Dementsprechend ging es auch nur mit einem Rückstand von einem Tor in die Pause (11:12). In der Kabine waren wir dann voller Mutes. Wir präsentierten uns bis dato gut, was wir den Fans vor allem auch schuldig waren, und ließen den Klassenunterschied nicht bemerkbar werden. Die Ansprache motivierte uns dann zusätzlich, weiter konsequent und konzentriert in der Abwehr zu Werke zu gehen und im Angriff geduldig auf unsere Chance zu warten. Dieses Spiel, würde wie so viele andere auch, nicht im Angriff, sondern in der Abwehr zu gewinnen sein.
Bis in die Haarspitzen motiviert kamen wir aus der Kabine. Wir konnten die HSG hierbei zunächst überrumpeln und nach fünf gespielten Minuten endlich einmal in Führung gehen (14:13). Die Halle bebte, verwandelte sich in einen Hexenkessel und die HSG merkte vermutlich langsam, worauf sie sich eingelassen hatte. Angepeitscht von unseren Fans fanden wir noch besser in die Partie und rührten in der Abwehr endgültig Beton an. Beim 18:16 führten wir schließlich mit zwei Toren und nach weiteren zwei Treffern führten wir zum ersten Mal mit vier Toren (20:16). Die Partie machte uns sichtlich Spaß, wir leisteten uns in dieser Phase wenige Fehler, und die hieraus resultierenden Gegenstöße konnten wir entweder noch abfangen, oder Olli parierte wieder einmal den Wurf der Gäste. Der Widerstand der HSG war gebrochen, das Spiel noch einmal enger gestalten, konnten sie nicht mehr. Am Ende sprang daher ein hochverdienter 24:19 Erfolg für uns heraus.
Gerade unter Berücksichtigung unserer vorangegangenen Leistungen ein sensationeller Erfolg. Nun gilt es für uns diesen Erfolg und den daraus resultierenden Schwung in die Liga mitzunehmen und in Pfullendorf zu bestehen. Diese harzfreie Halle liegt zwar wohl den wenigsten Mannschaften und Spielern, doch auch letztes Jahr haben wir uns dort bis auf die letzten fünf Minuten gut präsentiert. Man darf also gespannt sein, was sich in dieser Spielzeit dort ereignet. Wir versuchen uns jedenfalls so gut wie möglich auf die dortige Situation vorzubereiten und durch die Tatsache, dass wir am vergangenen Wochenende spielfrei hatten, dürften wir zumindest kräftemäßig ausgeruht auftreten. Wir hoffen, dass sie uns bei diesem Auswärtsspiel die Daumen drücken, und werden wieder unser Bestmögliches geben.

Torschützen: Greven 5, Fabien Stoeffler 5, Nico Stoeffler 4, Tsoulfas 3/3, Brokhausen 2, Kasten 1, Philipp Vogt 1, Winkler 1, Goerdt 1, Müller 1.
    
    
08.10.2011, Landesliga Süd Herren
ESV Weil - Alem. Zähringen 27:26 (15:17)
Erneute Niederlage
von Johannes Brokhausen

Der vierte Landesliga-Spieltag führte uns in die Halle des ESV Weil. Weil konnten wir zunächst nicht einschätzen, da die Mannschaft vergangene Saison noch eine Liga höher spielte, und wir zudem nicht über die personelle Situation des Gastgebers informiert waren. Unsere personelle Situation verbesserte sich jedoch, da Nico nach bestandener Prüfung zum Team zurückkehrte. Lediglich Alexis fehlte uns weiterhin aufgrund seiner Verletzung. Ansonsten konnten wir vollzählig, wenngleich mit den üblichen „noch-angeschlagenen“ Spielern (Karl, Matti, David, Sascha), antreten. Die Vorzeichen waren jedenfalls noch einmal deutlich verbessert gegenüber den vorangegangenen Partien.
Nach einer kurzen Schwächeperiode in den ersten fünf Minuten (4:2) konnten wir langsam aber sicher ins Spiel finden und eine kompakte Abwehr aufbieten. Beim 5:5 hatten wir das Spiel bereits ausgeglichen, in der Folge konnten wir dann einen kleinen Vorsprung herausspielen (7:10; 17:13). Dann nahmen wir uns gegen Ende der ersten Hälfte leider eine erneute Auszeit und ließen Weil durch zahlreiche Fehler in der Offensive herankommen und das Spiel wieder offen gestalten. Drei Fehler auf Reihe sorgten dafür, dass die Anzeigetafel beim Pausenpfiff nur eine 17:15-Führung für uns anzeigte. Dennoch kein Grund die Köpfe hängen zu lassen, wir führten schließlich noch, und hatten das Spiel soweit auch einigermaßen im Griff. In der zweiten Halbzeit würde es aber natürlich darauf ankommen weiter die Konzentration zu behalten und nicht unbedacht abzuschließen. In der Abwehr sollten wir weiterhin versuchen etwas kompakter zu stehen und nicht permanent auf einige Spielzüge hereinzufallen, die wir selber in ähnlicher Variante spielen.
Was dann jedoch folgte war sehr enttäuschend: Wir nahmen uns der Reihe nach einige Fehler in Folge. Zunächst fabrizierte der eine einige Fehlwürfe, dann fingen die anderen ebenso damit an (17:18; 20:18). Ehe wir uns versahen, waren 40 Minuten gespielt und der ESV Weil hatte sich auf vier Tore abgesetzt (24:20). Diese Führung konnte Weil die folgenden 10 bis 15 Minuten beibehalten (27:23). Dann zeigte sich noch einmal der Siegeswille unserer Mannschaft und wir fingen an in der Abwehr wieder mehr zuzupacken. Zu diesem Zeitpunkt hatte Karl sich leider bereits mit einer Roten Karte verabschiedet und fehlte uns somit in der Abwehr. Dennoch fingen wir die Bälle ab, doch der Vorsprung verringerte sich zu langsam. In der Folge mussten wir uns unvorbereitete Würfe nehmen, die zu häufig im gegnerischen Block hängen blieben. In der letzten Minute konnten wir zwar noch auf 27:26 verkürzen, doch Weil spielte die letzten zehn bis 20 Sekunden sicher herunter und wir mussten uns mit einer neuerlichen Niederlage abfinden. Knackpunkt in diesem Spiel waren die letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit und die ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte. Ein Spiel zu gewinnen, wenn sich jeder Spieler seine Auszeiten nimmt, ist zwar möglich, wenn diese Auszeiten jedoch unmittelbar hintereinander erfolgen wird dies verdammt schwer. Dies ist uns leider passiert. Die insgesamt leider Gottes mangelhafte Chancenauswertung brach uns daher das Genick.
Am kommenden Donnerstag (13. Oktober) treffen wir in der zweiten SHV-Pokalrunde auf den Lokalrivalen HSG Freiburg. Die HSG spielt bekanntlich in der Südbadenliga und wird als eindeutiger Favorit in die Partie gehen. Wir werden jedoch versuchen, Paroli zu bieten und unser Möglichstes geben, um die Gäste so lange wie möglich zu ärgern. Wir hoffen auf Ihr zahlreiches Erscheinen und auf Ihre lautstarke Unterstützung.


Torschützen: Fabien Stoeffler 8, Brokhausen 6/1, Müller 5/2, Nico Stoeffler 3, Greven 2, Winkler 1, Philipp Vogt 1.
    
    
01.10.2011, Landesliga Süd Herren
Alem. Zähringen - TV Brombach 30:34 (12:13)
Einsatz wird nicht belohnt
von Johannes Brokhausen

Am vergangenen Spieltag erwarteten wir den TV Brombach. Während wir in Ringsheim eine herbe Niederlage einstecken mussten, verlor der TV Brombach gegen Waldkirch mit 29:45. Die Vorzeichen waren dahingehend klar, dass nicht nur wir Wiedergutmachung betreiben wollten. Unsere Verletztenliste bereitete uns aber weiterhin Kopfschmerzen. Alexis war weiterhin nicht einsetzbar, Nico erhielt an diesem Abend sein Abschlusszeugnis und war dementsprechend auch verhindert und hinzu kam zuletzt der Ausfall von Fabien wegen einer Fußverletzung. Matti, David, Sascha und Karl waren zwar wieder mit von der Partie, sind aber nach wie vor nicht bei 100 Prozent. Mit an Bord war diesmal Klaas um bei Bedarf am Kreis zum Einsatz zu kommen. Mit den verbliebenen, fitten Spielern stand somit am dritten Spieltag erneut eine neue, dritte Startformation auf der Platte. Der Begin wurde leider wieder einmal von uns verschlafen. Schnell lagen wir mit vier Treffern hinten (1:5; 5:9). Doch wir zeigten Einsatz und konnten Tor für Tor aufholen. Beim 10:12 hatten wir erstmalig wieder auf zwei Treffer Abstand verkürzt und bis zur Halbzeit konnten wir uns auf ein Tor heran kämpfen (12:13). Zahlreiche Pfosten- und Lattentreffer verhinderten eine bessere Ausgangssituation für die zweite Hälfte. Nichtsdestotrotz war ein Unterschied zum blamablen Auftritt in Ringsheim zu sehen. Die Mannschaft gab sich diesmal nicht auf, sondern gab ihr bestes, um irgendwie die zwei Punkte einzufahren. Dementsprechend konnte bei der Kabinenansprache bzgl. des Einsatzes auch keine Schwäche ausgemacht werden. Einige Unstimmigkeiten in der Abwehr sowie die technischen Fehler die sich immer wieder eingeschlichen hatten wurden anstelle dessen bemängelt. Doch mit nur einem Tor Rückstand ließ niemand die Köpfe hängen, das Spiel war noch vollkommen offen.
Halbzeit zwei fing dann leider Gottes an wie Halbzeit eins: Wir lagen erneut mit vier Treffern hinten (17:21). Wir bemühten uns so gut es ging, versuchten jeder die bestmögliche Leistung zu geben, auch wenn der ein oder andere auf einer ungewohnten Position agieren musste. Doch der Abstand wurde zunächst nicht kleiner (23:27). Dennoch schafften wir es erneut den Vorsprung um zwei Tore zu reduzieren (28:30) doch gerade in dieser entscheidenden Phase machten sich die Fehler und Schwächen umso deutlicher bemerkbar. Die Abstimmung im Angriff stimmte bspw. nicht entscheidend genug, während in der Abwehr immer wieder Siebenmeter gegeben wurde, was sich nicht zuletzt in der Endstatistik niederspiegelte (3:11). Diese wurden vom überragenden Akteur der Brombacher, David Schneider (15/9 Tore), immer wieder sicher im Tor versenkt. Am Ende fehlten uns zusammenfassend einfach die Cleverness und auch die Coolness, um Brombach zu besiegen. Wir mühten uns nach Kräften, doch ein Sieg wollte nicht herausspringen. Schließlich mussten wir dann in eine 30:34 Niederlage einwilligen, die nach dem Spielverlauf jedoch in Ordnung geht, lagen wir doch nur ein einziges Mal in Führung (1:0). Auch wenn ein Sieg sicherlich schöner gewesen wäre, so denke ich doch, dass sich die Mannschaft gut präsentiert hat, denn vor allem der Einsatz hat gestimmt. Ein bißchen Wurfpech, sowie die fehlende Abstimmung sorgten für den entscheidenden Vorsprung, der Brombach letztlich zum Sieg verhalf.

Torschützen: Winkler 5, Kasten 5/1, Goerdt 5, Müller 4/1, Brokhausen 4, Greven 2, Felix Vogt 2, Philipp Vogt 2, Henseler 1.
    
    
25.09.2011, Landesliga Süd Herren
TuS Ringsheim - Alem. Zähringen 28:16 (12:6)
Blamabler Auswärtsauftritt
von Johannes Brokhausen

Vergangenes Wochenende waren wir zu Gast beim Aufsteiger aus Ringsheim. Letztes Jahr hatten wir noch gegen diese Mannschaft in der ersten Pokalrunde gespielt und gewonnen. Dass es dieses Mal ganz und gar anders laufen sollte, stellte sich erst später heraus...
Die Anreise verlief vollkommen problemlos, bestanden doch zunächst Bedenken bezüglich des Papstbesuches. Wir verließen die Stadt jedoch bereits so früh, dass die Fahrt zügig vonstattenging. Unsere Verletztenliste war nach wie vor lang, reichte von Alexis über Sascha bis hin zu Karl. Hinzu kamen die nach wie vor angeschlagenen Matti, David, und auch Junior, der zurzeit eher als Notnagel eingeplant ist, aber aufgrund seiner Verletzungen auch besser nicht belastet werden sollte. Zudem fehlte Nico der Mannschaft, da er derzeit seine Abschlussprüfungen im Rahmen der Ausbildung zum Physiotherapeuten zu absolvieren hat und sich darauf vorbereiten musste. Hinzu kam das Harzverbot in Ringsheim, was für uns auch nicht gerade von Vorteil war. Positive Vorzeichen für eine Partie sehen anders aus, doch verstehen sie mich bitte im Vorfeld nicht falsch: Dies sollen lediglich Indizien sein, unsere Leistung jedoch in keinster Weise entschuldigen.
Nun zu den Ausführungen zum Spiel. Die Partie startete direkt ziemlich enttäuschend, schnell lagen wir mit 3:0 und anschließend fünf Toren im Hintertreffen (6:1). Die folgenden fünf Minuten waren die einzigen des Spiels, in denen wir etwas zu Stande brachten, indem wir auf 6:4 verkürzten! Danach begann der endgültige Zerfall und Absturz der Mannschaft. Über 9:4 lagen wir zur Halbzeit mit sage und schreibe sechs Treffern hinten, hatten zugleich auch nur sechs Treffer erzielt (12:6). Die Torhüter wurden vollkommen im Stich gelassen, weder in Angriff, noch in der Abwehr klappte auch nur etwas. Kein Spielzug wurde durchgespielt, geschweige denn teilweise überhaupt erst angesagt. Viele überhastete Einzelabschlüsse, Fehlpässe, Offensivfouls zuhauf, fehlende Abstimmung in der Abwehr, unkontrollierten ausstürmen in selbiger, usw... Die Liste ließe sich noch beliebig fortführen, doch dies möchte ich Ihnen ersparen. Die Pausenansprache bedarf nun auch keiner Erläuterung mehr, die Fehler und Probleme lagen schließlich auf der Hand.
Doch was passierte in der zweiten Halbzeit? Ging ein Ruck durch die Mannschaft? Konnten wir den Abstand verkürzen? Die Antwort auf beide Fragen lautete im Endeffekt leider nein. Wir konnten uns zwar direkt zwei Bälle in der Abwehr erkämpfen, doch der eine wurde verworfen, der andere landete als langer Ball zum Tempogegenstoß in den Händen des gegnerischen Torwarts. Im Zuge darauf stand es plötzlich 17:8, dann 23:12. Der Rückstand war also nun zweistellig geworden. Alexis, zwar verletzt und auch nur stark humpelnd unterwegs, wollte unbedingt spielen und der Mannschaft seinen Dienst erweisen, doch zu Recht wurde er nach fünf Minuten Einsatzzeit von Martin wieder auf die Bank befördert. Auch wenn er der Mannschaft geholfen hätte, so wäre es völlig unnötig gewesen, einen Spieler, der noch dringenden Erholungsbedarf hat, bei diesem Spielstand zu verheizen. Eine enorm löbliche Einstellung, doch an diesem Tage war es besser, ihn auf der Bank auskurieren zu lassen. Der Rest der Mannschaft blieb hingegen bei seinem Spiel, so dass es am Ende nicht mehr verwundern musste, dass die Partie mit 28:16 verloren ging. Vom Schluss aus bilanzierend hatte sich auch in der zweiten Halbzeit nichts geändert. Die Abwehr war nach wie vor nicht vorhanden, im Angriff wurde kein Spielzug durchgespielt, bzw. keiner führte zum Torerfolg, Einzelscharmützel mit den Schiedsrichtern wurden zeitweise ausgefochten, etc. Eine Entschuldigung haben wir nicht, doch wir möchten uns bei allen mitgereisten Zuschauern, die sich dies mit anschauen mussten, entschuldigen. Wir hoffen sie bleiben uns dennoch treu und feuern uns auch weiterhin an. Dennoch, auch wenn diese drastischen Worte gewählt wurden, und wohl auch notwendig waren, nützt es nun nichts dieses Spiel in unseren Köpfen zu behalten. Es führt nicht weiter, im Gegenteil, womöglich zieht es einen Einzelnen nur runter. Die Verletztenliste wird zunächst nicht kürzer werden, so dass wir es schaffen müssen, auch so mit dieser Situation fertig zu werden. Eine Pflicht, der wir hoffentlich auch nachkommen werden.

Torschützen: Brokhausen 4, Goerdt 3, Philipp Vogt 3, Fabien Stoeffler 2, Tsoulfas 1/1, Müller 1/1, Felix Vogt 1/1, Werner 1.
    
    
17.09.2011, Landesliga Süd Herren
Alem. Zähringen - DJK Singen 32:15 (18:4)
Geglückter Saisonauftakt
von Johannes Brokhausen

Zum Saisonauftakt am vergangenen Samstag empfingen wir die Mannschaft von DJK Singen in der heimischen Jahnhalle. Nach einer zuletzt anstrengenden Schlussphase der Saisonvorbereitung, mit etlichen Turnieren bei denen vier Spiele à 40 Minuten auf dem Programm standen, galt es nun in unserem ersten Saison-Pflichtspiel auch gleich die ersten beiden Zähler einzufahren. Eine Standortbestimmung war angesagt. Nach dem unter der Woche so großartig verlaufenen Pokalerfolg im Derby gegen die Eintracht (23:15) wussten wir nun nicht so recht, was uns erwarten würde.
Die Gäste aus Singen schienen ihre Mannschaft komplett umgestellt zu haben. Ihr ehemaliger Spielertrainer Gabor Soos verließ den Verein zwecks Trainerengagements in Konstanz und auch sonst stand eine vollkommen, scheinbar deutlich verjüngte, andere Mannschaft auf dem Parkett. Einzuschätzen war dieser Gegner im Vorfeld jedoch nicht. Es galt dementsprechend für uns von Beginn an konzentriert zu Werke zu gehen und ähnlich dem Eintracht-Spiel durch eine gute Defensivarbeit den Grundstein für einen Erfolg zu legen. Weiterhin mussten die Ausfälle kompensiert werden. Nicht nur waren David Kasten, Matthias Werner und Karl Greven nach wie vor verletzt, unter der Woche gesellten sich zu allem Überdruss auch noch Alexis Tsoulfas und Sascha Winkler hinzu. Auch Elmar Lohmüller kuriert derzeit noch an einer Verletzung der vergangenen Saison. Jörg Frank weilt zudem derzeit bei einem Praktikum in Gießen. Matti, David und Elmi konnten zum Glück auf die Zähne beißen und den restlichen Spielern zwischenzeitlich Entlastung geben, und sorgten zudem gerade in der Abwehr für mehr Sicherheit und Stabilität. Des Weiteren streifte sich Dominic Ruh, gerade erst eigentlich zurückgetreten, doch noch einmal das Zähringer Trikot über um der Mannschaft seinen Dienst zu erweisen. Im Endeffekt machten wir aus der Situation das Beste, und versuchten die verletzten, aber einsatzbereiten Spieler noch so gut wie möglich zu schonen, während die Ausfälle Alexis, Sascha und Karl von der Tribüne Stimmung verbreiteten und auf ihre Weise dadurch der Mannschaft ihre bestmögliche Hilfe leisteten. Doch nun zum Spiel. Wir sahen uns früh einem 0:2-Rückstand entgegen, die ersten paar Minuten der Partie hatten wir direkt verschlafen. Dann jedoch die Explosion. Sage und schreibe 15 Tore in Folge bescherten uns eine sehr komfortable Führung. Gerade Fabien konnte den Gästen den einen oder anderen Ball abfangen und per Gegenstoß einnetzen. Immer wieder wurde die Lücke in der gegnerischen Abwehr gefunden, oder andernfalls aus dem Rückraum geschossen. Dies resultierte schließlich in einer 18:4-Pausenführung, das Spiel war praktisch schon gelaufen.
Die Kabinenansprache verlief in der Folge entsprechend positiv, einziger kleiner Kritikpunkt die Chancenauswertung der letzten fünf Spielminuten in Halbzeit eins. Es galt nun die zweite Halbzeit ähnlich zu gestalten, weiterhin konzentriert in Abwehr und Angriff zu Werke zu gehen und den Zuschauern einen schönen ersten Spieltag zu bieten.
Halbzeit zwei verlief dann ziemlich ereignislos. Wir konnten uns weiter auf 22:5 absetzen und den Vorsprung verwalten (28:10). Unsere Torhüter Benne und Olli wiederholten ihre starke Leistung aus Halbzeit eins und fischten nicht nur vier der sieben gegnerischen Siebenmeter ab, sondern hielten auch etliche freie Würfe vom Kreis oder auch von außen. Wir spulten im Angriff weiter unseren Stil herunter und konnten häufig frei zum Abschluss kommen. Entweder am Kreis bot sich eine Lücke, oder unser Außen wurde freigespielt. Davon konnte gerade Philipp Vogt, einer unserer Neuzugänge, gekommen aus der eigenen Jugend, profitieren und sich mit sechs Treffern prächtig einbinden. Aber auch unsere anderen Neuzugänge zeigten souveräne Leistungen. Die letzten zehn Minuten des Spiels waren zwar noch einmal etwas zäh, da sich scheinbar die ganze Mannschaft vor dem 30. Treffer drückte, nichtsdestotrotz konnte gerade in dieser Phase einiges ausprobiert werden, die Stammkräfte geschont werden und jeder erhielt seine Chance, sich auszuzeichnen. Im Endeffekt bedeutete dies einen 32:15-Auftakterfolg, der sicherlich auch in der Höhe verdient ist. Die Partie war geprägt durch unsere Abwehrarbeit sowie die gute Torhüterleistung, andererseits aber auch durch die Fairness beider Mannschaften. Insgesamt ein gelungener Auftakt in die Spielzeit 2011/2012.
Am kommenden Wochenende gastieren wir nun beim Aufsteiger in Ringsheim. Auch hier müssen wir uns ein Bild machen, da diese Mannschaft zum gegenwärtigen Zeitpunkt für uns noch nicht einschätzbar ist. Auf ein weiteres Schmankerl können die Zuschauer sich außerdem jetzt schon gefasst machen, da die Pokalauslosung für die zweite Runde uns erneut ein Derby bescherte: Erwartet wird die Mannschaft von HSG Freiburg! Der Termin wird noch bekanntgegeben.

Torschützen: Fabien Stoeffler 7, Philipp Vogt 6, Brokhausen 5, Müller 4, Nico Stoeffler 2, Henseler 2, Felix Vogt 2, Werner 1, Lohmüller 1, Kasten 1.

s

(C) 2009 - www.handball-in-zaehringen.de

Diese Seite drucken