26.04.2015 Alem. Zähringen – SG Maulburg/Steinen

Nicht mit Ruhm bekleckert

von Lisa Deckert

Alem. Zähringen SG Maulburg/Steinen 25:20 (10:10)
Am Sonntagabend ging es zur gewohnten Zeit um 18:15 Uhr gegen den momentan Tabellenvorletzten Maulburg/Steinen. Schon im Hinspiel taten sich die Damen der Alemannia schwer gegen diesen vermeintlich leichten Gegner. Damals entschied man Spitz auf Knopf das Duell mit 21:22 für sich. Diesmal sollte alles besser werden. Sollte! Pünktlich pfiff der Unparteiische das letzte Heimspiel der Zähringerinnen diese Saison an. Das erste Tor ging auf das Konto der Gäste. Auch in den kommenden 30 Minuten kamen die Alemannia Damen einfach nicht in ihr Spiel. 100 %ige Torchancen wurden nicht verwandelt, die Abwehr stand wie Schweizer Käse und in keinem Verband so wie von Trainer Torsten anfangs gefordert. Im Angriff gelang es zwar den ein oder anderen Spielzug zu Ende zu spielen, dennoch scheiterte man entweder am Torhüter der Maulburgerinnen oder schoss ganz neben das Tor. So war Trainer Torsten bereits nach acht Minuten gezwungen, die erste Auszeit zu nehmen und seinen Mädels den Kopf zu waschen. Dennoch nahm das grauenhafteste Spiel der ganzen Saison weiterhin seinen Lauf. Und so musste man von einem 4:3 über ein 7:9 bis zum Halbzeitstand von 10:10 mit einem Unentschieden in die Kabine. Mit einem solchen Pausenstand hatte wohl niemand gerechnet. Dennoch versuchte Trainer Torsten seinen Spielerinnen das gewohnte Selbstbewusstsein zurückzugeben und appellierte an jede einzelne, sich heute einfach mal an die Vorgaben des Trainers zu halten und nicht durch Einzelaktionen den Kopf durchzusetzen, was an diesem Abend nun einmal nicht funktionierte. Zudem wollte keiner der Zähringerinnen diesen doch durchaus schlagbaren Gegner davonziehen lassen und so war die Kampfansage für die verbleibenden 30 Minuten klar: Nochmals alle Kräfte mobilisieren, konzentrierte und saubere Angriffe spielen und in der Abwehr, vor allem für die einzige Torhüterin an diesem Abend, Nadine Graf, noch einmal alles geben und als Verband zusammen wachsen. Die Ansprache des Trainers zeigte auch prompt seine Wirkung und so gelang es den Gastgeberinnen sich auf 14:11 abzusetzen. Durch eine endlich einigermaßen sicher stehende Abwehr und geduldige Angriffe konnte man sich sogar bis zum 20:13 einen Sieben-Tore-Vorsprung erarbeiten. Doch da hatten sich die Hausherrinnen wohl zu früh gefreut. Die Gäste drehten dann nochmal so richtig auf und mobilisierten ihre letzten Kräfte und konnten vier Tore hintereinander auf ihrem Konto verbuchen. So stand es plötzlich nur noch 20:17 für die Zähringerinnen. Somit war Trainer Torsten erneut gezwungen eine Auszeit zu nehmen. Auch er verstand die Welt nicht mehr und wollte seinen Mädels auf ein Neues nahelegen einfach und geduldig dieses Spiel zu Ende zu bringen und keine überhasteten Pässe nach vorne zu spielen und auch in der Abwehr wieder gemeinsam zu kämpfen und mehr zu Reden. Dies wurde dann zwar eher weniger umgesetzt, was den Trainer vermutlich zeitweise zur Weißglut brachte, dennoch ließen die Alemannia Damen in ihrem letzten Heimspiel nichts mehr anbrennen und so rettete man sich über ein 23:18 zu einem nicht sonderlich ruhmreichen Sieg von 25:20 und kann sich weiterhin auf dem dritten Tabellenplatz der Bezirksklasse etablieren. Auch wenn die Ansage vor dem Spiel von Trainer Torsten lediglich war, dieses Spiel zu gewinnen und zwei Punkte in heimischer Halle zu behalten, wäre an diesem Abend sicherlich mehr drin gewesen, hätte jede einzelne Spielerin früher und vor allem konsequenter die Vorgaben des Trainers umgesetzt. Nichtsdestotrotz einen riesigen Dank an den weltbesten Hallensprecher Günter, der mit seinen lässigen Sprüchen, seinem großen Engagement und seiner tollen Motivation die Mädels aus Zähringen die Saison über begleitet und einen fantastischen Job gemacht hat. DANKE!!! Jetzt heißt es aber sich auf die zwei kommenden Auswärtsspiele vorzubereiten. Hier warten keine leichten Gegner auf die Alemannia Damen. Am nächsten Samstag geht es zum Stadtrevalen des ESV, bei dem man sich zu Hause 21:29 geschlagen geben musste. Dennoch werden die Zähringerinnen alles daran setzen, diesmal die beiden Punkte mit nach Hause zu nehmen. Hier würden sich die Damen I über tatkräftige und zahlreiche Zuschauer natürlich sehr freuen. Es spielten: Nadine Graf; Katharina Hecht (1), Melanie Kögel(4), Isabell Winkler (1), Anika Plötz(1), Milena Deckert(7/3), Denise Eiler, Stefanie Eichner(1), Karin Marksteiner(1), Lisa Deckert(8), Stefanie Moser(1).