19.04.2015 SV Schopfheim – Alem. Zähringen

Einen Punkt gerettet
von Lisa Deckert

SV Schopfheim Alem. Zähringen 19:19 (6:8)

Am Sonntagnachmittag ging es für die Damen aus Zähringen nach einer zweiwöchigen Spielpause nach Schopfheim. Das Spiel sollte ohne Steffi, Mella und Helga stattfinden, die jeweils aus beruflichen Gründen verhindert waren. Dafür wurden wir durch Lisa und Katrin aus der Zweiten Damenmannschaft unterstützt. Zum ersten Mal mit der Zähringer Damen I stand Annika Deckert aus der B-Jugend mit auf dem Parkett. Vor Spielbeginn und auch schon im letzten Training wurden die Mädels von Trainer Torsten darauf vorbereitet, dass das ein Spiel auf Augenhöhe werden wird und man höchstwahrscheinlich das Match erst in den letzten paar Minuten für sich entscheiden werden kann.
Pünktlich um 14:50 Uhr pfiff der Schiedsrichter dann die Begegnung an. Die ersten beiden Tore sollten auf das Konto der Gäste gehen. Anschließend legten die Gastgeberinnen aus Schopfheim direkt nach und so stand es nach wenigen Minuten 2:2. Man merkte deutlich, dass die Zähringerinnen sich schwer taten gegen die gut stehende Abwehr der Schopfheimerinnen. Zwar wurde durch spielen diverser Auftakthandlungen versucht zu Toren zu gelangen, dennoch scheiterten die Alemannia Damen zu oft an dem gut aufgelegten Torhüter der Gastgeberinnen. Aber auch eine sehr gut parierende Katrin Beuthner zwischen den Pfosten der Zähringer Damen verhinderte die ein oder andere hundertprozentige Chance der Gastgeberinnen. Trotz torarmer erster Halbzeit konnten die Alemannen über ein 3:6, ein 6:8 mit in die Kabine nehmen.
Die Vorgabe von Trainer Torsten war für Halbzeit zwei ganz klar, dass seine Mädels viel geduldiger die Angriffe spielen sollten und man langsam und ruhig versuchen sollte, Angriff für Angriff herunterzuspielen und dadurch den Vorsprung von zwei Toren auszubauen. Dennoch war den Gästen aus Freiburg auch klar, dass sie Schopfheimerinnen sich in eigener Halle nicht vorzeitig geschlagen geben wollen und in der zweiten Hälfte nochmal Gas geben werden.
Trotz der guten Vorsätze starteten die Zähringerinnen denkbar schlecht in die kommenden 30 Minuten. Gleich drei Tore in Folge konnten die Schopfheimerinnen auf ihrem Konto verbuchen und motivierten sich dadurch selbst enorm. Anschließend war bei den Zähringerinnen irgendwie der Wurm drin und selbst Trainer Torsten verstand die Welt nicht mehr. Man zeigte lang nicht die geforderte Leistung, sowohl im Angriff als auch in der Abwehr und lief beim Stand von 13:11 und 16:14 ständig einem zwei-Tore-Rückstand hinterher. Nachdem 58 Minuten gespielt waren und auf der Anzeigetafel ein 19:16 aus Sicht der Gastgeberinnen stand, glaubte wohl keiner der mitgereisten Zähringer Fans, dass an diesem Nachmittag punktetechnisch noch was für die Alemannia Damen zu holen sei. Doch da hatte keiner mit Nadine Graf im Tor gerechnet, die zunächst einen freien Wurf von der Kreisläuferin aus Schopfheim parierte und anschließend durch ein schnelles Tempogegenstoßtor, der Rückstand auf zwei Tore schrumpfte. Im nächsten Angriff durch die Gastgeberinnen, welcher mit einem Siebenmeter endete, konnte auch dieser entschärft und durch ein weiteres schnelles Tor für die Alemannen beendet werden. So stand es in der 59. Minute nur noch 19:18. Die sichtlich nervösen Schopfheimerinnen wurden nun durch die Zähringerinnen mittels Manndeckung bekämpft und verloren erneut den Ball, welchen die Mädels aus Freiburg erneut im gegnerischen Tor versenkten. Beim Stand von 19:19 kamen die Gastgeberinnen dann nochmals in den Genuss eines Angriffes, vertrudelten jedoch auf ein neues den Ball und so gelang es den Zähringerinnen zum letzten Mal in dieser Partie einen Angriff einzuleiten. Der Ball wurde dann auf links außen zu Milena Deckert gespielt, jedoch sollte die Sirene noch vor dem landen des Balles hinter der Linie des gegnerischen Tores ertönen. Ein wenig enttäuscht, jedoch trotzdem glücklich über einen gewonnen Punkt, trat man die Heimreise als noch immer Tabellendritter an. Diesen Auswärtspunkt hatte man sich an diesem Sonntagnachmittag hart erarbeiten müssen. Jedoch war hierbei entscheidend, dass man eine hervorragende Mannschaftsleistung ablegte und bis zum Schluss jede für jede kämpfte, sowohl in der Abwehr als auch im Angriff. Danke an die mitgereisten Fans, die einiges auf der Tribüne durch die Schopfheimer Fans ertragen mussten.
Nächste Woche geht es dann zum letzten Heimspiel. Hier erwarten die Mädels der Alemannia in der Jahnhalle die Gäste aus Maulburg/Steinen und momentanen Tabellenvorletzten. Man hat noch einiges wieder gut zu machen, denn das Hinspiel hatte man mit Ach und Krach gerade einmal mit einem Tor Unterschied für sich entscheiden können. Auf zahlreiche Fans und tatkräftige Unterstützung würden sich die Zähringerinnen natürlich freuen.

Es spielten: Nadine Graf, Katrin Beuthner; Lisa Rieger (1), Annika Deckert, Milena Deckert (2), Lisa Deckert (3), Melissa Robert (1), Isabell Winkler, Anika Plötze, Denise Eiler (1), Stefanie Eichner (9/5).